Kanada & China

Profitiert Tesla von diesem Deal? 19.01.2026, 11:03 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Tesla
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Tesla 370,10 EUR -1,92 % Tradegate

Senkung der Einfuhrzölle sorgt für Marktveränderung

Tesla, Volvo und Polestar zählen zu den ersten Gewinnern eines neuen Handelsabkommens zwischen Kanada und China. Im Zentrum steht eine deutliche Senkung der Einfuhrzölle für Elektrofahrzeuge: Statt bisher 100 % beträgt der neue Satz nur noch 6,1 %. Zugelassen sind bis zu 49.000 Fahrzeuge pro Jahr. Im Gegenzug öffnet Kanada seinen Markt für chinesisches Rapsöl – ein Deal, der nicht nur politisch, sondern vor allem wirtschaftlich für Bewegung sorgt.

Zertifizierte Hersteller profitieren zuerst

Der unmittelbare Vorteil liegt bei Herstellern, die bereits über eine nordamerikanische Zulassung verfügen. Tesla etwa brachte allein im Jahr 2023 mehr als 44.000 Fahrzeuge nach Kanada – deutlich mehr als andere Anbieter. Auch Volvo und Polestar, beides Marken unter Kontrolle des chinesischen Geely-Konzerns, sind kurzfristig im Vorteil. Laut Branchenanalysten dürften sie den Großteil des neuen Kontingents zunächst ausschöpfen.

Markteintritt wird beschleunigt

Gleichzeitig wird der Marktzugang für neue Modelle deutlich vereinfacht. Transport Canada plant, Fahrzeuge künftig innerhalb von acht Wochen zu zertifizieren. Das öffnet auch bislang kaum vertretenen Marken wie BYD neue Chancen. Die weltweit größte E-Auto-Marke hat aktuell nur geringe Marktanteile in Kanada, könnte jedoch mit günstigen Modellen aufholen – zumal bis 2030 die Hälfte aller Importe unter 35.000 CAD kosten muss.

Luxussegment profitiert besonders

Im oberen Preissegment sendet der Deal ein starkes Signal. Die Geely-Marke Lotus kündigte an, dass sich der Preis ihres Eletre SUV – bislang ab 313.500 CAD – durch den Wegfall der Strafzölle nahezu halbieren könnte. Damit wird erstmals auch das Luxussegment für breitere Käuferschichten zugänglich gemacht.

Polestar reagiert auf US-Zölle mit Umstrukturierung

Während sich Kanada für chinesische Fahrzeuge öffnet, setzt die US-Politik unter Donald Trump weiterhin auf Abschottung. Die Reaktion bleibt nicht aus: Polestar etwa verlagerte die Produktion des Polestar 3 in ein US-Werk und lässt das Modell Polestar 4 in Südkorea fertigen. Der kanadische Deal bietet dem Hersteller nun die Möglichkeit, wieder stärker auf Importe aus China zu setzen.

Technologie, Regulierung und Konkurrenzdruck

Die neue Entwicklung kommt für Tesla zur rechten Zeit. Das Unternehmen steht in den USA unter Druck: Eine laufende Untersuchung zur Sicherheitsfunktion „Full Self-Driving“ durch die NHTSA verlangt detaillierte Auskünfte zu Tausenden Verkehrsverstößen. Parallel dazu kündigte Tesla an, FSD nur noch im Abo anzubieten – eine Abkehr vom bisherigen Verkaufsmodell.

Während Konkurrenten wie Nvidia auf der CES mit offenen autonomen Fahrsystemen auftrumpfen, wächst der Druck auf Tesla, technologische Führungsansprüche zu untermauern. Die Öffnung des kanadischen Markts könnte daher auch strategisch ein wichtiger Schachzug sein, um Marktanteile zu sichern und die Position in Nordamerika zu stabilisieren.

Bn-Redaktion/ts
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