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Lufthansa vor Mega-Deal

Rückt die TAP-Übernahme näher? 19.12.2025, 13:19 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Flugzeug
© Symbolbild von Kevin Hackert auf Unsplash
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Deutsche Lufthansa 8,779 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Portugals Tür öffnet sich – Lufthansa darf auf TAP-Anteil hoffen

Am Freitag geriet die Lufthansa-Aktie zeitweise unter Druck und fiel um 0,39 Prozent auf 8,63 Euro. Zwei Entwicklungen treffen den DAX-Konzern zur gleichen Zeit – mit gegensätzlichen Vorzeichen. Während sich die internationale Expansion konkretisiert, droht im Inland neuer Ärger mit den eigenen Piloten.

Die portugiesische Regierung hat einem wichtigen Schritt im Privatisierungsprozess der Airline TAP zugestimmt. Verkehrsminister Miguel Pinto Luz erklärte, dass Lufthansa, Air France-KLM und IAG nun unverbindliche Angebote für einen Minderheitsanteil abgeben dürfen. Der Staat will 44,9 Prozent der Airline an einen strategischen Investor aus der Branche veräußern, zusätzlich sind 5 Prozent für die Beschäftigten reserviert.

TAP transportierte im Jahr 2024 rund 16 Millionen Passagiere – vor allem auf Verbindungen nach Brasilien spielt die Airline eine starke Rolle. Seit 2022 schreibt das Unternehmen wieder schwarze Zahlen, nachdem es zuvor fünf Jahre in Folge Verluste verbucht hatte. Lufthansa hatte bereits im November 2024 Interesse an einem Einstieg signalisiert. Der Deal wäre ein weiterer Baustein in der internationalen Wachstumsstrategie des Konzerns.

Piloten im Aufstand – Schiedsverfahren rückt näher

Gleichzeitig eskaliert ein interner Konflikt, der das Verhältnis zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit erheblich belastet. Die Gewerkschaft kündigte am Freitag an, ein Schiedsverfahren gegen den Konzern anzustrengen. Streitpunkt ist die Einhaltung einer Mindestflottengröße von 325 Flugzeugen bei Lufthansa und Lufthansa Cargo, wie sie im Tarifvertrag von 2017 festgelegt wurde.

Damals hatte die Belegschaft weitreichende Zugeständnisse gemacht, unter anderem zur Flexibilisierung von Arbeitszeiten – im Gegenzug wurde die Flottengröße garantiert. Während der Corona-Krise wurde die Regelung ausgesetzt, 2021 kündigte der Konzern den Vertrag einseitig und fuhr die Flotte herunter. Laut Gewerkschaft wird die im Übergangszeitraum zulässige Reduzierung nun überschritten – mit Auswirkungen auf Beschäftigungssicherheit und Karrieremöglichkeiten der Piloten.

Arne Karstens, Sprecher der Vereinigung Cockpit, nannte die Lage einen „weiteren Tiefpunkt der Sozialpartnerschaft“. Alle bisherigen Vermittlungsversuche seien laut Gewerkschaft gescheitert, Lufthansa habe „sämtliche vorgeschlagenen Streitbeilegungsoptionen ungenutzt“ gelassen. Sollte das Schiedsverfahren zugunsten der Gewerkschaft ausgehen, droht dem Konzern eine Vertragsstrafe in Millionenhöhe. Eine Stellungnahme von Lufthansa liegt bisher nicht vor.

Hoffnung aus den USA: Air Force ordert Langstreckenjets

Einen Lichtblick gibt es aus Übersee: Die US Air Force hat zwei Boeing 747-8i aus dem Lufthansa-Bestand bestellt. Die Jets sollen Teil eines präsidialen Flugprogramms werden und werden künftig für Trainingszwecke sowie als Ersatzteilspender für zwei weitere Maschinen desselben Typs genutzt, die zu neuen Air-Force-One-Flugzeugen umgebaut werden.

Der Auftragswert beträgt laut Medienberichten rund 400 Millionen US-Dollar. Die erste Auslieferung ist für Anfang 2026 geplant, die zweite folgt im selben Jahr. Zwar hat der Deal keinen direkten Einfluss auf das Passagiergeschäft, signalisiert aber die strategische Relevanz der Lufthansa-Techniksparte und bringt dringend benötigte Einnahmen.

Während sich der Blick international öffnet und die Expansion weiter Gestalt annimmt, bleibt die Stimmung im Heimatmarkt angespannt. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob Lufthansa den Spagat zwischen Wachstum und interner Stabilität meistert – oder ob der interne Druck die internationale Dynamik überlagert.

Bn-Redaktion/aw
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