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Meta-Aktie hebt ab

Neue KI-App entfacht plötzlich neue Fantasie 22.09.2026, 13:39 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Meta
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Foto von Mariia Shalabaieva auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Meta Platforms (A) 642,95 EUR -0,51 % L&S Exchange

Muse schießt an die Spitze

Meta veröffentlichte Muse am 8. September 2026 in den USA für iOS und Android. Der persönliche KI-Assistent soll nicht nur Fragen beantworten, sondern selbstständig Aufgaben erledigen. Dazu gehören beispielsweise Reisebuchungen, das Ausfüllen von Formularen oder andere mehrstufige Aufgaben im Internet. Muse lässt sich über eine eigene App sowie direkt über WhatsApp nutzen. Kurz nach dem Start erreichte die Anwendung Platz eins der kostenlosen Apps im US-App-Store und zog damit auch an ChatGPT vorbei.

Meta-Aktie springt um 11,4 Prozent

An der Börse löste der Erfolg eine bemerkenswerte Reaktion aus. Die Meta-Aktie gewann am Montag 11,4 Prozent und verbuchte damit den größten Tagesgewinn seit April 2025. Gleichzeitig erreichte das Papier den höchsten Schlusskurs seit Oktober 2025. Allein durch den Kurssprung erhöhte sich Metas Börsenwert um rund 192 Milliarden US-Dollar, umgerechnet ungefähr 167 Milliarden Euro. Die Aktie steuert damit auf ihren stärksten Monat seit mehr als 13 Jahren zu.

Meta sucht Einnahmen jenseits der Werbung

Für Meta ist der schnelle Erfolg besonders wichtig, weil Muse neue Möglichkeiten zur Monetarisierung der milliardenschweren KI-Investitionen eröffnet. Die Anwendung arbeitet mit einem Freemium-Modell. Neben einer kostenlosen Nutzung bietet Meta kostenpflichtige Stufen für 20 und 100 US-Dollar monatlich, umgerechnet rund 17,40 und 87,20 Euro. Gleichzeitig können externe Entwickler sogenannte Connectors erstellen, über die Muse mit anderen Diensten interagiert.

Milliardeninvestitionen stehen auf dem Prüfstand

Die Erwartungen sind hoch, denn Meta investiert enorme Summen in künstliche Intelligenz. Für 2026 werden Investitionsausgaben von 130 bis 145 Milliarden US-Dollar erwartet, umgerechnet rund 113 bis 126 Milliarden Euro. Gerade diese hohen Ausgaben hatten zuvor Zweifel ausgelöst, wann sich die KI-Offensive finanziell auszahlen könnte. Der erfolgreiche App-Start liefert nun erstmals ein deutlich sichtbares Signal, dass Meta mit eigenständigen KI-Produkten Verbraucher erreichen kann.

Erfolg bringt bereits erste Widerstände

Ob Muse dauerhaft zu einer neuen Plattform für Meta wird, bleibt dennoch offen. Während Unternehmen wie Shopify und Stripe an Integrationen arbeiten, gibt es bereits Widerstand. Amazon hat Muse daran gehindert, Bestellungen auf seiner Plattform auszuführen. Damit zeigt sich eine zentrale Herausforderung für KI-Agenten, deren Nutzen davon abhängt, auf wie viele externe Dienste sie tatsächlich zugreifen können. Der starke App-Start hat die Erwartungen an Meta jedenfalls deutlich erhöht. Nun muss sich zeigen, ob aus hohen Downloadzahlen ein nachhaltiges Geschäft entsteht.

Bn-Redaktion/tb
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