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Öl unter 100 Dollar

Am Ölmarkt kippt die Stimmung 22.09.2026, 13:24 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Öl
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Öl (WTI) 90,24 USD -2,00 % Ariva Indikation

Brent rutscht zeitweise unter 98 Dollar

Der Ölpreis zeigte am Dienstag extreme Schwankungen. Brent stieg zunächst bis über 102 US-Dollar je Barrel, bevor die Notierung im weiteren Handelsverlauf zeitweise um über 2,5 Prozent bis auf 97,46 US-Dollar fiel. Das entspricht umgerechnet rund 85,02 Euro. Auch WTI geriet kräftig unter Druck und rutschte zeitweise unter 90 US-Dollar, umgerechnet rund 78,50 Euro. Damit setzte sich die Entspannung fort, die bereits am Montag eingesetzt hatte.

Vier Verlusttage hinterlassen Spuren

Bereits zum Wochenauftakt waren die Ölpreise deutlich gefallen. Brent schloss am Montag bei 100,21 US-Dollar, umgerechnet rund 87,42 Euro, und verlor 3,4 Prozent. WTI gab um 5 Prozent auf 91,97 US-Dollar nach, umgerechnet rund 80,25 Euro. Beide Sorten hatten zwischenzeitlich den niedrigsten Stand seit dem 9. September erreicht. Zuvor hatten Sorgen über mögliche Lieferausfälle die Preise deutlich nach oben getrieben.

Saudi-Arabien sorgt für Entspannung

Ein wichtiger Auslöser für den jüngsten Preisrückgang sind neue Signale aus Saudi-Arabien. Berichten zufolge wurde die Ost-West-Pipeline wieder in Betrieb genommen. Gleichzeitig sollen die Rohölexporte über Yanbu erneut anlaufen. Damit könnte Saudi-Arabien wieder größere Mengen über das Rote Meer ausführen. Zusätzlich waren zuletzt mehr saudische Öltransporte durch die Straße von Hormus beobachtet worden. Das reduziert kurzfristig die Sorge vor einer akuten Angebotsverknappung.

Straße von Hormus bleibt entscheidend

Zusätzlichen Druck auf den Ölpreis brachten Berichte über mögliche diplomatische Bewegung zwischen den USA und Iran. Im Raum steht eine Wiederöffnung der Straße von Hormus unter bestimmten Bedingungen. Gleichzeitig bleibt die Lage politisch angespannt und der Ausgang möglicher Gespräche offen. Für den Ölmarkt ist die Meerenge entscheidend, da Störungen dort erhebliche Auswirkungen auf weltweite Lieferströme und Transportkosten haben können.

Ölmarkt bleibt anfällig für neue Ausschläge

Der starke Rückgang zeigt, wie schnell sich die Erwartungen derzeit verändern. Noch am Vormittag stieg Brent wegen anhaltender Risiken für den Schiffsverkehr wieder über 102 US-Dollar, bevor neue Meldungen den Preis anschließend unter 98 US-Dollar drückten. Entspannung bei Lieferungen kann die Risikoprämie weiter reduzieren. Neue Störungen der Transportwege könnten die Entwicklung jedoch ebenso schnell wieder umkehren. Damit bleibt die Marke von 100 US-Dollar ein wichtiger Orientierungspunkt für den Ölmarkt.

Bn-Redaktion/tb
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