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Speicherknappheit setzt unter Druck 19.01.2026, 11:49 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Micron: Speicherknappheit setzt unter Druck
© Symbolbild von Dan Taylor auf Unsplash
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Micron Technology 304,05 EUR -1,66 % Lang & Schwarz

Speicherknappheit trifft auf KI-Nachfrage

Micron profitiert derzeit von einer globalen Verknappung von Hochleistungs-Speicherchips. Insbesondere HBM- und DRAM-Produkte, die für KI-Beschleuniger und Rechenzentren benötigt werden, sind stark nachgefragt.

Analysten gehen davon aus, dass sich der Markt 2026 in einem Angebotsdefizit befindet, da viele Hersteller ihre Kapazitäten in den vergangenen Jahren zurückgefahren haben.
Micron meldete zuletzt zweistellige Preisanstiege bei ausgewählten Speicherprodukten – ein klares Signal für verbesserte Marktbedingungen.

Rekordumsätze und steigende Margen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Micron einen Umsatz von rund 30 Milliarden US-Dollar, mit klar aufwärtsgerichteter Tendenz. Für die kommenden Quartale rechnen Analysten mit deutlichen Zuwächsen, getrieben durch Rechenzentren und KI-Anwendungen.

Die Bruttomarge, die im Abschwung zeitweise unter 20 % gefallen war, bewegt sich inzwischen wieder Richtung 40 %. Diese operative Hebelwirkung ist typisch für den Speicherzyklus – fällt diesmal aber stärker aus als in früheren Phasen.

1,8-Milliarden-Dollar-Deal sorgt für Diskussionen

Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt Microns Ankündigung, für 1,8 Milliarden US-Dollar eine Chipfabrik in Taiwan zu übernehmen. Der Zukauf stärkt die Fertigungskapazitäten und sichert langfristig den Zugang zu moderner DRAM-Produktion.

Kritiker sehen kurzfristig jedoch höhere Abschreibungen und Integrationskosten. Befürworter argumentieren, dass Micron sich damit strategisch für den nächsten Engpass positioniert und unabhängiger von externen Foundries wird.

Geografische Expansion und politische Rückenwinde

Micron investiert parallel massiv in neue Standorte in den USA und Asien. Allein in den Vereinigten Staaten sind in den kommenden Jahren Investitionen von über 100 Milliarden US-Dollar geplant, unterstützt durch staatliche Förderprogramme.
Diese Expansion stärkt nicht nur die Lieferketten-Sicherheit, sondern verbessert auch die Verhandlungsposition gegenüber Großkunden aus dem KI- und Cloud-Sektor.

Bewertung: Hoch – aber zyklisch erklärbar

Bei einem Kurs von 304 EUR liegt die Marktkapitalisierung von Micron bei rund 350 Milliarden US-Dollar. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 bewegt sich im Bereich von 30, was ambitioniert wirkt, jedoch stark von den aktuell hohen Gewinnerwartungen getragen wird.
Historisch betrachtet steigt die Bewertung in der Frühphase eines Speicheraufschwungs oft deutlich an, bevor sich der Zyklus wieder normalisiert.

Risiken nicht vergessen

Trotz aller Euphorie bleibt Micron ein zyklisches Unternehmen. Ein schneller Kapazitätsausbau der Konkurrenz, ein Abschwächen der KI-Investitionen oder geopolitische Spannungen in Asien könnten den Markt wieder drehen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass Speicherzyklen selten linear verlaufen.

Fazit – Mehr als nur ein Zyklus?

Micron steht bei 304 EUR für eine seltene Kombination aus strukturellem KI-Wachstum und klassischem Speicherzyklus. Die Knappheit bei Hochleistungs-Speicher, steigende Preise und gezielte Milliardeninvestitionen sprechen für anhaltende Stärke.

Gleichzeitig bleibt das Risiko erhöhter Volatilität hoch. Für risikobewusste Investoren bietet Micron jedoch eine der spannendsten Hebelwetten auf den globalen KI-Boom.

Bn-Redaktion/pl
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