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Milliarden für die Zukunft

E.ON setzt alles auf die Energiewende 15.11.2024, 12:56 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Milliarden für die Zukunft: E.ON setzt alles auf die Energiewende
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E.ON 17,67 EUR -0,74 % Lang & Schwarz

Geschäftszahlen: EBITDA und Nettogewinn rückläufig

Das bereinigte EBITDA sank um 14% auf 6,7 Milliarden Euro, was auf milde Temperaturen und geringere Absatzmengen in den Segmenten Energy Retail und Energy Infrastructure Solutions zurückzuführen ist. Besonders das Segment Energy Retail verzeichnete einen starken Rückgang des bereinigten EBITDA um 35% auf 1,7 Milliarden Euro, während die Netze stabil blieben. Der bereinigte Nettogewinn fiel um 25% auf 2,2 Milliarden Euro.

Hohes Investitionstempo für Netz- und Infrastrukturprojekte

E.ON erhöhte seine Investitionen in den ersten neun Monaten 2024 um 20% auf 4,7 Milliarden Euro. Schwerpunkt war der Ausbau der Stromnetze in Deutschland, der 3,6 Milliarden Euro beanspruchte. Auch in Großbritannien wurden Projekte wie Smart-Meter-Installationen und Speicherlösungen vorangetrieben. E.ONs neues Batteriespeicherprojekt in Wales soll das Stromnetz flexibler machen und war ein Highlight im Segment Energy Infrastructure Solutions, dessen Investitionen um 48% stiegen.

Dekarbonisierung und digitale Transformation als Wachstumsfelder

Mit über 1 Million angeschlossenen erneuerbaren Energieanlagen in Europa positioniert sich E.ON als zentraler Akteur der Energiewende. Der Konzern plant, bis 2030 bis zu 75% seiner Emissionen zu reduzieren und die Netzinfrastruktur weiter zu digitalisieren, um die Effizienz zu steigern und die Integration erneuerbarer Energien zu erleichtern.

Zur Sicherung seiner ambitionierten Projekte emittierte E.ON in den ersten neun Monaten 2024 grüne Anleihen im Wert von 4,85 Milliarden Euro. Das Kapital dient vorrangig dem Ausbau der Netze und nachhaltiger Energieinfrastruktur. Der Konzern profitiert von stabilen Kreditratings und einem flexiblen Finanzierungsrahmen.

Ausblick bleibt stabil

E.ON bestätigt seine Prognose für 2024 mit einem bereinigten EBITDA von 8,8 bis 9,0 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 2,8 bis 3,0 Milliarden Euro. Für 2025 bleibt die Transformation der Geschäftsmodelle und der Fokus auf Effizienzsteigerung entscheidend, um die Erträge langfristig zu stabilisieren.

Kann E.ON die gestiegenen Investitionen nutzen, um die Energiewende voranzutreiben und gleichzeitig die Profitabilität zu sichern?

Die Anleger-Community zeigt gemischte Reaktionen: Während die hohen Investitionen begrüßt werden, sorgen die gestiegenen Schulden und die anhaltenden Herausforderungen im Einzelhandelsgeschäft für Besorgnis.

Bn-Redaktion/pl
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