Oracle unterbietet alle

US-Behörden jubeln! 07.07.2025, 12:46 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Bis zu 75 Prozent Rabatt: Oracle setzt ein Ausrufezeichen

Mit einem aggressiven Preisschritt sorgt Oracle aktuell für Aufsehen in der Tech-Branche: Der US-Softwareriese hat eine weitreichende Vereinbarung mit der US-amerikanischen General Services Administration (GSA) getroffen und gewährt der US-Bundesregierung massive Preisnachlässe. Konkret erhalten Behörden einen Rabatt von bis zu 75 Prozent auf lizenzbasierte Softwareprodukte – ein historischer Schritt, der erstmals flächendeckend niedrigere Preise auf Cloud-Infrastruktur ermöglicht. Zusätzlich spricht die GSA von „substanziellen“ Preisnachlässen auf Oracles Cloud-Plattform, auch wenn konkrete Zahlen hierzu nicht veröffentlicht wurden.

Die GSA, die als zentrale Einkaufsbehörde der US-Regierung fungiert, bezeichnet die Oracle-Vereinbarung als „Gamechanger“ – nicht zuletzt, weil sie damit Zugang zu modernen Cloud-Diensten für zahlreiche staatliche Institutionen schafft. Besonders profitiert das US-Verteidigungsministerium (DoD), das künftig ebenfalls stark vergünstigt auf Oracles Cloud- und KI-Angebote zugreifen kann. Das ist ein direkter Angriff auf die Platzhirsche Amazon Web Services und Microsoft Azure, die sich in der Vergangenheit lukrative Großaufträge aus dem staatlichen Sektor sichern konnten.

Behördengeschäft als Zukunftsmarkt – Tech-Riesen unter Zugzwang

Oracles Offensive ist kein Einzelfall, sondern Teil einer größeren Entwicklung: Immer mehr Tech-Unternehmen reagieren auf die Digitalstrategie der US-Regierung, die den schnellen Ausstieg aus veralteter IT-Infrastruktur fordert. Bereits Anfang des Jahres hatte Salesforce seine Preise für Slack-Nutzer aus Behördenkreisen um satte 90 Prozent gesenkt. Auch Google, Adobe und Elastic haben ihre Konditionen nachjustiert – der Konkurrenzdruck nimmt sichtbar zu.

Die staatliche Nachfrage nach modernen, skalierbaren Cloud-Lösungen wächst rasant. Neben Kosteneffizienz rücken auch Themen wie Sicherheit, Datenhoheit und künstliche Intelligenz in den Fokus. Oracle will hier nicht nur Speicher und Rechenleistung liefern, sondern auch KI-Dienste für sensible Anwendungen bereitstellen – etwa für die Cybersicherheit oder das Militär. Zugleich soll die enge Zusammenarbeit mit kleineren Softwareanbietern intensiviert werden, um innovative Lösungen schneller in sicherheitsrelevante Bereiche zu bringen.

Oracle erwartet starkes Cloud-Wachstum – Kampf um Marktanteile entfacht

Der neue Vertrag dürfte sich auch finanziell lohnen: Intern rechnet Oracle mit einem Wachstum von 40 Prozent im Cloud-Bereich für das laufende Geschäftsjahr – ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung des Behördenmarktes. Der Schritt ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, bei der Oracle gezielt versucht, sein Profil im Cloud-Segment zu schärfen und sich als glaubwürdige Alternative zu Amazon und Microsoft zu positionieren.

Die öffentliche Hand entwickelt sich dabei zunehmend zum Schauplatz eines harten Wettbewerbs. Denn der Zugang zu staatlichen Großkunden bedeutet nicht nur stabile Einnahmen, sondern auch langfristige Marktbindung. Oracles Tiefpreisoffensive könnte damit der Auftakt zu einer neuen Phase im Cloud-Wettrennen sein – mit ungewissem Ausgang, aber enormem Potenzial für Anleger.

Bn-Redaktion/aw
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