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RWE und Trump

Milliarden-Deal beendet US-Windkraftpläne 07.08.2026, 17:04 Uhr Jetzt kommentieren: 0

RWE und Trump: Milliarden-Deal beendet US-Windkraftpläne
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RWE gibt Offshore-Pachten zurück

RWE zieht sich vollständig aus seinen geplanten Offshore-Windprojekten in den Vereinigten Staaten zurück. Im Gegenzug für die Zahlung von 1,22 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 1,06 Milliarden Euro, gibt der Konzern sämtliche Ansprüche gegenüber den Vereinigten Staaten auf. Auch die Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana werden zurückgegeben. Die Pachten hatte RWE 2022 erworben, als Joe Biden US-Präsident war und den Ausbau der Windenergie förderte.

Trump-Regierung stoppt Windkraftpläne

Unter Präsident Donald Trump änderte sich die politische Ausgangslage deutlich. Regierung und Behörden hielten verschiedene Windkraftprojekte mit politischen und rechtlichen Auflagen auf. Die Vereinbarung mit RWE ist bereits die fünfte und bislang größte Einigung in diesem Jahr, mit der die Entwicklung von US-Offshore-Windprojekten gestoppt wird. Trump betrachtet Windenergie als teuer und unansehnlich. Seine Regierung setzt stattdessen stärker auf die heimische Produktion fossiler Brennstoffe.

Projekte hätten erst in den 2030er-Jahren gestartet

RWE erklärte, nach sorgfältiger Abwägung sei festgestellt worden, dass für die Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit bestehe. Die Lösung sei der beste Weg, die Interessen der Stakeholder zu wahren und Ressourcen auf Energieprojekte mit verlässlicher Umsetzungsperspektive zu konzentrieren. Die Windparks befanden sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Eine Inbetriebnahme wäre erst in den 2030er-Jahren erfolgt.

Milliarden fließen in Gas und neue Kapazitäten

Das frei werdende Kapital soll RWE anderweitig einsetzen. Der Konzern beteiligt sich mit 900 Millionen Euro an einem Flüssiggasprojekt in Louisiana und will das Geschäft mit Gaskraftwerken in den USA für 300 Millionen Dollar, umgerechnet rund 260 Millionen Euro, ausbauen. RWE Americas plant zudem in den kommenden sechs Jahren rund 17 Milliarden Euro in den USA zu investieren. Die Erzeugungskapazität soll von rund 13 Gigawatt in 27 Bundesstaaten auf 22 Gigawatt bis 2031 steigen.

RWE-Aktie reagiert mit Kursplus

Außerhalb der USA hält RWE an Offshore-Windkraft fest. Der Konzern betreibt derzeit 18 Offshore-Windparks, vier weitere befinden sich im Bau. Hinzu kommen 6,9 Gigawatt gesicherte Kapazität aus der jüngsten Ausschreibungsrunde in Großbritannien. An der Börse wurde der US-Ausstieg positiv aufgenommen. Zum Ende des Xetra-Handels lag die RWE-Aktie 2,2 Prozent höher. Seit Ende 2025 stiegen die Papiere um rund ein Viertel. Zuletzt wurden 56,31 EUR bei einer Marktkapitalisierung von 43,8 Mrd. EUR, einer Dividendenrendite von 1,94 %, einem KGV von 19,96 und einem Ergebnis je Aktie von 2,769 EUR ausgewiesen.

Bn-Redaktion/ar
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