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Renk unter Druck

Exportstopp zwingt zu drastischem Schritt! 27.04.2026, 15:54 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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© Symbolbild von Simon Infanger auf Unsplash
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RENK Group 54,80 EUR +1,16 % Quotrix Düsseldorf

Auftragsflut übertrifft Erwartungen deutlich

Renk startet mit widersprüchlichen Signalen in das Geschäftsjahr 2026. Während der Auftragseingang im ersten Quartal neue Maßstäbe setzt, bleibt die Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Im Pre-Close Call vom 22. April bezeichnete das Unternehmen die Bestellungen selbst als „Rekord“. Konkret liegt der Auftragseingang über der bisherigen Markterwartung von 400 bis 500 Millionen Euro.

Dieses starke Neugeschäft unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach den Antriebslösungen des Konzerns. Gleichzeitig zeigt sich ein typisches Muster wachstumsstarker Industrieunternehmen: Hohe Auslastung führt nicht unmittelbar zu entsprechenden Umsatzerlösen. Ein signifikanter Teil der Erlöse verschiebt sich in die kommenden Quartale, was die kurzfristige Umsatzentwicklung belastet.


An der Börse kam diese Diskrepanz nicht gut an. Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Minus von vier Prozent und notiert aktuell bei rund 54 Euro.

Prognose bestätigt – Fokus auf obere Ergebnisspanne

Trotz der kurzfristigen Umsatzverschiebungen hält das Management an seinen Jahreszielen fest. CEO Sagel bestätigte einen erwarteten Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Beim bereinigten EBIT wird weiterhin eine Spanne von 255 bis 285 Millionen Euro angepeilt, wobei Sagel die obere Hälfte dieser Bandbreite in den Fokus stellt.

Unterstützung kommt von Analystenseite. Deutsche Bank Research erhöhte nach dem Call das Kursziel leicht auf 73 Euro und bestätigte die Einstufung „Buy“. Analyst Christophe Menard geht davon aus, dass der Auftragseingang künftig höher ausfallen wird als bislang modelliert.

Exportstopp zwingt zu strategischer Neuausrichtung

Gegenwind entsteht durch politische Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung hat bestimmte Rüstungsexporte nach Israel ausgesetzt. Davon betroffen sind auch Getriebesysteme für Merkava- und Namer-Panzer, die Renk aktuell nicht liefern kann. Das Unternehmen beziffert das Risiko für das laufende Jahr auf 80 bis 100 Millionen Euro Umsatz.

Die Reaktion fällt strategisch aus: Das Werk in Muskegon, Michigan, soll die Produktion der betroffenen Systeme übernehmen. Bis 2030 plant Renk Investitionen in Höhe von 150 Millionen Dollar in den US-Standort. Zukünftige Aufträge sollen über das US Foreign Military Sales-Programm abgewickelt werden und damit außerhalb der deutschen Exportkontrolle liegen.

Milliardeninvestitionen und langfristige Absicherung

Parallel treibt Renk den Ausbau seiner Kapazitäten in Europa voran. Bis 2028 sollen 325 Millionen Euro in deutsche Standorte fließen. Das Stammwerk in Augsburg wird seine Getriebeproduktion verdreifachen, während in Polen ein Wartungszentrum für die NATO-Ostflanke entsteht.

Zusätzliche Planungssicherheit bietet ein neuer NATO-Rahmenvertrag, der Erlöse bis 2033 absichert. Bereits heute deckt der feste Auftragsbestand mehr als 90 Prozent des geplanten Jahresumsatzes ab. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, den Anteil margenstarker After-Sales-Services von derzeit 36 Prozent auf über 50 Prozent zu steigern.

Auch die Aktionäre sollen profitieren: Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vorgeschlagen, was einem Anstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Hauptversammlung am 10. Juni 2026 entscheidet über die Ausschüttung, während die vollständigen Quartalszahlen am 6. Mai erwartet werden.

Bn-Redaktion/aw
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