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Rüstungs-Boom

Rheinmetall mit neuem Großauftrag 29.10.2026, 11:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild Rheinmetall
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Neuer Schakal-Auftrag

Von den 69 zusätzlichen Fahrzeugen gehen 35 an die Bundeswehr und 34 an die niederländischen Streitkräfte. Damit steigt die Zahl der bestellten Schakal-Radschützenpanzer auf insgesamt 291.

Für Rheinmetall bedeutet der Auftrag vor allem eines: zusätzliche Planungssicherheit über mehrere Jahre. Die Auslieferung der jetzt bestellten Fahrzeuge ist nach aktueller Planung zwischen Mai 2032 und November 2033 vorgesehen.

Boxer trifft Puma

Der Schakal verbindet das Fahrgestell des Radpanzers Boxer mit dem Turm des Schützenpanzers Puma. Zum Waffensystem gehören unter anderem die von Rheinmetall gefertigte 30-Millimeter-Maschinenkanone und der Panzerabwehrlenkflugkörper MELLS.

Das Fahrzeug ist für die sogenannten Mittleren Kräfte vorgesehen und soll hohe Mobilität mit Schutz und Feuerkraft verbinden. Durch die gemeinsame Basis mit der Boxer-Familie ergeben sich zudem Vorteile bei Ausbildung und Logistik.

Großauftrag als Signal

Der neue Auftrag zeigt erneut, wie stark die Nachfrage nach militärischer Ausrüstung derzeit ist. Für Rheinmetall ist das besonders relevant, weil der Konzern seine Produktionskapazitäten weiter ausbaut und gleichzeitig von steigenden europäischen Verteidigungsausgaben profitiert.

Auch weitere Großprojekte könnten für Fantasie sorgen. Im Fokus steht dabei unter anderem das geplante Boxer-Großprogramm „Arminius“. Rheinmetall hat nach eigenen Angaben für eine mögliche Beauftragung eine beschleunigte Lieferung optional bestellter Fahrzeuge zugesichert.

Jetzt kommen die Quartalszahlen

Noch wichtiger für die kurzfristige Kursentwicklung dürften allerdings die Zahlen zum dritten Quartal werden. Am 5. November muss Rheinmetall zeigen, ob sich die hohe Nachfrage bereits entsprechend in Umsatz, Gewinn und Cashflow niederschlägt.

Morningstar erwartet insbesondere bei Munition und Luftabwehrsystemen ein kräftiges Wachstum. Auch die zunehmende Digitalisierung im militärischen Bereich dürfte zum Umsatz beitragen. Beim Fahrzeuggeschäft könnte sich das Wachstum dagegen nach dem starken Vorquartal etwas abschwächen.

Margen im Blick

Bei der Profitabilität rechnen die Analysten mit einem stärkeren Anstieg des operativen Ergebnisses als beim Umsatz. Höhere Produktionsmengen und eine bessere Auslastung sollen helfen.

Allerdings könnten Kosten für den XM30-Prototyp sowie das margenschwächere Marinegeschäft den Margenanstieg bremsen. Auch der freie Cashflow dürfte genau beobachtet werden, da Rheinmetall weiter kräftig in neue Produktionskapazitäten investiert.

Aktie wieder über 1.000 Euro

Die Rheinmetall-Aktie notiert aktuell bei rund 1.039 Euro und liegt damit gut 3 Prozent im Plus. Nach der jüngsten Schwächephase rückt damit erneut die Marke von 1.000 Euro in den Fokus.

Der neue Schakal-Auftrag liefert zwar einen positiven Nachrichtenimpuls. Entscheidend wird aber, ob die Quartalszahlen am 5. November diesen Rückenwind bestätigen.

Kommt jetzt der nächste Schub?

Rheinmetall steht damit vor einer spannenden Woche. Der neue Großauftrag zeigt, dass die Nachfrage nach Rüstungsgütern weiter hoch ist. Nun muss der Konzern beweisen, dass sich dieser Auftragsboom auch in steigenden Gewinnen und einem stärkeren Cashflow niederschlägt.

Für die Aktie könnte genau das zum nächsten entscheidenden Signal werden: Reicht der neue Großauftrag bereits für den nächsten Schub – oder müssen Anleger erst die Quartalszahlen abwarten?

Bn-Redaktion/js
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