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SAP-Aktie fällt

UBS sieht Probleme beim KI-Tempo 26.08.2026, 20:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© SAP/TLeonhardi
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SAP 182,96 EUR -1,16 % Lang & Schwarz

SAP verliert rund 4 Prozent

Die SAP-Aktie fiel am Mittwoch zeitweise auf 177,05 Euro und damit mehr als 4 % gegenüber dem Vortagesschluss von 185,46 Euro. Damit gehörte SAP zu den schwächsten DAX-Werten des Tages. Gleichzeitig notiert das Papier inzwischen rund 26 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 241,53 Euro. Die deutliche Kursreaktion zeigt, wie sensibel Anleger derzeit auf Zweifel an der weiteren Wachstumsstory reagieren.

UBS streicht die Kaufempfehlung

Für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgte eine neue Einschätzung von UBS. Die Analysten stuften SAP von „Buy“ auf „Neutral“ ab. Gleichzeitig wurde das Kursziel von 164 Euro auf 201 Euro angehoben. Im Zentrum der Kritik steht die Umsetzung der KI-Strategie. Nach Einschätzung der Analysten liegt SAP bei der Bereitstellung einsatzbereiter KI-Agenten hinter den Erwartungen zurück, die zuvor auf der Sapphire-Konferenz geweckt worden waren.

KI-Angebot bleibt hinter Erwartungen

UBS verweist darauf, dass derzeit lediglich 17 sofort einsetzbare KI-Agenten verfügbar seien und weniger als 20 weitere entwickelt würden. Das könnte aus Sicht der Analysten problematisch werden, wenn Kunden schneller konkrete KI-Anwendungen erwarten. Gleichzeitig rechnet UBS damit, dass das währungsbereinigte Wachstum des Current Cloud Backlog bis zum Jahresende von 26 % im Juni auf 24 % zurückgehen könnte.

Cloud-Geschäft bleibt stark

Operativ zeigt SAP weiterhin deutliches Wachstum. Im zweiten Quartal stieg der Current Cloud Backlog um 27 % auf 22,9 Milliarden Euro, währungsbereinigt waren es 26 %. Die Clouderlöse legten um 22 % zu und währungsbereinigt um 24 %. Die Erlöse der Cloud ERP Suite stiegen sogar um 25 %. Der Gesamtumsatz verbesserte sich um 9 %, während das IFRS-Betriebsergebnis um 8 % zulegte.

Hohe Erwartungen werden zum Risiko

Für 2026 erwartet SAP weiterhin Clouderlöse von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro und einen freien Cashflow von rund 10 Milliarden Euro. Beim Non-IFRS-Betriebsergebnis liegt die Prognose nun bei 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro. Die aktuelle Kursreaktion zeigt jedoch, dass starke operative Zahlen allein nicht mehr ausreichen. Entscheidend dürfte werden, ob SAP seine KI-Strategie schneller in konkrete Produkte und zusätzliche Umsätze übersetzen kann.

Bn-Redaktion/tb
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