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SAP im freien Fall

Warum der Rückkauf verpufft 25.03.2026, 16:32 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP
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Rückkaufprogramm ohne Wirkung: Warum der Kurs weiter fällt

Ein Aktienrückkauf im Volumen von zehn Milliarden Euro gilt als klares Signal für Vertrauen in die eigene Bewertung — doch bei SAP bleibt der erhoffte Effekt bislang aus. Trotz eines der größten Programme in der DAX-Geschichte markiert die Aktie ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 27 Prozent, was die anhaltende Schwäche eindrucksvoll unterstreicht.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor kam zuletzt von JPMorgan. Die US-Investmentbank stufte SAP Ende März von "Overweight" auf "Neutral" herab. Eine zwischenzeitliche Erholung bis auf knapp 162 Euro wurde damit schnell wieder abgewürgt. Aktuell notiert die Aktie rund 30 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — ein deutlicher Hinweis auf die ausgeprägte Abwärtsdynamik.

Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch juristische Risiken: Eine US-Anwaltskanzlei prüft derzeit eine Sammelklage wegen möglichen Wertpapierbetrugs. Im Fokus steht ein Kurseinbruch aus dem Herbst 2024. Damals wurde bekannt, dass das US-Justizministerium bereits seit 2022 gegen SAP ermittelt — mit dem Vorwurf, Behörden systematisch überhöhte Preise berechnet zu haben.

Zwischen Rechtsfrieden und Transformation: SAP im Umbau

Parallel zu diesen Belastungsfaktoren hat SAP jedoch einen langjährigen Unsicherheitsherd beseitigt. Mitte Februar wurde der Rechtsstreit mit Teradata durch einen Vergleich über 480 Millionen US-Dollar beigelegt. Ein Geschworenenprozess, der ursprünglich für Ende März angesetzt war, konnte damit vermieden werden.

Operativ präsentiert sich das Unternehmen weiterhin stabil. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete SAP einen Umsatz von 36,8 Milliarden Euro. Analysten rechnen für das laufende Jahr mit einem Anstieg auf etwa 40,6 Milliarden Euro. Besonders im Fokus steht das Cloud-Geschäft: Hier wird ein währungsbereinigtes Wachstum von 23 bis 25 Prozent erwartet.

Darüber hinaus steht ein grundlegender Umbau des Geschäftsmodells bevor. Ab Juli 2026 plant SAP, das klassische Abonnementmodell für KI-Dienste durch eine verbrauchsbasierte Abrechnung zu ersetzen. Dieser Schritt könnte die Monetarisierung flexibler gestalten, bringt jedoch auch neue Unsicherheiten in der Übergangsphase mit sich.

Optimistische Analysten trotz Kursschwäche

Bemerkenswert ist die weiterhin konstruktive Haltung der Analysten. Rund 71 Prozent der 35 beobachtenden Experten sprechen eine Kaufempfehlung aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 243,50 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau. Institutionen wie die Bank of America sehen insbesondere Kurse unterhalb von 180 bis 200 Euro als niedrig bewertet an.

Der nächste entscheidende Impuls steht bereits bevor: Am 23. April veröffentlicht SAP seine Zahlen für das erste Quartal. Im Mittelpunkt wird stehen, ob die Wachstumsdynamik im Cloud- und KI-Segment die Erwartungen erfüllt. Gleichzeitig dürfte sich zeigen, ob das milliardenschwere Rückkaufprogramm künftig stärker als stabilisierender Faktor wirken kann — oder ob externe Belastungen weiterhin dominieren.

Bn-Redaktion/aw
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