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SAP wächst weiter

Währungseffekte bremsen nur kurz 24.10.2025, 14:52 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP wächst weiter: Währungseffekte bremsen nur kurz
© Bild von SAP Stock Footage and Photos
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SAP 155,72 EUR -0,32 % Lang & Schwarz

Solide Zahlen mit leichtem Währungseinfluss

Im dritten Quartal 2025 erzielte SAP einen Gesamtumsatz von 8,06 Milliarden Euro, ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr.
Das Cloudgeschäft, das inzwischen 44 % des Gesamtumsatzes ausmacht, legte sogar um 23 % auf 3,55 Milliarden Euro zu. Besonders stark performte das Angebot "RISE with SAP", das weltweit neue Großkunden aus den Bereichen Finanzdienstleistungen und Industrie gewinnen konnte.

Das operative Ergebnis stieg auf 2,33 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 6 %, während der Nettogewinn aufgrund negativer Währungseffekte auf 1,64 Milliarden Euro zurückging – rund 3 % weniger als im Vorjahr.
CEO Christian Klein betonte, dass die operative Profitabilität trotz Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) und den Ausbau der Cloud-Plattform „über den Erwartungen“ liege.

Cloud bleibt Wachstumstreiber

Mit dem starken Fokus auf Cloudlösungen hat SAP seine Abhängigkeit vom klassischen Lizenzgeschäft weiter reduziert. Dieses Segment schrumpfte planmäßig um 7 % auf 1,1 Milliarden Euro, während wiederkehrende Umsätze aus Abonnements stetig zulegen.
Laut Morningstar-Analyst James Miller liegt hierin „die Stärke des neuen SAP-Modells“: stabiler Cashflow, hohe Kundentreue und steigende Margen.

Auch die strategische Partnerschaft mit dem US-Finanzministerium zur Integration von SAP-Lösungen in den QSMO Marketplace wurde positiv aufgenommen. Sie unterstreicht SAPs Position als globaler Standardanbieter für Unternehmenssoftware – auch außerhalb Europas.

Ein weiterer Schritt in Richtung Innovation: Die Eröffnung eines neuen SAP AppHaus in Miami durch Partner LeverX, das als Innovationszentrum für KI-basierte Unternehmensanwendungen dienen soll.

Analysten gespalten zwischen Euphorie und Vorsicht

Während Barclays das Kursziel zuletzt auf 348 EUR anhob und von einem „anhaltenden Cloudmomentum“ spricht, zeigt sich Berenberg etwas vorsichtiger.
Die deutsche Privatbank senkte ihr Kursziel auf 280 EUR, da die starke US-Dollar-Abhängigkeit kurzfristig das Gewinnwachstum dämpfen könnte.
Langfristig bleibt der Tenor jedoch positiv: SAP gilt als unterbewertet im Vergleich zu US-Wettbewerbern wie Oracle oder Salesforce – und überzeugt durch stetig steigende Margen im Servicebereich.

Mit einem erwarteten Jahresgewinn von 6,5 Milliarden Euro und einem KGV von rund 25 bewegt sich SAP auf einem gesunden Bewertungsniveau. Der freie Cashflow liegt bei beeindruckenden 7,1 Milliarden Euro, was eine solide Basis für künftige Investitionen und Dividendensteigerungen bildet.

Community-Stimmung

Im Börsennews-Forum herrscht überwiegend Zuversicht.
Ein Nutzer schreibt: „SAP liefert wie ein Uhrwerk – kein Hype, aber konstant stark.“
Ein anderer meint: „KI ist die nächste Chance, aber Cloud bleibt die Goldgrube.“
Einige warnen vor kurzfristigen Rücksetzern durch den starken Euro, doch der Tenor ist klar:
Langfristige Anleger bleiben überzeugt, dass SAP auf stabilem Wachstumspfad ist.

Fazit

Mit einem Kurs von 239 EUR steht SAP auf solidem Fundament.
Das Cloudgeschäft floriert, die KI-Strategie nimmt Gestalt an, und die Profitabilität steigt trotz Investitionsdruck.
Kurzfristige Währungsschwankungen oder Kurskonsolidierungen ändern nichts daran, dass SAP einer der wertstabilsten europäischen Technologietitel bleibt.
Wer auf nachhaltiges Wachstum statt kurzfristige Spekulation setzt, dürfte hier weiterhin richtig liegen.

Bn-Redaktion/pl
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