Thyssenkrupp

Handelskrieg eskaliert – Anleger zittern 02.06.2025, 15:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Stahl
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Verdopplung der US-Zölle auf Stahl und Aluminium

US-Präsident Donald Trump zündet die nächste Eskalationsstufe im globalen Handelsstreit. Ab dem 4. Juni sollen die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte von bislang 25 Prozent auf satte 50 Prozent verdoppelt werden. „Es vergeht einfach kaum ein Tag ohne eine neue Zoll-Nachricht aus dem Weißen Haus“, kommentiert Thomas Altmann von QC Partners. Er warnt: „Solange das so bleibt, wird die Nervosität an den Märkten hoch bleiben.“

Für Anleger bedeutet das: Die Unsicherheit an den Börsen steigt, insbesondere in der Stahl- und Metallbranche. Schon jetzt reagieren die Märkte empfindlich – die Aktie von Thyssenkrupp startet die Woche im Minus.

EU empört: Brüssel droht mit Gegenmaßnahmen

Die Europäische Union zeigt sich entsetzt über Trumps Zollpolitik. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte in Brüssel, man „bedauere die angekündigte Erhöhung der US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte von 25 auf 50 Prozent zutiefst.“ Diese Maßnahme untergrabe laufende Verhandlungsbemühungen, schaffe zusätzliche Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und belaste Verbraucher wie Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks.

Die EU steht allerdings nicht untätig daneben: Brüssel kündigte an, dass bereits vor dem ursprünglich festgelegten Termin am 14. Juli Gegenzölle greifen könnten. Schon im April hatte die EU Gegenmaßnahmen vorbereitet, die jedoch vorerst auf Eis gelegt wurden, nachdem Washington eine 90-tägige Aussetzung bestimmter Zölle angeboten hatte. Nun könnte Brüssel diese Pläne schnell wieder aus der Schublade holen.

Thyssenkrupp im Doppelstress: Zollkrise trifft auf Jobabbau

Für Thyssenkrupp kommen die schlechten Nachrichten zur Unzeit. Parallel zur internationalen Zollkrise steckt Deutschlands größter Stahlkonzern mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Personalvorstand Dirk Schulte bestätigte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, dass der bereits angekündigte Abbau von 11.000 Stellen durchgezogen wird: „Die Zahl 11.000 steht.“ Der Sozialplan soll bald mit der IG Metall verhandelt werden. „Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, die Menschen in einen neuen Job zu bringen“, so Schulte.

Die Gewerkschaft hat sich schon 2024 kämpferisch gezeigt und „erbitterten Widerstand“ angekündigt. Voraussetzung für Gespräche bleibt, dass betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen ausgeschlossen sowie die Finanzierung des Unternehmens gesichert sind. Doch angesichts des eskalierenden Handelsstreits mit den USA bleibt völlig offen, ob diese Bedingungen erfüllt werden können – und wie sich die internationalen Turbulenzen auf den ohnehin schon geschwächten Stahlriesen auswirken.

Bn-Redaktion/aw
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