Thyssenkrupp stoppt Werksschließung

Hoffnung für Kreuztal 07.05.2025, 17:53 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Stahlfabrik
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Unerwartete Kehrtwende: Hoffnungsschimmer für das Siegerland-Werk

Im andauernden Streit zwischen IG Metall und Thyssenkrupp Steel bahnt sich eine Wende an: Der Stahlkonzern und die Gewerkschaft haben sich auf eine Grundsatzvereinbarung geeinigt, die den Rahmen für die anstehende Restrukturierung vorgibt. Verhandlungsziel ist ein umfassender Tarifvertrag bis zum Sommer – ein entscheidender Schritt in einem der größten Umbrüche der deutschen Stahlindustrie.

Besonders für die rund 500 Beschäftigten des Werks in Kreuztal-Eichen im Siegerland gibt es neue Hoffnung. Die geplante Werksschließung wurde vorerst auf Eis gelegt. Beide Parteien verfolgen nun das gemeinsame Ziel, die Schließung dauerhaft zu vermeiden. Ein Konzept zur wirtschaftlichen Neuausrichtung des Standorts soll entwickelt werden. Diese Annäherung bedeutet allerdings keinen kompletten Rückzug vom Abbau – die Reduktion von Stellen bleibt Teil der Strategie, jedoch sollen betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermieden werden.

Radikaler Stellenabbau geplant – Management bleibt hart

Trotz der jüngsten Einigung bleibt das Ausmaß der geplanten Schrumpfkur gewaltig: Das Management plant, die Zahl der Arbeitsplätze von derzeit rund 27.000 auf nur noch 16.000 zu senken – ein Verlust von etwa 11.000 Jobs innerhalb von sechs Jahren. Diese Maßnahme soll über Stellenstreichungen, Standortverlagerungen und Verkäufe realisiert werden.

Der Druck ist enorm: Bereits im Geschäftsjahr 2023/24 verzeichnete Thyssenkrupp Steel einen operativen Verlust (EBIT) von 770 Millionen Euro. Auch die Produktionsauslastung bleibt hinter den Möglichkeiten zurück – statt der theoretisch möglichen 11,5 Millionen Tonnen Stahl sollen künftig nur noch 8,7 bis 9 Millionen Tonnen pro Jahr produziert werden. Der drastische Kapazitätsabbau ist laut Konzern notwendig, um auf die schwache Nachfrage zu reagieren und die Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen.

Grüne Transformation als Hoffnungsträger – Verhandlungen starten

Trotz aller Kürzungen hält der Konzern an einem zentralen Zukunftsprojekt fest: der klimafreundlichen Direktreduktionsanlage. Dieses Vorhaben bleibt Herzstück der geplanten grünen Transformation und könnte neue Perspektiven eröffnen – auch für gefährdete Standorte.

Marie Jaroni, Vorständin von Thyssenkrupp Steel, sprach von einem „strategisch wichtigen Schritt“ und betonte die Dringlichkeit der Umsetzung: „Wir haben keine Zeit zu verlieren.“ Auch IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler äußerte sich optimistisch: Die Vereinbarung biete „eine richtig gute Chance“ für das Werk in Kreuztal-Eichen. Die Verhandlungen über einen Tarifvertrag sollen jetzt zügig starten – mit dem Ziel, Beschäftigung, Standorte und Investitionen langfristig zu sichern.

Bn-Redaktion/aw
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