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TUI-Aktie unter Druck

Gewinne brechen ein - doch diese Buchungszahlen machen Hoffnung 12.08.2026, 12:06 Uhr Jetzt kommentieren: 0

TUI-Aktie unter Druck: Gewinne brechen ein - doch diese Buchungszahlen machen Hoffnung
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TUI 7,287 EUR -1,26 % Lang & Schwarz

Besonders belastet wurde das Geschäft mit Reiseveranstaltern und Airlines. Das bereinigte EBIT fiel hier von plus 50 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 17 Millionen Euro. Höhere Treibstoffkosten, die Folgen des Iran-Kriegs und kurzfristigere Buchungen machten sich bemerkbar. TUI-Chef Sebastian Ebel betonte dennoch die grundsätzlich stabile Reiselust: „2026 ist kein normales Jahr.“ Die Nachfrage nach Reisen bleibe bestehen, Kunden entschieden sich jedoch später.

Sommerbuchungen liefern überraschendes Signal

Für die Sommersaison liegt der gebuchte Umsatz insgesamt noch sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die jüngste Entwicklung fällt allerdings deutlich besser aus: In den vergangenen vier Wochen lagen die gebuchten Umsätze sieben Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt verzeichnet TUI bislang 12,2 Millionen Sommerbuchungen.

Unter dem Strich sank der auf die TUI-Aktionäre entfallende Konzerngewinn von 183 auf 82 Millionen Euro. Der Iran-Krieg und der Hurrikan auf Jamaika belasteten das bereinigte EBIT in den ersten neun Monaten zusammen mit 81 Millionen Euro. Ohne diese Effekte hätte das operative Ergebnis über dem Vorjahresniveau gelegen.

Gleichzeitig erhöhte sich die Nettoverschuldung binnen eines Jahres von 1,91 auf 2,35 Milliarden Euro. TUI begründet dies vor allem mit niedrigeren Kundenvorauszahlungen infolge der späteren Reisebuchungen. Dennoch bestätigt der Konzern seine Gewinnprognose: Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr wird weiterhin ein bereinigtes EBIT von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro erwartet. Die Umsatzprognose bleibt ausgesetzt.

TUI-Aktie spaltet die Börsennews-Community

Für Aktionäre gewinnt zudem die Dividende wieder an Bedeutung. Für 2025 zahlte TUI erstmals seit mehreren Jahren wieder 0,10 Euro je Aktie. Ab dem Geschäftsjahr 2026 sollen grundsätzlich 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns je Aktie ausgeschüttet werden. Eine konkrete Dividende für 2026 steht allerdings noch nicht fest.

In der Börsennews-Community wird die TUI-Aktie derweil intensiv und kontrovers diskutiert. Optimistisch gestimmte Nutzer verweisen vor allem auf die aus ihrer Sicht niedrige Bewertung. Ein KGV von rund 7 sowie positive Analysteneinschätzungen nähren die Hoffnung auf eine Neubewertung. Besonders ein diskutiertes Kursziel von 12,50 Euro fällt gegenüber Kursen von etwa 7,10 bis 7,35 Euro ins Auge. Einige Community-Mitglieder betrachten Kursrücksetzer deshalb als mögliche Nachkaufgelegenheit.

Dem stehen skeptische Stimmen gegenüber. Sie richten den Blick auf die gestiegene Nettoverschuldung, geopolitische Risiken, höhere Treibstoffkosten und die schwankungsanfällige Kursentwicklung. In den Diskussionen werden bei anhaltender Schwäche auch Kurse in Richtung der 6-Euro-Marke für möglich gehalten. Für Frust sorgt bei einigen Nutzern zudem, dass positive operative Nachrichten bislang häufig keine nachhaltige Aufwärtsbewegung der TUI-Aktie ausgelöst haben.

Die Diskussion auf Börsennews zeigt damit eine klare Spannung zwischen Bewertung und Risiken: Während langfristig orientierte Nutzer in TUI weiterhin eine mögliche Value- und Rebound-Chance sehen, konzentrieren sich skeptische Anleger stärker auf Schulden, externe Belastungen und die fehlende Kursdynamik. Der jüngste Anstieg der Sommerbuchungen dürfte deshalb besonders aufmerksam verfolgt werden – denn genau hier könnte sich entscheiden, welche Seite in der Community neue Argumente bekommt.

Bn-Redaktion/sb
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