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Ubisoft schockt Anleger

Aktie stürzt über 30 % ab! 22.01.2026, 17:31 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Ubisoft
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UBISOFT Entertainment 4,381 EUR -23,74 % TTMzero RT

Historischer Kursrutsch nach radikalem Umbau

Der französische Spieleentwickler Ubisoft erlebt einen der dramatischsten Börsentage seiner Geschichte. Am Donnerstag verlor die Aktie in Paris über 32 Prozent an Wert und fiel auf 4,49 Euro – der größte Tagesverlust seit dem Börsengang im Jahr 1996. Auch auf Tradegate sank das Papier zeitweise um mehr als 22 Prozent.

Grund für den beispiellosen Absturz ist eine weitreichende Neuausrichtung, die Ubisoft am späten Mittwochabend angekündigt hat. Sie bringt tiefgreifende Einschnitte mit sich: Sechs Spieleprojekte werden komplett gestrichen, darunter das lang erwartete Remake von Prince of Persia: The Sands of Time. Weitere sieben Titel sollen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Auch ein Mobile-Projekt wurde eingestellt. Die Botschaft ist klar: Ubisoft will sich neu erfinden – doch der Preis dafür ist hoch.

Eine Milliarde Euro Verlust – und ein drastischer Sparkurs

Die wirtschaftlichen Folgen der Umstrukturierung sind erheblich. Für das Geschäftsjahr 2025/26 rechnet Ubisoft mit einem operativen Verlust von rund einer Milliarde Euro. Der Nettoumsatz wird voraussichtlich bei lediglich 1,5 Milliarden Euro liegen, was einen Rückgang der Bruttomarge um 330 Millionen Euro gegenüber früheren Prognosen bedeutet.

Laut Bernstein-Analysten handelt es sich um eine „verheerende Gewinnwarnung in einer langen Reihe katastrophaler Fehlentwicklungen“. Schon seit Jahren kämpft das Unternehmen mit verschobenen Releases, schwachen Verkaufszahlen und mangelndem Fokus im Produktportfolio.

Auch der Free Cashflow fällt negativ aus – erwartet werden minus 400 bis minus 500 Millionen Euro. Um gegenzusteuern, kündigte Ubisoft die Schließung mehrerer Entwicklungsstandorte an: Halifax und Stockholm sind bereits betroffen, weitere Einschnitte treffen Abu Dhabi, RedLynx und Massive.

Zusätzlich wird ein umfassendes Sparprogramm umgesetzt: 200 Millionen Euro sollen in den nächsten zwei Jahren eingespart werden. Bis März 2028 sollen die Fixkosten um 500 Millionen Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 reduziert werden – von ehemals 1,75 Milliarden Euro auf nur noch 1,25 Milliarden Euro.

Von Chaos zu Struktur: Ubisoft formiert fünf „Creative Houses“

Als zentrale Neuerung stellt CEO Yves Guillemot ein neues Organisationsmodell vor: Ubisoft will künftig in fünf spezialisierte „Creative Houses“ arbeiten, die jeweils für bestimmte Genres oder Marken verantwortlich sind. Beispielsweise übernimmt das neue Vantage Studios-Team die großen Franchise-Titel wie Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six. Ein anderes House soll sich gezielt auf Shooter-Erlebnisse wie The Division und Ghost Recon konzentrieren.

Guillemot spricht von einem „entscheidenden Wendepunkt“ in der Geschichte des Unternehmens. Ziel sei es, fokussierter, effizienter und qualitativ hochwertiger zu produzieren. Erste positive Signale gibt es zumindest im laufenden Geschäft: Für das dritte Quartal 2025/26 meldete Ubisoft Net Bookings von rund 330 Millionen Euro – getragen durch Lizenzpartnerschaften und einen robusten Backkatalog.

Trotzdem bleibt der Vertrauensvorschuss an der Börse begrenzt. Investoren haben in den letzten Jahren zahlreiche Ankündigungen erlebt – und ebenso viele Rückschläge. In einem zunehmend selektiven Markt für AAA-Spiele steht Ubisoft unter Druck, verlorenes Vertrauen durch Ergebnisse zurückzugewinnen.

Bn-Redaktion/aw
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