Unglaublicher Tech-Boom

Europa wird zum AI-Gewinner 15.01.2026, 11:59 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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ASML Holding 1.151,50 EUR +6,19 % Lang & Schwarz

Historischer Kurssprung dank starker Prognose aus Taiwan

ASML hat als drittes europäisches Unternehmen überhaupt die Schwelle von 500 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung überschritten. Der Kurssprung von 7,6 % am Donnerstag – ein Allzeithoch – wurde durch die überraschend optimistische Investitionsprognose von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) für das Jahr 2026 ausgelöst. Mit einem erwarteten Investitionsvolumen von bis zu 56 Milliarden US-Dollar profitiert TSMC direkt vom weltweiten AI-Boom – und ASML als entscheidender Ausrüster gleich mit. Der Marktwert von ASML liegt aktuell bei etwa 453 Milliarden Euro (527 Milliarden US-Dollar), nur LVMH und Novo Nordisk haben diese Marke zuvor in Europa erreicht.

ASML als Schlüsselfaktor der globalen AI-Infrastruktur

Barclays-Stratege Emmanuel Cau betont: „Der Meilenstein hat starke Signalwirkung für den Gesamtmarkt.“ Für europäische Anleger sei ASML eine zentrale Möglichkeit, am globalen AI-Trend teilzuhaben. Die Niederländer sind als weltweit einziger Hersteller von hochmodernen Lithografiemaschinen unverzichtbar für TSMC, Nvidia und Apple. Ihr Marktanteil in diesem Premiumsegment: 100 %. Während Nvidia und Alphabet jeweils über vier Billionen Dollar Marktwert verfügen, bleibt ASML dennoch Europas wertvollstes Technologieunternehmen.

AI-Wachstum treibt Umsatz – aber Risiko bleibt

Der weltweite Chipmarkt soll 2026 laut World Semiconductor Trade Statistics um 25 % auf 975 Milliarden US-Dollar wachsen. ASML profitiert davon direkt: Für 2026 erwartet das Unternehmen 15 % Umsatzwachstum auf 32,5 Milliarden Euro sowie 27 % Gewinnplus auf 9,6 Milliarden Euro. Doch die Euphorie ist nicht ohne Risiko: Nvidia hat zuletzt rund 700 Milliarden Dollar an Marktwert verloren – die Zweifel am wirtschaftlichen Nutzen der massiven AI-Investitionen wachsen.

Neuer Technologiestandard soll unter 2-Nanometer bringen

ASML steht vor dem nächsten Technologiesprung: der Umstieg auf High-NA-EUV-Lithografie. Diese soll Strukturen unterhalb von zwei Nanometern ermöglichen. Intel testet bereits die neue Maschinengeneration, Serienfertigung wird für 2027/2028 erwartet. Gleichzeitig beginnt ASML mit der Forschung an einer noch weiter entwickelten Hyper-NA-Technologie.

Globale Expansion und politische Herausforderungen

Während der AI-Boom für volle Auftragsbücher sorgt, bleibt die geopolitische Lage angespannt. China war 2025 größter Absatzmarkt für ASML, doch EUV- und fortschrittlichste DUV-Maschinen dürfen dorthin nicht exportiert werden. Die dort verkauften Geräte sind acht Generationen älter. Fouquet dazu: „China wird sich nicht damit abfinden, von Technologie abgeschnitten zu werden.“

ASMLs Alleinstellung durch Jahrzehnte der Risiko-Innovation

Bereits in den 1990ern setzte ASML auf die heute dominierende EUV-Technologie – ein extrem kostspieliger und risikoreicher Schritt, den einst selbst Partner aus Japan aufgaben. Erst mit massiver Unterstützung von TSMC, Intel und Samsung gelang der Durchbruch. Heute hält ASML einen Marktanteil von 90 % bei Lithografiesystemen.

Kundenbindung durch enge Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit Kunden wie Intel oder TSMC ist intensiv: Testläufe der neuesten Maschinen dauern Monate, begleitet von Dutzenden ASML-Ingenieuren vor Ort. Ziel: höchste Ausbeute bei der Chipproduktion. Verträge sichern dabei oft eine Verfügbarkeit von über 90 %. ASMLs Maschinen sind nicht nur technologisch einzigartig – auch die Service-Infrastruktur ist branchenführend.

Marktstellung bleibt unangetastet – zumindest vorerst

Trotz einzelner Wettbewerber – wie dem chinesischen SMEE oder dem US-Startup Substrate – ist ASMLs Vorsprung technologisch, infrastrukturell und partnerschaftlich abgesichert. JPMorgan hat die Aktie jüngst zum Top-Pick im Sektor gekürt und erwartet für 2027 ein Umsatzwachstum von 29 %. Fouquet selbst bleibt realistisch: „Das gesamte Ökosystem ist extrem abhängig. Es geht nicht nur um Lithografie – sondern wie unsere Lithografie in den gesamten Prozess integriert ist.“

Bn-Redaktion/ts
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