Volkswagen riskiert alles

Luxusmarke Porsche stürzt 16.01.2026, 12:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Porsche
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Porsche stürzt ab – China zeigt sich gnadenlos

Volkswagen setzt auf Angriff, doch das Terrain ist heikel: Mitten in einer Absatzkrise der Tochtermarke Porsche wagt der Konzern einen neuen Vorstoß in China. Zusammen mit dem langjährigen Partner FAW bringt VW die Marke Jetta offiziell auf den Markt – inklusive eines ersten Elektromodells im dritten Quartal 2026, das ab Q4 in den Verkauf gehen soll.

Der Zeitpunkt könnte kaum kritischer sein: Porsche hat 2025 in China einen dramatischen Absatzrückgang von 26 Prozent verzeichnet – auf nur noch 41.900 Fahrzeuge. Zum Vergleich: Noch 2021 waren es fast 95.700. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge mit rückläufigen Verkaufszahlen. Als Ursachen gelten die schwächelnde Nachfrage im Luxussegment und ein zunehmend erbarmungsloser Preiskampf im E-Auto-Markt.

Zahlen unter Druck – Strategie unter Beobachtung

Porsches Probleme sind kein rein chinesisches Phänomen: In Deutschland sanken die Auslieferungen 2025 um 16 Prozent, im restlichen Europa um 13 Prozent. Nur in Nordamerika hielt sich der Absatz mit 86.200 Fahrzeugen stabil. In Summe verkaufte Porsche 2025 279.400 Autos – ein Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und fast die Hälfte dieses Minus stammt aus China.

Trotz der enttäuschenden Zahlen gibt sich Porsche-Vertriebsvorstand Matthias Becker gelassen. Die Entwicklung sei im Rahmen der Erwartungen. Doch auch modellseitig gibt es Fragezeichen: Mit dem Auslaufen von 718 und dem Verbrenner-Macan entstehen Lücken im Portfolio. Der elektrische Nachfolger von Cayman und Boxster verzögert sich, ebenso ein neuer Macan mit Verbrennungsmotor.

Vor diesem Hintergrund wirkt VWs Vorstoß mit Jetta besonders mutig – oder riskant. Denn die Wolfsburger gehen ausgerechnet in den umkämpftesten Markt für Elektrofahrzeuge, während eine Premium-Tochter gleichzeitig Marktanteile verliert.

Milliarden im Spiel: VW prüft Everllence-Deal

Doch der Konzern denkt nicht nur an Expansion. Auch Konzentration auf das Kerngeschäft steht auf der Agenda. Ein potenzielles Milliardenprojekt deutet sich beim Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an der Dieselsparte Everllence an. Mehrere Finanzinvestoren zeigen starkes Interesse, und die Bewertung der Sparte soll entsprechend hoch ausfallen.

Der mögliche Verkauf könnte Teil des umfassenden Spar- und Umbauprogramms von VW sein, das der Konzern angesichts der verschärften globalen Wettbewerbsbedingungen vorantreibt. Während neue Märkte mit mutigen Projekten wie Jetta erschlossen werden, wird zugleich geprüft, wie weniger profitable Segmente abgestoßen werden können.

Die parallele Entwicklung von Marktoffensive und Portfolio-Straffung zeigt: Volkswagen stellt sich neu auf – und geht dabei bewusst Risiken ein. Der chinesische Markt, der einst als Wachstumsversprechen galt, wird nun zur Bewährungsprobe für Strategie und Durchhaltevermögen.

Bn-Redaktion/aw
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