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Berliner Mieten sorgen für Rekordjahr 11.11.2025, 13:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Berlin
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Rasanter Turnaround nach Verlustjahr

Deutsche Wohnen meldet für die ersten neun Monate des Jahres 2024 einen überraschend hohen Gewinn von rund einer Milliarde Euro – ein bemerkenswerter Umschwung nach einem Verlust von knapp 256 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damals hatten vor allem Abwertungen im Immobilienportfolio das Ergebnis belastet. Nun zeigt sich ein völlig anderes Bild: Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um satte 16 Prozent auf rund 568 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Zuwachs in dieser Kennzahl.

Die Wende ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: steigende Mieteinnahmen und erfolgreiches Projektgeschäft. In einem angespannten Wohnungsmarktumfeld gelingt es dem Konzern, die Mieten kontinuierlich zu erhöhen – und das insbesondere in seiner Kernregion Berlin.

Mieten in Berlin als Wachstumsmotor

Die durchschnittliche Kaltmiete im Portfolio von Deutsche Wohnen lag Ende September bei 8,23 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern profitiert damit direkt von der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum in urbanen Ballungsräumen. Gerade in Berlin, wo Deutsche Wohnen besonders stark engagiert ist, bleibt der Leerstand niedrig und die Zahlungsbereitschaft der Mieter hoch.

Auch das Development-Geschäft – also der Neubau und die Projektentwicklung – trägt zunehmend zur Ergebnisverbesserung bei. Die Mischung aus steigenden Bestandsmieten und erfolgreichen Projektabschlüssen stärkt die wirtschaftliche Basis des Konzerns deutlich. Nach dem schwierigen Vorjahr scheint Deutsche Wohnen die Talsohle hinter sich gelassen zu haben.

Vonovia bleibt tonangebend – Regulierungsdruck wächst

Seit der Übernahme im Jahr 2021 ist Deutsche Wohnen fest in den Händen von Vonovia. Mit einem Anteil von knapp 77 Prozent hält der DAX-Konzern die klare Mehrheit, während sich nur noch rund zwölf Prozent der Aktien im Streubesitz befinden. Die Integration schreitet kontinuierlich voran, strategische Entscheidungen werden zunehmend konzernweit abgestimmt.

Doch trotz der starken Zahlen sieht sich der Immobiliensektor in Deutschland mit wachsender politischer Kritik konfrontiert. Bundesbauministerin Verena Hubertz hat angekündigt, Regulierungen bei möblierten Wohnungen und Indexmietverträgen verschärfen zu wollen. Ihr Vorwurf: In Großstädten würden einfache Möblierungen missbraucht, um überhöhte Mieten zu verlangen – etwa 35 Euro statt 8 Euro pro Quadratmeter für ein Apartment mit einem „ollen Sofa in der Ecke“.

Obwohl die Mietpreisbremse bis 2029 verlängert wurde, hält Hubertz dies für nicht ausreichend. Eine Expertenkommission soll nun konkrete Vorschläge erarbeiten, um Mietsteigerungen besser einzudämmen – vor allem bei Indexmieten, die während der Energiekrise teils zweistellige Anpassungen ermöglichten. Für Deutsche Wohnen bedeutet das: Während der wirtschaftliche Aufschwung an Fahrt gewinnt, rückt die politische Regulierung wieder stärker in den Fokus.

Bn-Redaktion/aw
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