VW in der Gewinnkrise

Forderung nach Millionen für die Belegschaft 11.03.2026, 17:24 Uhr Jetzt kommentieren: 0

VW in der Gewinnkrise: Forderung nach Millionen für die Belegschaft
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Der Volkswagen Konzern hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Der Gewinn nach Steuern brach 2025 um rund 44 Prozent ein und fiel von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank der Umsatz leicht um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro. Trotz stabiler Verkaufszahlen und weltweit rund 8,98 Millionen ausgelieferter Fahrzeuge steht der Autobauer unter starkem wirtschaftlichem Druck.

Konzernchef Oliver Blume sprach bei der Präsentation der Zahlen von tiefgreifenden Veränderungen in der Branche. Das bisherige Geschäftsmodell funktioniere nicht mehr wie früher. Für den Konzern bedeutet das einen umfassenden Umbau und ein striktes Sparprogramm.

Umbau und Sparprogramme prägen die Strategie

Volkswagen plant im Zuge seines Transformationsplans bis 2030 umfangreiche Kostensenkungen. Insgesamt sollen konzernweit rund 50.000 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Gleichzeitig sollen Investitionen stärker priorisiert und die Kosten in europäischen Werken deutlich reduziert werden.

Blume setzt auf neue Modelle und effizientere Strukturen. Bis Ende des Jahrzehnts soll die operative Rendite auf acht bis zehn Prozent steigen. Für das laufende Jahr peilt der Konzern zunächst eine Marge von vier bis 5,5 Prozent an. Unterstützung erhofft sich das Management auch von neuen Fahrzeugen. Insgesamt sind rund 20 neue Modelle geplant, darunter eine elektrische Kleinwagenfamilie mit Preisen um 25.000 Euro.

Neben internen Herausforderungen belasten auch externe Faktoren das Ergebnis. Besonders die US Zölle wirkten sich deutlich aus und kosteten den Konzern laut Management rund fünf Milliarden Euro.

Debatte um Boni sorgt für politischen Druck

Parallel zu den schwachen Zahlen sorgt die Vergütung des Managements für Kritik. Nach Angaben aus Branchenkreisen zahlte Volkswagen seinem Vorstand insgesamt rund 13,6 Millionen Euro an Jahresboni. Grundlage war ein Cashflow von 6,4 Milliarden Euro.

Linke Parteivorsitzende Ines Schwerdtner fordert deshalb ein Umdenken. Sie sagte: „Die Boni müssen zurückgezahlt und als Prämien an die Belegschaft ausgeschüttet werden“. Das wäre aus ihrer Sicht „ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die in Werkhallen und Büros den Laden am Laufen halten“.

Zugleich kritisierte sie die Vergütungsstruktur des Konzerns deutlich. „Wer mit solchen Taschenspielertricks Millionen einstreicht, hat diese nicht verdient.“

Blume selbst verdiente im vergangenen Jahr einschließlich Altersvorsorge und variabler Vergütung 7,4 Millionen Euro und damit fast drei Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor. Dennoch bleibt die Diskussion über Bonuszahlungen angesichts des Gewinneinbruchs ein politisch sensibles Thema.

Darüber diskutieren die Nutzer

In der Community wird intensiv über die aktuellen Entwicklungen rund um den Autobauer diskutiert. Viele Nutzer beschäftigen sich dabei vor allem mit der Bewertung der Aktie und sehen nach den jüngsten Zahlen teilweise eine mögliche Unterbewertung. Andere verweisen auf die strukturellen Probleme im Konzern und sehen weiterhin Risiken durch hohe Kosten, geopolitische Spannungen und den zunehmenden Wettbewerb.

Auch über mögliche Zukunftstechnologien wie Wasserstoff, neue Energieformen und die langfristige Strategie der Branche wird lebhaft debattiert. Einige Beiträge richten den Blick zudem auf wirtschaftspolitische Themen wie Staatsverschuldung, Steuern oder die Rolle großer Konzerne für Infrastruktur und Wirtschaft. Insgesamt zeigt sich eine breite Diskussion zwischen Optimismus über mögliche Chancen und Skepsis gegenüber der aktuellen Entwicklung.

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Bn-Redaktion/ar
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