VW warnt

Milliarden-Investition in den USA unsicher 26.01.2026, 10:16 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Audi
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Investitionsstopp wegen Zöllen

Volkswagen-Chef Oliver Blume stellt den Bau eines Audi-Werks in den USA infrage – sollte es keine Senkung der US-Autozölle geben. „Große zusätzliche Investitionen lassen sich unter unveränderter Zollbelastung nicht finanzieren“, sagte Blume. Die Zölle hätten den Konzern allein in den ersten neun Monaten 2025 rund 2,1 Milliarden Euro gekostet.

Audi prüft bereits seit 2023 eine US-Fabrik, zunächst begünstigt durch mögliche staatliche Subventionen. Doch die wirtschaftliche Rechnung hat sich laut Blume unter dem Druck der aktuellen Handelspolitik grundlegend geändert. Er fordert kurzfristige Kostenentlastungen und langfristig stabile Rahmenbedingungen.

US-Strategie bleibt, aber mit angezogener Handbremse

Trotz der Herausforderungen verfolgt der Konzern weiterhin eine Wachstumsstrategie in den Vereinigten Staaten. Doch das ursprüngliche Ziel, dort zehn Prozent Marktanteil zu erreichen, sei laut Blume inzwischen unrealistisch. Stattdessen wolle man sich in kleineren Schritten vorarbeiten.

VW überarbeitet derzeit seine mittelfristige Investitionsplanung. Das fünfjährige Budget wurde bereits auf 160 Milliarden Euro gekürzt – nach 180 Milliarden Euro zwei Jahre zuvor. Darin enthalten sind Investitionen in Werke, neue Fahrzeugmodelle und technologische Entwicklungen wie Software. Der überarbeitete Plan soll im März veröffentlicht werden – zeitgleich mit den Jahreszahlen des Konzerns.

Bargeld-Polster durch Investitionsbremse

2025 beendete VW mit einem deutlich höheren Cashflow als prognostiziert: Der Netto-Cashflow im Automobilbereich belief sich auf rund 6 Milliarden Euro – deutlich über dem erwarteten Nullniveau. Die Netto-Liquidität stieg dadurch auf über 34 Milliarden Euro.

Hintergrund dieses Finanzpolsters sind laut Unternehmen unter anderem verschobene Zahlungen an Zulieferer sowie geringere Ausgaben für Ausrüstung, Forschung und Entwicklung. Besonders die Premium-Marken Audi und Porsche haben mehrere Elektroprojekte zurückgestellt – ein Kurswechsel nach umfangreichen Investitionen in batteriegetriebene Modelle und Lieferketten.

Strategiewechsel wegen schwacher Nachfrage

Neben dem Wegfall von E-Auto-Subventionen in den USA belasten auch eine schwache Nachfrage in Europa und rückläufige Verkaufszahlen in China die Konzernstrategie. Als Folge davon reduzieren VW, Porsche und Audi derzeit Produktionskapazitäten und Personal in Deutschland – und setzen verstärkt auf Hybrid- und Verbrennerfahrzeuge.

Bn-Redaktion/ts
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