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Autowerte mit Erholungsversuch - Bericht über China-Hybridzoll 19.06.2026, 11:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BMW 60,81 EUR +1,64 % Baader Bank
Mercedes-Benz Group 45,43 EUR +1,78 % TTMzero RT
Volkswagen (VW) Vz 80,58 EUR -4,62 % Lang & Schwarz
BYD 79,68 HKD -1,20 % TTMzero RT
Porsche AG 47,84 EUR -0,40 % Lang & Schwarz

Nach zwei verlustreichen Tagen zeigen sich die Aktien der beiden im Dax DE0008469008 notierten Premium-Autobauer am Freitag erholt. Ein Bericht im "Handelsblatt", wonach die EU Zölle auf chinesische Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge vorbereitet, wirkt laut dem UBS-Experten Patrick Hummel "leicht positiv". Importzölle auf solche Fahrzeuge seien bislang noch nicht Teil der bereits eingeführten Abgaben.

BMW DE0005190003 gehörten am Vormittag mit einem Plus von 1,8 Prozent zur Dax-Spitzengruppe, genauso wie Mercedes-Benz DE0007100000 etwas dahinter. Beide Aktien waren zuletzt auf Tiefststände seit 2020 abgesackt nach einer Gewinnwarnung von BMW, die auch mit der Krise im China-Geschäft begründet wurde.

Die Aktien von Volkswagen DE0007664039 müssen derweil am Freitag gesondert betrachtet werden, weil die Titel ex Dividende gehandelt werden. Bereinigt um den Abschlag von 5,26 Euro standen aber auch die Papiere der Wolfsburger im Plus. Der positiven Tendenz nicht folgen konnten allerdings im MDax DE0008467416 die Titel der Porsche AG DE000PAG9113, die 1,3 Prozent verloren. Sie hatten zuletzt aber auch weniger stark gelitten.

Im "Handelsblatt" war bei Hybridfahrzeugen von einem "Schlupfloch" der seit Mitte 2024 erhobenen Ausgleichszölle und einem Nachteil für die Europäer die Rede. Viele chinesische Hersteller seien dazu übergegangen, statt reiner E-Autos Plug-in-Hybride in die EU zu exportieren, um so die bisher verhängten Zölle zu vermeiden, heißt es in dem Bericht.

Hummel glaubt aber, dass Abgaben für Plug-In-Modelle das Wachstum der Chinesen in Europa nur moderat beeinträchtigen würden. Aus China stammende Hersteller dürften hierzulande dennoch höhere Margen erzielen als im eigenen Land, glaubt der UBS-Analyst. Außerdem beschleunigten die Chinesen in Europa derzeit auch ihre Strategie der Lokalisierung.

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