BioNTech WKN: A2PSR2 ISIN: US09075V1026 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
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Mit einem Cashbestand von rund 19 Milliarden Euro verändert sich der Bewertungsrahmen von BioNTech grundlegend. Ein Aktienkurs deutlich unterhalb von etwa 90 Euro würde implizieren, dass der Markt der gesamten Onkologie-Pipeline praktisch keinen Wert beimisst und zugleich unterstellt, dass der Cashbestand entweder rasch aufgezehrt oder ineffizient allokiert wird. Ein Kursbereich zwischen etwa 100 und 120 Euro entspräche dagegen einer Haltung, bei der die Pipeline zwar als real existierende Option anerkannt wird, der jedoch nur ein begrenzter Erwartungswert zugeschrieben wird – klinischer Erfolg ist möglich, aber keineswegs antizipiert. Steigt der Kurs in den Bereich von 120 bis 150 Euro, signalisiert dies, dass der Markt substanzielle Fortschritte in der Onkologie für plausibel hält und die mRNA-Plattform nicht mehr nur als theoretisches Versprechen, sondern als tragfähige technologische Basis bewertet. Erst Kurse oberhalb von etwa 180 Euro wären Ausdruck einer echten Durchbruchserwartung, bei der BioNTech nicht mehr als Cash-schwere Entwicklungsstory, sondern als potenzieller Onkologie-Champion mit nachhaltigem kommerziellem Ertrag gehandelt wird. Sehr gut auf den Punkt gebracht !! Sehe Biotech vom Status Quo momentan um 120 – 150 Euro ……das gilt es jetzt langsam einzupreisen….
Ebenso interessante wie wichtige Gedanken u Einblicke, die jedem Investoren bewusst sein sollten. Die Pharmabranche ist ein Haifiischbecken. Dies ist Teil der Wette. Ich glaube allerdings, das Chemokartell wird neue Technologien allenfalls verzögern, aber nicht verhindern können. Gut, dass Biontech Kooperationen mit namhaften Pharmaunternehmen hat.
BioNTech gegen das Krebskartell – warum Innovation allein nicht reicht Wer sich ernsthaft mit dem Onkologie-Markt beschäftigt, sollte sich die Monitor-Dokumentation „Das Krebskartell – Milliardengeschäft mit Chemotherapien“ ansehen. Danach fällt es schwer, weiterhin an einen offenen, fairen Wettbewerb zu glauben. Die Krebsmedizin ist längst nicht nur ein medizinisches Feld, sondern ein perfekt eingespieltes Geschäftsmodell. Chemotherapien, Klinikstrukturen und spezialisierte Apotheken bilden ein System, das über Jahrzehnte gewachsen ist und Milliarden zuverlässig verteilt. Genau in dieses System will BioNTech mit seinen innovativen Krebstherapien eindringen. BioNTech steht wissenschaftlich für einen echten Paradigmenwechsel. Personalisierte mRNA-Impfstoffe und neuartige Immuntherapien haben das Potenzial, Krebstherapien grundlegend zu verändern. Doch die entscheidende Frage ist nicht, ob diese Ansätze wirken. Die entscheidende Frage ist, ob sie sich in einem Markt durchsetzen können, der wirtschaftlich auf klassische Chemotherapie optimiert ist. Wer glaubt, dass medizinische Überlegenheit automatisch zu Markterfolg führt, unterschätzt die Macht der bestehenden Strukturen. Die Dokumentation zeigt eindrucksvoll, wie gigantisch dieses System ist. Onkologische Apotheken verdienen hervorragend an Zytostatika, Kliniken sind finanziell auf diese Behandlungen eingestellt, und große Pharmakonzerne sichern ihre Umsätze mit bewährten, wiederkehrenden Therapien. Neue Behandlungsformen, die effizienter, kürzer oder individueller sind, passen ökonomisch nicht in dieses Modell. Innovation wird akzeptiert, solange sie das System ergänzt – nicht, wenn sie es infrage stellt. Genau hier liegt das Risiko für BioNTech. Der Produktzugriff ist der eigentliche Engpass. Wie kommen diese Therapien zum Patienten? Wer organisiert Vertrieb, Logistik und Abrechnung? Und vor allem: Wer verdient daran genug, um das bestehende Netzwerk mitzunehmen? Solange diese Fragen nicht klar beantwortet sind, bleibt ein strukturelles Risiko, das in vielen Investment-Narrativen ausgeblendet wird. Wissenschaftliche Daten allein öffnen keine Türen, wenn wirtschaftliche Interessen dagegenstehen. Für Aktionäre ist das ein kritischer Punkt. BioNTech kämpft nicht nur gegen Krebs, sondern gegen ein etabliertes, milliardenschweres System. Das ist kein Sprint, sondern ein Machtkampf. Partnerschaften mit Big Pharma könnten helfen, bedeuten aber auch Abhängigkeit. Ein eigener Vertrieb wäre mutig, aber extrem kapitalintensiv. Verzögerungen, Blockaden oder stille Verdrängung sind reale Risiken in einem Markt, der sich nicht freiwillig selbst abschafft. Mein Fazit ist daher klar: BioNTech bleibt eines der spannendsten Biotech-Unternehmen unserer Zeit, aber der Onkologie-Markt ist kein freies Spielfeld. Nachkäufe kommen für mich nur bei weiteren klaren Erfolgen infrage – nicht nur in Studien, sondern auch beim Marktzugang. Erst wenn BioNTech zeigt, wie der Weg vom Labor bis zum Patienten wirtschaftlich und strukturell funktioniert, wird aus Hoffnung ein belastbarer Investmentcase. Monitor: Das Krebskartell: Milliardengeschäft mit Chemotherapien - hier anschauen https://share.google/6eIJek6igXktSwKJZ
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