REALTY INCOME WKN: 899744 ISIN: US7561091049 Kürzel: O Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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15. April 2026, 23:00 Uhr, Lang & Schwarz
Kommentare 13.012
Steff0987
Steff0987, 18. Mär 17:57 Uhr
3

Ich finde es nicht unbedingt sinnvoll alles direkt nach links zu schieben. In sehr früher Zeit wurden hohe Einkommen brutal besteuert. Heute sind wir ungefähr bei der Hälfte von dem was 1917-1964 an Abgaben gezahlt wurde. Ich möchte auch niemandem etwas wegnehmen, nur das (überhaupt) fair und anteilmäßig beigetragen wird. Es ist nunmehr so das das Geld vom Staat irgendwo generiert werden muss. Dabei verstehe ich nicht warum es trotz Erbschaftssteuer, die im unteren und mittleren Bereich gezahlt wird, es irgendwann einfach 'gar nicht' mehr greift. Mir geht es darum das ja die Staatsleistungen bezahlt werden müssen. Dazu zählt nicht nur das Sozialnetz, sondern auch Infrastruktur, Subventionen, Verteidigung und vieles weiteres. Woher nehmen wir denn die Mittel den Investitionsstau der letzten 30 Jahre anzugehen? Welches effektive Instrument haben wir, wenn fest steht das mittlere und kleine Einkommen entlastet werden müssen. Zumindest ist es das was die Bundesregierung immer wieder anführt. Mir fehlt die Phantasie wie wir entlasten und mehr ausgeben sollen. Sondervemögen wurde bisher zu 90% zum stopfen von Haushaltslöchern verwendet, also haben wir eh schon massive Probleme den normalen Haushalt zu finanzieren. Für meine eingeschränkte Sicht gibt es nur die Möglichkeit das jeder seinen Teil beiträgt und ja auch Verschwendung eingedämmt wird. Aber würde sehr gerne wissen wo ihr die Möglichkeit seht diese großen Summen zu generieren.

Du hast es im Grunde selbst gesagt, Zitat: "Das Sondervermögen (anm. , was ja auch kein Vermögen sondern Schulden sind) wurde bisher zu 90% zum stopfen von Haushaltslöchern verwendet..." Was genau lässt dich glauben das höhere Steuern, und somit höhere Einnahmen, für sinnvoller Investitionen ausgegeben würden? Die Erfahrung zeigt, dass höhere Einnahmen direkt von höheren Ausgaben gefolgt werden. Wenn wir durch Steuermehreinnahmen irgendwo mehr Gelder einbringen, dann wird der Staat sofort Mittel und Wege finden, diese Gelder unsinnig wieder auszugeben. Ich bin der Meinung das der Staat kein Einnahmenproblem hat, sondern ein Ausgabenproblem. In den 50er Jahren lag die Abgabenquote bei rund 30%, in den 70ern schon bei 35-38% und stieg in den 90ern auf rund 40% und liegt heute bei ca 42%! Das ist eine Steigerung von über 30%! Was mich auch immer wieder ärgert ist das Gelaber darüber, dass der Spitzensteuersatz ja von 53% auf 42% gesenkt wurde, ja toll, aber das in den 80ern der Spitzensteuersatz erst ab dem 15 fachen des damaligen Durchschnittseinkommens fällig wurde und heute schon bei dem 1,9 fachen, wird in der Diskussion immer ignoriert! Dies hat zur Folge das wirklich extrem Reiche stark entlastet würden, während der Mittelstand extrem belastet wurde und wird! Ich habe das extrem erlebt als ich 1997 den Beruf gewechselt habe. Durch eine berufliche Veränderung hatte ich fast 1000 DM mehr als vorher und habe mich gefreut wie Bolle, aber dann kamen die Unterschiede, mehr Steuern auf der einen Seite und auf der anderen Seite z.b. Kindergartenbeitrag, vorher glaube 30 DM so in dem Dreh und danach Höchstsatz von glaube 380 DM (so in etwa, ist echt lange her, auf jeden Fall waren es weit über 300) Ich habe also mit meinem Einkommen, was nach meinem Berufswechsel ganz knapp über dem Durchschnittseinkommen lag (davor deutlich drunter), direkt überall Höchstsätze zahlen müssen. Meine Steuerlast stieg enorm, und unterm Strich hatte ich trotz knapp 1000 DM Brutto mehr, zum Leben tatsächlich nur rund 200-300 DM mehr zur Verfügung! Wie kann es sein das ich mit Durchschnittseinkommen die gleichen Kindergartenbeiträge zahlen musste wie jemand der das Zehnfache meines Einkommens hatte? Ich finde da liegt der Hase im Pfeffer. Was wir brauchen ist eine fairere Besteuerung im Mittelstandsbereich, und das insbesondere im Bereich der privaten Vorsorge
D
Duregar, 18. Mär 16:05 Uhr
0
Wie du siehst hab ich das perfektioniert. 😂 Ich finde nur das man immer Lösungen anbieten muss. Das xyz nicht geht ist halt schnell gesagt. Aber uninspiriert planlos einfach den Niedergang verwalten, da bin ich nicht so ein Fan von😅
L
Lenio2, 18. Mär 14:22 Uhr
0
Was bleibt? Jammern. Ist doch eh des deutschen liebsten Beschäftigung 😁
D
Duregar, 18. Mär 13:47 Uhr
0
Wir können auch steuerverschwendung leider nicht beeinflussen. Ich glaube nicht das es da bei den Parteien Unterschiede geben wird. Die Frage bleibt. Woher nehmen wir jetzt das benötigte Geld? Edit: also Verschwendung beenden geht nicht, Besteuerung von reichen fällt aus. Was bleibt? Edit2: ja die doppelte dreifach Besteuerung ist schon heftig. Das darf man sich im Detail gar nicht alles reintun. Einkommensteuer, Mehrwertsteuer usw.
L
Lenio2, 18. Mär 11:39 Uhr
0
Ja Ja, Steuer ist teuer. Von meinem versteuerten Einkommen kaufe ich mir ein Auto. Auf den Kaufpreis kommt: Steuer. Zusätzlich kommt dann jährlich der KFZ-Steuerbescheid. Und wenn ich danke, sind über die hälfte vom Spritpreis: Steuern. Unterm Strich schon krass, wie viel vom verdienten Geld an den Staat geht. Ich persönlich habe da das kleinste Problem mit der Kapitalertragsteuer. Reichensteuer sehe ich aber hier auch nicht kommen. Damit treibt man schlicht die mit viel Kaufkraft aus dem Land, obwohl man halt genau die halten möchte und braucht. Und global können wirs nicht beeinflussen.
D
Duregar, 18. Mär 10:33 Uhr
0
Ich vermute such das es die Mehrwertsteuer wird. Ist natürlich Nonsens und passt damit voll ins Bild der Politik. Ja mit der Rente wurde so einiges verpennt. Aber da wird sich jetzt auch keiner mehr die Finger dran verbrennen wollen. Da wird nicht viel passieren. @divihebel: ja die sozialleistungsquote ist im oberen drittel im internationalen Vergleich. Wenn man das aber mit auf das bip bezieht liegen wir 1% höher als 2009. Ja die quote steigt leicht aber dramatisch ist anders finde ich.
Tempusfugit1
Tempusfugit1, 18. Mär 9:08 Uhr
2
Die sollen erstmal zum einen eine vernünftige Politik machen und ihre Steuerverschwendung inklusive der 15000 NGO Unterstützung abschaffen. Dann und nur dann kann man die echten Zahlen auf den Tisch legen.
Minikohle
Minikohle, 18. Mär 7:46 Uhr
3
Der Ruf nach einer Mehrwertsteuerreform ist so lang her wie das Thema Bürokratieabbau. Hier mal ein Beispiel: Der Mehrwertsteuersatz für Tannenbäume in Deutschland variiert meist zwischen 7 % und 19 %, abhängig von Herkunft und Verkäufer. Echte Weihnachtsbäume aus dem Handel (Baumarkt/Gartencenter) unterliegen meist dem ermäßigten Satz von 7 %, während für künstliche Bäume 19 % anfallen. Landwirte können Bäume teils mit 5,5 % oder ca. 7,8 % (ab 2025) besteuern. Bei der letzten Mehrwertsteuererhöhung von 16% hatte man sich gestritten. 17 oder 18%? Man einigte sich auf 19% mit dem Ziel, den Haushalt zu konsolidieren. Ist so wie mit dem Soli, sollte ja auch nur 5 Jahre... Ich möchte mich jetzt gerne aufregen.
R
Rappel, 18. Mär 7:34 Uhr
2
Mehrwertsteuererhöhung wäre volkswirtschaftlich Nonsens, wenn du die Binnennachfrage stärken willst…
R
Rappel, 18. Mär 7:31 Uhr
1
Vermögenssteuer? Progressiv ab 10 Millionen Vermögen…und Steuerschlupflöcher schließen…dazu noch Beamtentum in der jetzigen Form abschaffen…da ist Deutschland echt einmalig in Europa…
DividendenHebel
DividendenHebel, 18. Mär 6:24 Uhr
2
@Duregar Kein Ministerium würde je einsehen, dass es was verschwendet. Klar ist, es sind die Zuschüsse zu den Sozialsystemen. Vor allem Rente. Da hat man einfach vor 20-30 Jahren die Reformen verschlafen und hat jetzt die Probleme eines umlagefinanzierten Systems mit schwindender Einzahlbasis und dem politischen Willen, das Rentenniveau stabil zu halten. Das ist keine Magie das ist pure Mathematik, warum Deutschland kein Geld hat. Daher wird man „kreativ“ nach neuen Einnahmen suchen. So wie man es schon immer gemacht hat. Meine Vermutung: Man erhöht die Mehrwertsteuer auf 20 oder 21 %.
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