Rheinmetall - Aktionäre und Investoren WKN: 703000 ISIN: DE0007030009 Forum: Aktien User: Ruuudi
Lese gerade, dass nun auch die Modernisierung der F123 eventuell von Pistorius gestoppt werden soll?? Hat da jemand nähere Infos? Dieser link hier liegt hinter Paywall: https://table.media/security/news/f126-boris-pistorius-verkuendet-das-aus-und-hinterfragt-auch-die-modernisierung-von-f123
In der Einschätzung deiner Meinung zum Kursverlauf sind wir uns hier wohl alle einig. Diese 20 % Kursrückgang sind nur alleine wegen dem Auftrag nicht zu erklären und übertrieben. Mehr als die Hälfte von den 20 % gehen wahrscheinlich auf das verlorene Vertrauen in die Umsetzung und die Politik.
Moin Bei dem Kursrutsch kann man auch umgekehrt die folgende Frage stellen „ist der Kurs nur wegen der F 126 so gestiegen?“ Ok Auftrag 12 Mrd incl Instition Werft sind scheinbar futsch….dennoch gibt es mehrere Aufträge, die die Summe 12 Mrd vermutlich erreichen werden. Vielmehr belastend mM doch eher die Gesamtstimmung, dass es RHM nicht zugetraut wird die Aufträge wie geplant umzusetzen und als Beweis dafür wurde die letzte Verschiebung gewertet. Daher die kommenden Zahlen umso wichtiger. So nun Faden verloren Zofft euch nicht…kommt eh wie es kommt Und ich denke die Werft- Investitionen werden sich auch noch rentieren eines Tages. Wenn Tatsache das TK Gelände gekauft wird….
Das ist mir ehrlich gesagt etwas zu simpel, alles immer auf Herrn Papperger (ohne b), „Armin“ oder „Pappi“ zu reduzieren. Ich gebe Dir Recht bzw. sehe es auch so, dass die Unternehmenskommunikation immer noch sehr mittelständisch aufgestellt ist. Das ist schon länger nicht mehr zeitgemäß. (Es gäbe noch weitere Aspekte der Mittelständigkeit, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen …) Es hat sich auch in dem aus meiner Sicht im Interview mit Simon Shuster (The Atlantic) gezeigt, dass im Nachhinein aus dem Ruder gelaufenen zu sein scheint. Ich hab Anfang April intensiv analysiert, was da kommunikativ alles unglücklich und schief gelaufen ist, es aber letztlich nicht mehr geteilt. Fakt scheint mir, dass die breite Euphorie und Begeisterung für Rheinmetall nur so lange Bestand hatte, wie es mit dem Kurs in großen Schritten aufwärts ging. Da hat sich auch nahezu keiner fürs Unternehmen interessiert, gleichwohl alle damit identifiziert. Der CEO - einer ansonsten auf Diskretion bedachten Branche - mutierte innert kürzester Zeit zum „Popstar“. Auch weil er Dinge unverblümt aussprach, die Andere nur unter Windungen zum Stottern gebracht hätten. Damit ist er m.E. auch ein Seelenverwandter des Verteidigungsministers. Jetzt - wo sich seit geraumer Zeit der Kurs von den früheren Zuwächsen verabschiedet hat bzw. auch Einbrüche zu verkraften, sind - werden die Sachverhalte wieder völlig losgelöst von den mittelfristigen Perspektiven des Unternehmens kommentiert und „Schuldige“ gesucht. Zur F126 könnte man genauso, wenn nicht besser, den Verteidigungsminister Pistorius befragen? Sollte nicht zuerst Jener eine „Erklärung“ abgeben, was genau denn da gelaufen ist ? Er wird es nicht tun … Und was soll Rheinmetall unmittelbar im Vorfeld der Q-Berichterstattung zu einer Entscheidung des BMVg kommentieren? „Wir wurden überrascht … bedauern die Entscheidung … halten diese für falsch … haben aber noch a), b) und c) in der Hinterhand …“ Der Kurs ist letzte Woche für die Mehrzahl der Markteilnehmer drastischer eingebrochen, als dies auch nach meinem Verständnis Sinn ergibt. Das ist völlig überzogen. Damit war auch nicht zu rechnen. Auf die Jahre vor 2031 wird das m.E. auch 0,0 Einfluss haben. Der Einfluss auf den fair Value der Analysten ist demzufolge auch äußerst begrenzt. Bei einer Kommentierung wäre genauestens zu prüfen, was genau da kommuniziert wird - sonst ist es nämlich definitiv adhoc-pflichtig. „Art. 17 Absatz 1 Unterabsatz 1 MMVO verpflichtet Emittenten von Wertpapieren zur unverzüglichen Veröffentlichung von Insiderinformationen, die ihn unmittelbar betreffen. Als Insiderinformationen gelten nach Artikel 7 Absatz 1 a MMVO Informationen über Umstände, die hinreichend konkret sowie nicht öffentlich bekannt sind und sich eignen, den Börsenkurs eines Wertpapiers erheblich zu beeinflussen.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Ad-hoc-Publizität Hätte tatsächlich bereits oder zeitnah ein fixfertiger Kommentar in der Schublade gelegen, wäre u.U. der Kurs die Folgetage nach oben gesprungen. Ein Fall für die BaFin … Ich verstehe, dass Du (wie Du es Samstag selber formuliert hast) „etwas angefressen“ bist. Das bin ich auch. Und ich suche nach Erklärungen bzw. Zusammenhängen. Die Entscheidung im März 2026 pro NVL kann ich aus unternehmerischer Sicht nachvollziehen, obwohl ich einem Einstieg in den Marinebereich (seit den 2024er-Überlegungen, Marine Systems von TK zu übernehmen) bekanntlich eher skeptisch gegenüberstand (Überdehnung). Meiner Meinung nach gab und gibt es - für uns nicht unmittelbar erkennbare - Einflussfaktoren auf parallelen (politischen) Ebenen. Aber es bleiben letztendlich Spekulation und unterschiedliche Meinungen. Zumindest Letzteres ist im Sinne eines konstruktiven Diskurses auch gut so.
Aber Ruuudi mal losgelöst vom Hintergrund der "Hausfrauen"-Story, die im Übrigen nach den negativen Berichten darüber, auch von seiten Rheinmetall im Nachhinein klargerückt wurde: Ein Unternehmen darf und sollte in meinen Augen ein solches Ereignis wie das F-126 Aus abseits von Berichtsterminen kommentieren. Da braucht es auch keine Adhoc-Meldung. Ich hätte dies in irgendeiner Form erwartet, sei es über ein Interview (bin überzeugt Anfragen lagen genug vor) oder über eine Presseerklärung. Da hätte man sich einfach an den Kommentaren der Analysten orientieren und allgemein formulieren können. Nachdem Motto: Auftragsvolumen ins Verhältnis setzen, Gründe für den Einstieg ins Marinegeschäft vielfältiger als nur ein Auftrag betonen und parallel die eigene Sicht des Verlaufs der Entscheidung schildern. Dann noch ein paar Sätze mit Zuversicht und Stärke zur zukünftigen Entwicklung und gut ist. Nichts machen erweckt doch unterm Strich den Eindruck, das Pappberger und Co jetzt erstmal mit Wunden lecken und Verdauen beschäftigt sind. Natürlich hätte das Statement die Situation nicht besser gemacht, aber man wäre der jetzt erfolgten Diskussion über Sinnhaftigkeit der Erweiterung auf Marine, Übernahme der Werft und den Zukunftsaussichten von Rheinmetall entgegentreten und hätte eigene Impulse darin gesetzt. Ich sehe Öffentlichkeitsarbeit in einem Dax-Konzern wesentlich weitergefasst , als nur vereinfacht gesagt in Pressemitteilungen zu erfolgten Abschlüssen, die bereits Tage zuvor schon bekannt sind und was auf Messen ausgestellt wird. Da scheint Rheinmetall für mich noch zu sehr in der "alten Welt" zu leben und die Wirkung solcher Dinge auf die Öffentlichkeit zu unterschätzen. Mit einer etwas offensiveren Pressearbeit, bspw. durch Interviews und begleitenden Presseartikeln hätte man den Diskussionen der letzten Monate um Vormachtstellung, Strategie und Vision des Konzern eine eigene Richtung gegeben. Da hat sich auch was geändert, denn ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war Pappberger in den Medien wesentlich präsenter.
Du hast Dich konkret auf meinen Link bezogen, also kann man davon ausgehen, dass Du auch Georgi meintest. Und der ist Aufsichtsrat - nicht Vorstand. Sei‘s drum. Ich merke, Du hast das Interview mit Simon Shuster von Karnevalsdienstag 2026, dass erst 6 Wochen später veröffentlicht wurde, nicht im Original (!) gelesen, und das Zustandekommen nicht eingeordnet. Vermutlich weißt Du daher auch nicht, dass Simon Shuster eng vertraut mit Selenskyi ist und selber russische Wurzeln hat ? Ja richtig, da hätte der CEO sicher besser vorbereitet sein können oder sogar müssen, um jemandem wie Shuster nicht so auf den „Hausfrauenleim“ zu gehen. Da seh auch ich Defizite bei Rheinmetall. Zudem weise ich auf die Rolle des Stern hin, der die Story von „The Atlantic“ nochmal auf links gezogen und ganz eigenwillig interpretiert hat. Aber genau aus diesem Grunde ist es m.E. wichtig, sich an definierte und festgelegte Berichtswege zu halten. Ansonsten kann das komplett aus dem Ruder laufen. Zudem gibt es strenge aktienrechtliche Bestimmungen, die genau das einfordern.
Moin, damit meinte ich nicht explizit Georgi !!! Und eine Stellungnahme ist nicht unbedingt eine adhoc Meldung !!! Sondern eine Stellungnahme,nicht mehr und nicht weniger 🤔😉 Und wer sich über Hausfrauen austauschen kann … kann man auch erwarten das man dazu vielleicht mal etwas sagt !!! Nur meine Meinung !!! 😇
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