Sibanye Stillwater WKN: A2PWVQ ISIN: ZAE000259701 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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18. Mai 2026, 23:00 Uhr, Lang & Schwarz
Kommentare 3.867
Nabucco
Nabucco, 14.09.2021 20:04 Uhr
8
Die Weltproduktion an Palladium wird beherrscht von nur vier Playern, Norilsk, Sibanye, Amplats, Impala, die zusammen ca. 6 Mio oz Pa herstellen. Wenn wir vorsichtig mit 3 g, also 0,1 oz Palladium rechnen, die pro Einheit verbaut werden, dann müssten mindestens 60 Mio Verbrenner-Einheiten weltweit abgesetzt werden, damit der Markt die produzierte Menge Palladium absorbiert und im Gleichgewicht ist. Der weltweite Autoabsatz wird für dieses Jahr auf 75 Mio geschätzt und soll mittelfristig wieder 90 Mio betragen. Wichtig ist jetzt der Blick auf die batterieelektrischen Einheiten, weil die auch im Ausblick auf die nächsten Jahre herausgerechnet werden müssen: In Q1 betrug der weltweite Absatz an BEV 727000, so viel wie im gesamten Jahr 2017, das ist eine Steigerung von 142 % zu Q1 2020 und etwas über 100 % zu Q1 2019. Nach Weltregionen differenziert ergeben sich jedoch erhebliche Unterschiede. China ist top mit 400000 verkauften Einheiten in Q1, das ist aber nur eine Steigerung von 90 %, dafür steigerte sich der BEV-Absatz in Deutschland um mehr als 300 % (Triebfeder ist hier wohl die steuerfinanzierte Subventionierung – also Jungs, dann kurbeln wir doch mit unserem Steuerabzug auf die Sibanye-Dividende den BEV-Absatz in Deutschland an 😊). Zurück zum Gesamtmarkt: China steigerte seine Produktion um 8 % auf 21 Mio Autos, aber Indien wird laut Dudenhöffer (CAR) mit 3 Mio Einheiten (+20 %) in 2021 erheblich stärker wachsen. Und in Indien spielen BEV’s noch keine Rolle, aber es werden die strengen internationalen Emissionsgrenzen eingeführt. Vorsichtiges Fazit: Der Abgesang auf Palladium ist derzeit noch zu früh. Interessant ist auch folgende Abschätzung: Experten berechnen, dass rund 5 Mio Einheiten, die dieses Jahr weniger gebaut werden, allein auf das Konto der Chipknappheit gehen. Das ist also mehr als die Elektromobilität dieses Jahr verursacht. Infineon, weltweit größter Hersteller von Chips für die Automobilindustrie, hat große Probleme mit der Fertigung, weil die Produktion in einem Werk in Malaysia wegen Corona für drei Wochen gestoppt werden musste und in Texas wegen eines Sturms. Es gibt keine Vorräte mehr, die Chips gehen von der Fertigung direkt in die Autos. Aber Malaysia und Texas produzieren wieder und CEO Ploss öffnet nächsten Freitag das neue 1,6 Mrd-Euro-Werk in Villach. Trotzdem wird die Nachfrage das Angebot noch wohl einige Zeit übersteigen, aber nachdem das Problem zuerst heruntergespielt wurde, sehen einige Marktteilnehmer jetzt zu schwarz. Was jetzt für Sibanye interessant werden könnte ist der konsequente Einstieg ins Recycling von Batterien. Die Elektromobilität ist jedoch nur dann vorteilhaft, wenn der gesamte Lebenszyklus ökologisch und ökonomisch nachhaltig ist (auch aus Kostengründen müssen die Rohstoffe Nickel, Kobalt, Mangan, Lithium, etc, in den Kreislauf zurückgeführt werden). Batterien altern, aber nicht die Rohstoffe darin. Noch gibt es zu wenig Spezialisten auf dem Markt, weil die Annahme, dass die Branche dafür noch bis zum Ende des Jahrzehnts Zeit hat, bis nennenswerte Rückläufe anfallen, offensichtlich falsch ist. Das wird, wie es jetzt aussieht, schon viel früher passieren. Sibanye ist ein Schmelz- und Rückgewinnungs-Spezialist und sollte jetzt nicht die Chance verpassen, sich entsprechend zu positionieren. Also besser nicht die Palladiumproduktion der nächsten Jahre vorab unter Wert verkaufen oder teuer hedgen oder 60 % der Gewinne in Aktienrückkäufe und Dividenden stecken. Jetzt könnte viel Geld in die Hand genommen werden, um so richtig ins Recycling von Hochvoltspeichern einzusteigen! Das wäre kein neues Terrain, Sibanye würde hier viel Erfahrung mitbringen.
Miles
Miles, 14.09.2021 16:28 Uhr
0
Palladium kackt ab. Kein einziger Verbrenner mehr auf der letzten IAA in München. Und Wasserstoff kommt bei Pkw nicht. Hatte James geschrieben zur Hauptversammlung, warum man - wenn man bei Sibanye mit fallenden Palladiumpreisen rechnet - nicht die komplette Produktion der nächsten Jahre verkauft oder zumindest durch Hedging für 5 Jahre absichert. Das wurde und wird aber wohl nicht gemacht.
C
Christian2021, 14.09.2021 16:25 Uhr
0
Auf jeden geht's runter... verstehen muss man dass nicht... oder?
j
jonasx23, 14.09.2021 16:11 Uhr
1
Übermorgen divi und dann nochmal 10% runterknallen? Oder bis dahin 10% runter und dann nochmal 10%?
Nabucco
Nabucco, 13.09.2021 21:09 Uhr
4
@DasKapital Bei Sibanye bin ich schon seit 2018 investiert und gelegentlich kaufe ich kleinere Mengen nach. Mich fasziniert bei Sibanye die stetige Steigerung des inneren Wertes. Niemand von uns hat eine Glaskugel und offensichtlich kann der Kurs auch dann fallen, wenn die fundamentalen Daten blendend aussehen. Obwohl sich die Marktstimmung hinsichtlich Rhodium und Palladium eingetrübt hat, steigern alle südafrikanischen Produzenten weiter ihren inneren Wert. Aber im Gegensatz zu seinen Peers stellt sich Sibanye für neue Märkte auf: Uran (danke @h.h. für den Link!), Lithiumabbau, Nickelraffinerie, Recycling von PGM und Industriemetalle. Die außergewöhnlich hohen Preise für Rhodium und Palladium haben Sibanye innerhalb eines Jahres gesund gemacht und das Portemonnaie aufgefüllt. Auch nach der Korrektur dieser Preise wird der Cashflow ordentlich sein. Und da ist noch Platin. Es ist derzeit viel im Umbruch und die Euphorie für Batteriezellen verdeckt die Entwicklung bei Wasserstoff. Platin wird in der Wasserstoffwirtschaft gebraucht und es wird zunehmend knapp.
h
h.h., 13.09.2021 13:43 Uhr
0
kurzer Zeitungsartikel, nichts großartig Neues, aber Interessant: https://www.news24.com/fin24/companies/sibanye-turns-to-uranium-once-an-unloved-resource-20210910
h
h.h., 12.09.2021 15:48 Uhr
0
Weiß eigentlich jemand genaueres über den zukünftigen Uranverkauf? Wieviel ist auf Lager, was kostet die Verarbeitung und das wichtigste möglicher Umsatz bzw Gewinn.
D
DasKapital, 10.09.2021 22:11 Uhr
0
@Nabucco bist du noch investiert oder kaufst gar nach?
e
edward_bast, 10.09.2021 21:32 Uhr
1
schon erstaunlich das eine Aktie nach guten zahlen und vor einen ex Tag so sang und klanglos abschmiert
Nabucco
Nabucco, 10.09.2021 8:49 Uhr
4
Ich finde es ist ein bisschen so wie kurz vor dem ersten Lockdown, als die Finanzmärkte einbrachen und die Preise für PGM abstürzten. Auch in diesen Wochen wird die momentane Nachfrage nach Palladium und Rhodium nicht durch ihre Kurse direkt abgebildet. It’s the sentiment, stu.pid. Die Sorgen um ein nachhaltiges Abschmelzen der PGM-Preise haben wir in der schwarzmalenden „Analyse“ auf Seeking Alpha vom Autor „Gold Panda“ nachlesen können (Argumentationskette: …rasant wachsende Elektromobilität…parallel Chipkrise bis weit in 2023….folglich Marktdefizit bei Palladium und Rhodium schon fast weg…..PGM-Preise bald auf Vordefizitniveau….die Zukunft sieht düster aus). Dieser Artikel wurde in den letzten Tagen intensiv diskutiert [hier noch einmal der Link, unten die Diskussion: https://seekingalpha.com/article/4452376-sibanye-stillwater-this-is-likely-as-good-as-it-gets-and-im-now-bearish#comments]. Einige Diskussionsbeiträge wiesen darauf hin, dass die Begründungen des Autors eher qualitativ und oberflächlich bleiben. Sibanye hat kürzlich konkrete Zahlen gebracht, die eine auch in diesem Jahr weiter anhaltende Nachfrage nach Palladium und Rhodium mit hoher Volatilität der Preise darstellen. Dazu muss man wissen, dass Sibanye mit der unternehmenseigenen Analyse-Firma SFA-Oxfort Zugriff auf quantitative Daten und Expertisen hat. Insbesondere gibt es umfangreiche Quartalsberichte mit wahrscheinlich sorgfältigeren Analysen zur kurz- und langfristigen Entwicklung der PGM- und Batteriemetallpreise. Die Quartalsberichte sind wohl nicht frei verfügbar, sondern müssen von Externen eingekauft werden. Deswegen bin ich auf eine neue Einschätzung der zukünftigen Entwicklung (auch mit Fokus auf die Auswirkung der Chipkrise) auf dem PGM-Investorentag am 23.9 gespannt. „Citi sieht in den Jahren 2022 bis 2023 eine steigende Palladiumnachfrage, da die Analysten davon ausgehen, dass die Automobilindustrie in eine starke Aufstockungsphase eintreten wird. Die Bank stellt fest, dass die Autobestände auf dem niedrigsten Stand seit über 50 Jahren sind. Die Nachfrage nach Platin, Palladium und insbesondere Rhodium prägt Südafrikas größten Handelsüberschuss in der Geschichte. Die Verdreifachung der Rhodiumpreise hat es zum wertvollsten Exportprodukt Südafrikas gemacht, wie Bloomberg vermerkt.“ [happydew, 31.8., Chat auf Seeking Alpha].
j
jonasx23, 08.09.2021 16:34 Uhr
1
Mittlerweile 10% runter
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