Strategy B WKN: 722713 ISIN: US5949724083 Forum: Aktien User: WhiteRussian
@grey@runkle@vinnfred@all So sehr es ja jeden selbst überlassen ist, ob er an Chartanalyse glaubt, bzw. sicher ist , das sie funktioniert.. ( wie ihr ja auch schreibt, ob eurer Erfahrung ) , hier dann mal abschließend der DENKANSTOSS meiner Relativierung ob der Wirksamkeit von techn. Analyse, die ich vor ein paar Wochen mal mit Hilfe der Ki erarbeitet hatte : 1. Fehlende wissenschaftliche Evidenz Keine klare Überlegenheit: Viele empirische Studien kommen zu dem Ergebnis, dass charttechnische Methoden langfristig keine signifikante Überrendite gegenüber dem Markt liefern. Random Walk Hypothese: Laut dieser Hypothese (und dem damit verbundenen Effizienzmarkthypothese) sind Kursbewegungen weitgehend zufällig, sodass vergangene Kursmuster keine Rückschlüsse auf die Zukunft erlauben. 2. Subjektivität Interpretationsspielraum: Zwei Analysten können denselben Chart unterschiedlich interpretieren – z. B. sieht einer eine „Kopf-Schulter-Formation“, der andere nicht. Kognitive Verzerrungen: Menschen tendieren dazu, Muster auch dort zu sehen, wo keine sind („sogenannte Apophenie“). 3. Selbsterfüllende Prophezeiung Viele Muster funktionieren nur, weil genügend Marktteilnehmer daran glauben und entsprechend handeln. 4. Vernachlässigung fundamentaler Faktoren Die Charttechnik ignoriert oft makroökonomische Daten, Unternehmenskennzahlen oder politische Ereignisse, die erhebliche Auswirkungen auf Märkte haben können. Daher zu eindimensional. 5. Überanpassung (Overfitting) Viele Charttechniker passen ihre Strategien im Nachhinein an vergangene Daten an („Backtesting“), was oft zu überoptimierten Strategien führt, die in der Realität nicht funktionieren. 6. Marktveränderungen Märkte sind dynamisch, und Chartmuster, die früher funktioniert haben, funktionieren möglicherweise in neuen Marktumfeldern (z. B. durch KI, Algorithmen oder Regulierungen) nicht mehr. Fazit: Die Charttechnik kann kurzfristig nützlich sein – Sie eignet sich daher eher als ergänzendes Werkzeug, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. Dann zudem die noch die psychologische Komponente als Erklärungsversuch : 🔍 1. Illusion der Kontrolle Menschen neigen dazu zu glauben, sie hätten Kontrolle über Zufallsereignisse, wenn sie aktive Entscheidungen treffen können oder Informationen analysieren. Die Charttechnik gibt genau dieses Gefühl: Man „liest“ den Markt, erkennt Muster („Geheimzeichen“), und hat dadurch scheinbar einen Informationsvorsprung. In Wahrheit können Märkte aber hochgradig zufällig und nicht vorhersehbar sein – trotzdem vermittelt die Beschäftigung mit Charts ein trügerisches Gefühl von Kontrolle. 🧠 2. Kognitive Verzerrungen Rückschaufehler (Hindsight Bias): Im Nachhinein erscheinen viele Kursbewegungen logisch und „erklärbar“, was den Eindruck verstärkt, dass man sie auch hätte vorhersagen können. Bestätigungsfehler (Confirmation Bias): Charttechniker neigen dazu, nur die Muster zu sehen, die ihre Erwartungen bestätigen, und gegenteilige Hinweise zu ignorieren. 🌪 3. Komplexitätsreduktion Finanzmärkte sind komplex, chaotisch und oft unverständlich. Charttechnik bietet einfache Muster (z. B. „Doppeltop“, „Trendkanal“), die scheinbar Ordnung und Struktur in das Chaos bringen. Dadurch fühlen sich Menschen sicherer – auch wenn die Realität möglicherweise nicht so geordnet ist, wie der Chart es suggeriert. 🧬 4. Exklusivitätsgefühl Viele Charttechniker glauben, sie würden etwas sehen, was andere nicht sehen. Das erzeugt ein Gefühl von Überlegenheit oder Expertenstatus. Dieses „Geheimwissen“ (z. B. über Elliot-Wellen, Fibonacci-Zahlen oder seltene Formationen) macht die Analyse besonders reizvoll – auch wenn es objektiv nicht überlegen ist. 🧘 5. Handlungskomfort Wer eine Strategie hat, fühlt sich handlungsfähiger. Das gibt emotionalen Halt, vor allem in volatilen Marktphasen. Die Charttechnik bietet klare Einstiegs- und Ausstiegspunkte – das reduziert Unsicherheit und Entscheidungsdruck.
bin da ganz bei dir. als du letztes jahr damit angefangen hast das zu posten dachte ich auch erst alles humbug, aber zwischenzeitlich verstehe ich deine analysen sehr gut, bin immer wieder erstaunt wir fibos, emas, m level oder sonstwas für 'striche' nahezu centgenau angelaufen werden und analysiere selbst bisschen mit rum ... weit entfernt von deinem level. möchte deine täglichen updates ungern missen ...
Ist es nicht, kenne Leute die hoch investiert sind und es läuft seit mehreren Jahren ohne Probleme aber ich es würde niemandem empfehlen, „anschwatzen“ oder sonstwas.Es ging lediglich darum, dass es Dinge gibt die man nicht erklären kann…Ich habe für mich entschieden dass ich die 1,2 % lieber selber reintrade und mein Geld nicht aus der Hand gebe. Hat für letztes Jahr funktioniert und dieses Jahr bisher verdreifacht. 🙂 Und ich bin immer noch überzeugt dass ich es nicht kann 🙈
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