Trading- und Aktien-Chat Forum: Community User: ÄffchenNotToGo
Dazu kann ich eigene Erfahrungen beitragen. Meine Lebensgefährtin ist aus Argentinien mit der sogenannten Chancenkarte nach Deutschland gekommen. Hoch qualifiziert. Studierte Wirtschaftsprüferin. Anerkannte Abschlüsse. Ich kann euch sagen, was für ein Chaos und Hürden. Zuerst mal: Sie darf damit nur maximal 20 Stunden in der Woche arbeiten. Das grenzt die Jobsuche schon enorm ein. Sie hatte mit unglaublichem Fleiß und Mühe geschafft, binnen drei Monaten einen Job zu finden. Dieser muss natürlich der Qualifikation entsprechen. Also einfach irgendwo an der Kasse arbeiten, geht nicht. Sie darf mit dieser Chancenkarte also nur Teilzeit arbeiten. Vollzeit darf man nur mit einer Aufenthaltserlaubnis arbeiten. Diese bekommt man aber nur, wenn man einen qualifizierten Job vorweisen kann. Die Kommunikation zwischen den wichtigen Behörden Ausländerbehörde und Agentur für Arbeit hakt leider sehr oft, weshalb trotz unterschriebenem Arbeitsvertrag keine Informationen dieser Behörden bekam, wie ihr Bleibereich zur Zeit ist. Im März hatte sie ihren Termin bei der Ausländerbehörde, wo es hieß, sie bekäme in zwei Wochen eine Antwort bezüglich ihres Status. Letztlich hat es bis Anfang Mai gedauert. Dann wurde ihre Aufenthaltserlaubnis abgelehnt, weil sie offiziell zu wenig verdient. Zum Glück konnte sie bei ihrem Arbeitsgeber schon zeigen, was sie kann, sodass dieser den Arbeitsvertrag angepasst hat. Nun wartet sie wieder seit einigen Wochen auf eine Nachricht der Behörden, ob der neue Arbeitsvertrag akzeptiert wird.
Ja, das verrückte ist: Die Ausländerbehörde ist zwar dein direkter Ansprechpartner. Aber im Endeffekt entscheiden die gar nix. Die geben nur deine Daten an die Agentur für Arbeit weiter (falls es da nicht hakt). Diese entscheidet, ob deine Arbeit akzeptiert wird oder nicht. Du darfst aber deine ganzen Unterlagen nicht direkt selber an die Agentur für Arbeit senden.
Danke für deinen Erfahrungsbericht. Sehr interessant, auch erschreckend, wie das läuft. Das ist eine Erklärung warum man nicht weiß wie viele Jobsuchen erfolgreich waren. Man kommt mit der Überprüfung der erfolgreichen Jobsuchen nicht hinterher, dann hat man auch keine Zahlen. Sonst wäre die Rechnung relativ einfach. Soundso viele befristete Visa wurden in Bleiberechte geändert ergibt soundso viele Prozent Erfolg. Wenn ich nach einem Jahr so gut wie nix bearbeitet habe sage ich besser wir wissen es (noch)nicht. So stellt es sich für mich jetzt dar 🤔
Dazu kann ich eigene Erfahrungen beitragen. Meine Lebensgefährtin ist aus Argentinien mit der sogenannten Chancenkarte nach Deutschland gekommen. Hoch qualifiziert. Studierte Wirtschaftsprüferin. Anerkannte Abschlüsse. Ich kann euch sagen, was für ein Chaos und Hürden. Zuerst mal: Sie darf damit nur maximal 20 Stunden in der Woche arbeiten. Das grenzt die Jobsuche schon enorm ein. Sie hatte mit unglaublichem Fleiß und Mühe geschafft, binnen drei Monaten einen Job zu finden. Dieser muss natürlich der Qualifikation entsprechen. Also einfach irgendwo an der Kasse arbeiten, geht nicht. Sie darf mit dieser Chancenkarte also nur Teilzeit arbeiten. Vollzeit darf man nur mit einer Aufenthaltserlaubnis arbeiten. Diese bekommt man aber nur, wenn man einen qualifizierten Job vorweisen kann. Die Kommunikation zwischen den wichtigen Behörden Ausländerbehörde und Agentur für Arbeit hakt leider sehr oft, weshalb trotz unterschriebenem Arbeitsvertrag keine Informationen dieser Behörden bekam, wie ihr Bleibereich zur Zeit ist. Im März hatte sie ihren Termin bei der Ausländerbehörde, wo es hieß, sie bekäme in zwei Wochen eine Antwort bezüglich ihres Status. Letztlich hat es bis Anfang Mai gedauert. Dann wurde ihre Aufenthaltserlaubnis abgelehnt, weil sie offiziell zu wenig verdient. Zum Glück konnte sie bei ihrem Arbeitsgeber schon zeigen, was sie kann, sodass dieser den Arbeitsvertrag angepasst hat. Nun wartet sie wieder seit einigen Wochen auf eine Nachricht der Behörden, ob der neue Arbeitsvertrag akzeptiert wird.
Seit dem 1. Juni 2024 dürfen Ausländer unter bestimmten Voraussetzungen nach Deutschland einreisen, um einen Job zu suchen. Nach einem Jahr wurden bereits mehr als 10.000 Visa erteilt. Doch ob die Inhaber der Chancenkarte tatsächlich Arbeit finden, wissen die Behörden offenbar nicht..... Welt..... Verwaltung☹️
Guten morgen, Dies zu ermitteln wäre auch unverhältnismäßig aufwendig. Gibt ja kein register, wo alle Arbeitsplätze eingetragen werden. Die karteninhaber haben meines wissens auch keinen Anspruch auf Sozialleistungen und müssen dem Grunde nach nachweisen, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst absichern können. Ist halt der allgemeine Widerspruch zwischen Bürokratieabbau einerseits und Erwartungshaltung an den Staat andererseits.
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