Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z

4481 Begriffe
Begriff Thema
Broker-Limit Eine Anweisung an einen Finanzvermittler, ein Wertpapier oder eine Kryptowährung zu einem festgelegten Preis oder besser auszuführen, wodurch der maximale Kaufpreis oder minimale Verkaufspreis geschützt wird
Börsen-Obergrenzen Die von Handelsplätzen festgelegten Preisobergrenzen oder automatischen Handelsunterbrechungen, die bei extremen Kursschwankungen ausgelöst werden, um übermäßige Marktreaktionen zu bremsen und geordnete Abläufe sicherzustellen
Volatilitätsschwellen Die festgelegten Werte für Kursschwankungen an Handelsplätzen, bei deren Erreichen oder Überschreiten automatische Unterbrechungen oder Preisbegrenzungen ausgelöst werden, um extreme Marktreaktionen einzudämmen
Handelsplatz-Beschränkung Die temporären Handelsstopps oder Preisbegrenzungen an Börsen, die bei Überschreitung bestimmter Schwankungsgrade ausgelöst werden, um extreme Marktschwankungen zu dämpfen und geordnete Transaktionen zu ermöglichen
Volatilitätsunterbrechung Die vorübergehende Aussetzung des Handels an einer Börse, die bei starken Kursschwankungen automatisch eintritt, um übermäßige Volatilität zu kontrollieren und Marktteilnehmern Zeit zur Neubewertung zu geben
Binding Offer Ein rechtsverbindliches Angebot eines potenziellen Käufers zum Erwerb eines Unternehmens oder von Unternehmensanteilen, das nach Annahme einen verbindlichen Vertrag begründet und meist mit Bedingungen versehen ist
Tender Offer Ein öffentliches Angebot eines Käufers an die Aktionäre eines Unternehmens, ihre Anteile zu einem festgelegten Preis und unter bestimmten Bedingungen zu veräußern, meist im Rahmen einer geplanten Übernahme oder Beteiligungserhöhung
Onshore-Fonds Ein Investmentfonds, der innerhalb der Heimatjurisdiktion des Anlegers oder eines streng regulierten Marktes aufgelegt wird und höhere Transparenz- sowie Aufsichtsanforderungen erfüllt
Onshore-Märkte Finanzmärkte innerhalb der Heimatjurisdiktion oder eines streng regulierten Wirtschaftsraums, die höhere Transparenz, Aufsicht und Compliance-Anforderungen erfüllen und lokale Investoren schützen
Wirtschaftlichkeitsprinzip Ein Grundsatz, der vorschreibt, mit dem geringstmöglichen Einsatz an Mitteln ein möglichst hohes Ergebnis zu erzielen oder mit festen Mitteln maximale Ziele zu erreichen
Market Value Der aktuelle Preis, zu dem ein Vermögenswert oder eine Ware auf dem freien Markt zwischen Käufern und Verkäufern gehandelt wird und der durch Angebot und Nachfrage bestimmt ist
Face Value Der auf einem Wertpapier wie einer Anleihe oder Aktie aufgedruckte feste Betrag, der den Rückzahlungswert bei Fälligkeit oder den rechnerischen Anteil am Grundkapital angibt
Nennwert vs. Marktwert Der Unterschied zwischen dem festen aufgedruckten Betrag eines Wertpapiers und dem aktuellen Preis, zu dem es auf dem freien Markt durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird
Par Value bei Anleihen (Bonds) Der feste Nominalbetrag einer Anleihe, der bei Fälligkeit vom Emittenten an den Inhaber zurückgezahlt wird und die Grundlage für die Zinsberechnung bildet
Par Value bei Aktien Der auf einer Aktie angegebene feste Betrag, der den rechnerischen Anteil am Grundkapital der emittierenden Gesellschaft repräsentiert und bei der Ausgabe berücksichtigt wird
Wechselkursparität Ein Zustand, bei dem der Wechselkurs zweier Währungen ihrem tatsächlichen Wertverhältnis oder einem vereinbarten festen Gleichgewicht entspricht
Kaufkraftparität (KKP) Eine Theorie, nach der Wechselkurse zwischen Währungen so angepasst werden, dass ein identischer Warenkorb in verschiedenen Ländern den gleichen Preis aufweist
Partizipationsquote im Finanzwesen Der Prozentsatz, mit dem ein strukturiertes Finanzprodukt oder Zertifikat an der Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Basiswerts oder Index teilnimmt
Partizipationsquote in der Volkswirtschaftslehre Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung, der entweder erwerbstätig ist oder aktiv eine Beschäftigung sucht
Partizipationsrate im Finanzwesen Der Prozentsatz der Wertentwicklung eines Basiswerts, an dem ein Investor in einem strukturierten Finanzprodukt teilnimmt, wodurch der potenzielle Gewinnanteil festgelegt wird
Partizipationsrate in der Volkswirtschaftslehre Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung, der entweder erwerbstätig ist oder aktiv eine Beschäftigung sucht und somit die Nutzung des Arbeitskräftepotenzials abbildet
Stimmrechtslose Aktie Eine Aktienform, die dem Inhaber wirtschaftliche Rechte wie Gewinnbeteiligung und Anspruch auf Liquidationserlös gewährt, jedoch keine Mitbestimmung in der Hauptversammlung erlaubt
Aktiv gemanagte Fonds Ein Investmentfonds, bei dem ein Manager Wertpapiere gezielt auswählt und das Portfolio regelmäßig umschichtet, um eine höhere Rendite als der Vergleichsmarkt zu erreichen
Portfoliomanagement Ein Prozess, der die Zusammenstellung, Überwachung und Anpassung eines Bestands an Wertpapieren oder Anlagen steuert, um definierte Rendite- und Risikoziele zu erreichen
Einlagengeschäft Das Bankgeschäft, das in der Entgegennahme von Kundengeldern als verzinsliche Einlagen besteht und diese Mittel zur Refinanzierung weiterer Aktivitäten nutzt
Put-Call-Ratio (PCR) Ein Stimmungsindikator am Optionsmarkt, der das Volumen verkaufter Put-Optionen zum Volumen von Call-Optionen ins Verhältnis setzt und Markterwartungen widerspiegelt
Plain-Vanilla-Optionen Standardoptionen mit einfacher Ausübung zum vereinbarten Preis, die keine zusätzlichen Barrieren oder komplexen Bedingungen enthalten und die grundlegende Kauf- oder Verkaufsfunktion erfüllen
Plain-Vanilla-Anleihen Standardanleihen mit fester Verzinsung und einfacher Rückzahlung zum Nennwert am Laufzeitende ohne zusätzliche Merkmale wie Wandelbarkeit oder vorzeitige Kündigungsrechte
Plain-Vanilla-Swaps Ein standardisierter Derivatevertrag, bei dem eine Partei feste Zinszahlungen gegen variable Zinszahlungen einer anderen Partei tauscht, um Zinsrisiken abzusichern oder zu steuern