Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z

4566 Begriffe
Begriff Thema
Zu Pari Der Zustand, bei dem der aktuelle Marktpreis eines Wertpapiers oder einer Devisennotierung exakt dem ursprünglichen Nennwert beziehungsweise dem Basiswert entspricht
Ausgabe unter Nennwert Eine Platzierung von neuen Wertpapieren auf dem Primärmarkt, bei welcher der anfängliche Kaufpreis für Investoren bewusst niedriger angesetzt ist als der Nominalbetrag
Ausgabe zu Nennwert Eine Platzierung von neuen Wertpapieren auf dem Primärmarkt, bei welcher der anfängliche Kaufpreis für Investoren exakt der aufgedruckten Nominale entspricht
Ausgabe über Nennwert Eine Platzierung von neuen Wertpapieren auf dem Primärmarkt, bei welcher der anfängliche Kaufpreis für Investoren über dem gedruckten Nominalbetrag angesetzt ist
Emission zu Pari Eine Platzierung von neuen Wertpapieren auf dem Primärmarkt, bei welcher der anfängliche Kaufpreis für Investoren exakt dem aufgedruckten Nominalbetrag entspricht
CAPE-Ratio Das auf dem inflationsbereinigten Zehnjahresdurchschnitt der Gewinne basierende Kurs-Gewinn-Verhältnis bewertet die langfristige Ertragskraft von Aktiengesellschaften
Shiller-KGV Das auf dem inflationsbereinigten Zehnjahresdurchschnitt der Gewinne basierende Bewertungsmaß spiegelt das zyklisch bereinigte Verhältnis von Aktienkursen zu Erträgen wider
Untergewichten Eine Empfehlung oder Portfoliostrategie, bei der ein bestimmter Vermögenswert im Vergleich zu einem Referenzindex mit einem geringeren prozentualen Anteil gehalten wird
Börsensachverständigenkommission (BSK) Die beim Bundesministerium der Finanzen eingerichtete Arbeitsgruppe berät die Politik und Behörden in Grundsatzfragen des Wertpapierwesens sowie des Marktdesigns
Ultimo-Order Eine Kauf- oder Verkaufsanweisung für Wertpapiere, deren Gültigkeit vertraglich so befristet ist, dass sie ausschließlich am letzten Handelstag des laufenden Monats ausgeführt wird
Ultimo-Effekt Das Phänomen beschreibt regelmäßige Kursschwankungen und erhöhte Handelsaktivitäten an Finanzmärkten, die durch Liquiditätsverschiebungen vor dem Monats- oder Jahresende entstehen
Top-Formationen Eine markante Kursstruktur in der charttechnischen Analyse, die nach einer anhaltenden Aufwärtsbewegung den Übergang in einen übergeordneten Abwärtstrend signalisiert
Bottom-Formationen Eine markante Kursstruktur in der charttechnischen Analyse, die nach einer anhaltenden Abwärtsbewegung den Übergang in einen übergeordneten Aufwärtstrend signalisiert
Double-Bottom-Muster Eine markante Kursstruktur in der charttechnischen Analyse, die durch zwei aufeinanderfolgende Tiefpunkte auf ähnlichem Niveau eine Trendwende nach oben signalisiert
Triple-Top-Muster Eine markante Kursstruktur in der charttechnischen Analyse, die durch drei aufeinanderfolgende Hochpunkte auf ähnlichem Niveau eine Trendwende nach unten signalisiert
Triple-Bottom-Muster Eine markante Kursstruktur in der charttechnischen Analyse, die durch drei aufeinanderfolgende Tiefpunkte auf ähnlichem Niveau eine Trendwende nach oben signalisiert
Rounding-Top (Kuppelformation) Eine charttechnische Trendwendeformation, die den sanften Übergang von einem Aufwärts- in einen Abwärtstrend durch eine abgerundete Kursentwicklung beschreibt
Rounding-Bottom (Untertassenformation) Eine charttechnische Trendwendeformation, die den sanften Übergang von einem Abwärtstrend in eine neue Aufwärtsbewegung durch eine U-förmige Kursentwicklung anzeigt
Cup-and-Handle-Formation Eine charttechnische Trendfortsetzungsformation, die eine Konsolidierungsphase in Form einer Tasse mit anschließendem, leicht abwärts gerichtetem Henkel beschreibt
Umrechnungskurs Der Preis einer Währung ausgedrückt in einer anderen Währung, welcher das Austauschverhältnis für den Devisenhandel auf den internationalen Finanzmärkten bestimmt
Kreditkonversionsfaktor (CCF) Der prozentuale Wert zur Bestimmung des Kreditäquivalenzbetrags, der die erwartete Inanspruchnahme noch nicht gezogener Kreditlinien im Fall eines Ausfalls bestimmt
Vollzeitäquivalente (FTE) Die Maßeinheit für die Arbeitszeit von Beschäftigten, die das gesamte Arbeitsvolumen auf die volle Arbeitszeit standardisierter Vollzeitkräfte normiert
Umsatzkostenverfahren (UKV) Das Verfahren zur Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, bei dem den erzielten Erlösen einer Periode ausschließlich die direkt für diese Verkäufe angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt werden
Gesamtkostenverfahren (GKV) Das Verfahren zur Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, bei dem sämtliche Erträge einer Periode den während dieser Zeit angefallenen Produktionsaufwendungen gegenübergestellt werden
Gewinnprovision Die variable Vergütung, die sich prozentual an den erzielten Erträgen nach Abzug von Kosten orientiert und als finanzieller Anreiz für erfolgreiche Geschäftsabschlüsse dient
Abschlussprovision Die einmalige variable Vergütung, die ein Vermittler für den erfolgreichen Neuabschluss eines Vertrages erhält und die oft als Prozentsatz der Vertragssumme berechnet wird
"Year-over-Year" (YoY) Der prozentuale Vergleich von Finanz- oder Wirtschaftsdaten eines bestimmten Zeitraums mit der exakt gleichen Periode des Vorjahres zur Bereinigung von Saisoneffekten
Rebalancing Die regelmäßige Anpassung der Gewichtung von Vermögenswerten in einem Portfolio, um die ursprüngliche Risikostruktur und Vermögensaufteilung nach Kursbewegungen wiederherzustellen
Rücknahmeabschläge Eine Gebühr, die Investmentgesellschaften beim Verkauf von Fondsanteilen durch den Anleger einbehalten, um die dabei entstehenden Transaktionskosten direkt zu decken
Exchangeable Bond Eine börsennotierte oder privat platzierte Anleihe, die dem Investor das Recht verbrieft, die Schuldverschreibung während einer festgelegten Frist in Aktien eines anderen, vom Emittenten unabhängigen Unternehmens umzutauschen