Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z

4604 Begriffe
Begriff Thema
ECU (European Currency Unit) Eine künstliche Rechnungswährung, die als gewichteter Durchschnitt der Währungen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft verwendet wurde, bevor sie durch den Euro ersetzt wurde
Edelmetalle Eine Gruppe von Metallen wie Gold, Silber, Platin und Palladium, die aufgrund ihrer Seltenheit, Korrosionsbeständigkeit und wirtschaftlichen Bedeutung als Wertanlage oder in der Industrie genutzt werden
EDGAR-Datenbank Eine der wichtigsten Quellen für Finanz- und Unternehmensinformationen in den USA
Edge Wallet Eine mobile, nicht-verwahrende Kryptowährungs-Wallet, die Benutzern ermöglicht, private Schlüssel lokal zu speichern, eine benutzerfreundliche Oberfläche bietet und mehrere Kryptowährungen, einschließlich Zcash mit abgeschirmten Adressen, unterstützt, mit Fokus auf Datenschutz und Sicherheit
EdW (Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen) Eine gesetzliche Einrichtung in Deutschland, die Anleger vor dem Verlust ihrer Ansprüche aus Wertpapiergeschäften schützt, indem sie Entschädigungen aus den Beiträgen der zugeordneten Wertpapierhandelsunternehmen leistet
Effekten Eine Kategorie von Wertpapieren, die Rechte wie Eigentum oder Forderungen verbriefen, insbesondere Aktien, Anleihen oder Investmentfondsanteile, die an Börsen gehandelt werden können
Effektenbörse Eine essenzielle Institution im globalen Finanzsystem, die eine zentrale Rolle bei der Preisfindung, Liquidität und Kapitalbeschaffung spielt
Effektengiro Ein System, das den elektronischen Transfer und die Verwahrung von Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen zwischen Konten ermöglicht, um den Handel und die Abwicklung zu vereinfachen
Effektenkredit Ein Darlehen, das von Banken oder Finanzinstituten gewährt wird, bei dem Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen als Sicherheit für den Kredit dienen
Effektenlombard Eine besicherte Kreditart, bei der börsennotierte Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen als Pfand dienen, um kurzfristige Liquidität für Wertpapiergeschäfte zu gewähren
Effektive Stücke (Tafeln) Physisch vorhandene und tatsächlich gedruckte Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen, die im Gegensatz zu buchmäßig verwalteten Globalurkunden eigenständig gelagert und übertragen werden können
Effektivverzinsung Eine jährliche Verzinsung, die den tatsächlichen Ertrag oder Kosten einer Anlage oder eines Kredits unter Berücksichtigung der Zinseszinsen widerspiegelt
Effektivzins Ein unverzichtbares Instrument zur Bewertung der tatsächlichen Kosten eines Kredits
EFP Markt (Exchange for Physical) Ein Mechanismus an Terminbörsen, bei dem Futures-Kontrakte gegen die zugrunde liegenden physischen Vermögenswerte oder Korbpositionen privat verhandelt und ausgetauscht werden, um Liquidität zu optimieren und Marktrisiken zu managen
EFSM (European Financial Stabilisation Mechanism) Ein temporäres EU-Stabilisierungsinstrument, das mittelfristige Darlehen an Mitgliedstaaten in Finanznot gewährt, um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern und Haushaltsdefizite kurzfristig zu überbrücken
Egmont-Gruppe Ein zentraler Baustein im internationalen Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
Egmont Secure Web (ESW) Eine Schlüsseltechnologie für den internationalen Informationsaustausch im Bereich der Geldwäschebekämpfung und Terrorismusfinanzierung
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) Ein zentrales Organ für die Stabilität, Integrität und Weiterentwicklung des schweizerischen Finanzsystems
Eigene Aktien (Treasury Stocks/Shares) Aktien eines Unternehmens, die es selbst zurückgekauft und im Eigenbestand hält, um sie später zu verwenden, etwa für Mitarbeiterprogramme oder Kapitalstrukturmaßnahmen
Eigenemission Eine Ausgabe von Wertpapieren, die ein Unternehmen selbst initiiert und direkt am Markt platziert, um Kapital zu beschaffen, ohne zwischengeschaltete Finanzinstitute
Eigenhandel Ein Handel, bei dem Finanzinstitute oder Händler Wertpapiere auf eigene Rechnung kaufen oder verkaufen, um von Preisbewegungen zu profitieren, anstatt im Kundenauftrag zu agieren
Eigenhändler Ein Marktteilnehmer oder Kreditinstitut, der Wertpapiere, Devisen oder Derivate im eigenen Namen und für eigene Rechnung kauft und verkauft, um aus Kursdifferenzen oder Preisbewegungen Gewinne zu erzielen, und dabei als direkter Vertragspartner gegenüber dem Kunden oder dem Markt auftritt
Eigenkapital Ein wesentlicher Bestandteil der finanziellen Struktur eines Unternehmens und ein Schlüsselindikator für seine finanzielle Gesundheit und Stabilität
Eigenkapitalfonds Ein Investmentfonds, der in Eigenkapital von Unternehmen investiert, um durch Wertsteigerung oder Dividendenzahlungen Renditen für die Anleger zu erzielen
Eigenkapitalquote Ein Finanzkennzahl, die den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital eines Unternehmens angibt, um dessen finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit von Fremdkapital zu bewerten
Eigenkapitalrendite Eine Kennzahl, die das Verhältnis des Nettogewinns eines Unternehmens zum eingesetzten Eigenkapital misst, um die Rentabilität der Eigenkapitalinvestition zu bewerten
Eigenkapitalrentabilität Eine Kennzahl, die den Nettogewinn eines Unternehmens im Verhältnis zum Eigenkapital misst, um die Effizienz der Kapitalnutzung und die Rendite für Anteilseigner zu bewerten
Eigenkapitalveränderungsrechnung Eine finanzielle Übersicht, die Änderungen im Eigenkapital eines Unternehmens über einen Zeitraum hinweg darstellt, einschließlich Einlagen, Entnahmen, Gewinnen, Verlusten und anderen Kapitalbewegungen
Eigenverwaltungsverfahren (§ 270a InsO) Ein gerichtliches Verfahren nach § 270a InsO, das einem Schuldner mit Sanierungsaussichten die Eigenverwaltung ohne Sachwalter ermöglicht, um das Unternehmen unter eigener Leitung fortzuführen und Gläubigerinteressen zu wahren
Eindeckung von Leerverkäufen Ein Prozess, bei dem ein Händler zuvor verkaufte Wertpapiere, die er nicht besaß, zurückkauft, um die offene Position zu schließen und potenzielle Verluste oder Gewinne zu realisieren
Einfacher Durchschnittskurs Der arithmetische Mittelwert, der durch Addition mehrerer Kurse eines Wertpapiers innerhalb eines Zeitraums und anschließende Teilung durch die Anzahl der Kurse ermittelt wird
Einfacher Gleitender Durchschnitt (SMA) Der Simple Moving Average ist einer der am häufigsten verwendeten Indikatoren in der technischen Analyse
Einheitlicher Abwicklungsausschuss (SRB) Eine zentrale Institution, die eine entscheidende Rolle in der Bankenunion der EU spielt
Einheitlicher Bankenaufsichtsmechanismus (SSM) Eine zentrale Reform des europäischen Finanzsystems, die eine effiziente, transparente und einheitliche Kontrolle von Banken im Euroraum sicherstellen soll
Einheitskurs (Kassakurs) Ein am Börsentag festgelegter Preis für Wertpapiere, der durch Angebot und Nachfrage im regulären Handel bestimmt wird und als Referenz für Transaktionen dient
Einkaufsmanagerindex (EMI) Ein monatlich ermittelter Frühindikator für die konjunkturelle Lage in der deutschen Industrie, der auf der Befragung von Einkaufsleitern zu Trends wie Auftragslage, Produktion und Beschäftigung basiert und Werte über 50 als Expansion signalisiert
Einkommensfonds Eine attraktive Option für Anleger, die regelmäßige und stabile Erträge suchen
Einkommenssteuer Eine zentrale Steuerform, die nahezu alle Bürger betrifft, komplex strukturiert ist und verschiedene Einkunftsarten, Freibeträge und Abzüge berücksichtigt, um eine faire und gerechte Besteuerung sicherzustellen
Einkommensteuer Ein zentrales Element des Steuersystems, das zur Finanzierung öffentlicher Ausgaben und zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit beiträgt
Einlagefazilität der EZB Eine Möglichkeit für Geschäftsbanken, überschüssige Liquidität über Nacht bei der Europäischen Zentralbank zu einem festgelegten Zinssatz zu parken
Einlagen der Zentralbank Ein zentrales Element des modernen Bankensystems, das eine entscheidende Rolle für die Stabilität und Funktionsfähigkeit der Wirtschaft spielt
Einlagengeschäft Das Bankgeschäft, das in der Entgegennahme von Kundengeldern als verzinsliche Einlagen besteht und diese Mittel zur Refinanzierung weiterer Aktivitäten nutzt