Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z

4515 Begriffe
Begriff Thema
Sellers Option Die vertraglich vereinbarte Frist bei einem Termingeschäft, die dem Verkäufer das Recht einräumt, den genauen Lieferzeitpunkt der Ware flexibel selbst zu bestimmen
Selling Agent Ein Vermittler oder Finanzinstitut, das im Auftrag eines Emittenten den aktiven Vertrieb und Verkauf neuer Wertpapiere an Investoren übernimmt
Semi-passiver Investmentstil Ein Anlageansatz, der eine kostengünstige Indexnachbildung mit gezielten, aktiven Abweichungen kombiniert, um ohne hohen Aufwand Mehrrenditen zu erzielen
BSE Sensex Der führende indische Aktienindex, der die Wertentwicklung der dreißig größten und liquidesten an der Börse in Mumbai gelisteten Unternehmen repräsentiert
Sentiment Die vorherrschende Stimmung, Einstellung und Erwartungshaltung der Marktteilnehmer bezüglich der zukünftigen Kursentwicklung an den Finanzmärkten
Sentiment-Analyse Die computergestützte Auswertung von Nachrichten, Social-Media-Beiträgen und Marktberichten zur automatisierten Bestimmung der Anlegerstimmung an Finanzmärkten
Settlement Die finale Erfüllung eines Wertpapiergeschäfts, bei der die Übertragung des Eigentums an den Käufer gegen die Zahlung des vereinbarten Geldbetrages an den Verkäufer erfolgt
Settlementpreis Der täglich von einer Terminbörse ermittelte Referenzkurs, der zur finanziellen Bewertung offener Kontrakte sowie für den täglichen Gewinnausgleich herangezogen wird
Shareholder Value Die strategische Ausrichtung der Unternehmensführung, die auf eine langfristige und nachhaltige Steigerung des Vermögenswerts für die Eigenkapitalgeber abzielt
Shares Die verbrieften Anteile am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, die dem Inhaber Miteigentumsrechte sowie Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung einräumen
Sicherheitsleistung Eine finanzielle oder materielle Garantie, die ein Kreditnehmer hinterlegt, um das Ausfallrisiko des Geldgebers bei Verzug abzusichern
Single Range Option Eine spezielle Art von Finanzderivat, das dem Käufer eine feste Auszahlung garantiert, wenn der Kurs des Basiswerts während der gesamten Laufzeit innerhalb einer festgelegten Spanne bleibt
Skaleneffekt Die Kosteneinsparung, die ein Unternehmen durch die Steigerung seines Produktionsvolumens erzielt, da sich Fixkosten auf eine größere Anzahl an Einheiten verteilen
Skontro Das von einem Makler an einer Wertpapierbörse geführte Auftragsbuch, in dem alle Kauf- und Verkaufsorder für ein bestimmtes Finanzinstrument erfasst und gegenübergestellt werden
Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) Die charttechnische Konstellation, die durch drei aufeinanderfolgende Höchststände eine Trendwende vom Bullen- zum Bärenmarkt signalisiert, sobald die Verbindungslinie der Tiefs bricht
Sleepy-Optionsschein Ein verbrieftes Finanzinstrument, dessen Hebelwirkung und Wertentwicklung aufgrund einer extrem niedrigen Prämie und weit außerhalb des Geldes liegenden Kurses stark nachlässt
Slippage Die Differenz zwischen dem erwarteten Kurs einer Transaktion und dem tatsächlichen Ausführungspreis, die häufig bei hoher Volatilität oder geringer Marktliquidität auftritt
Slow Stochastik Die modifizierte Form eines technischen Indikators, die durch eine zusätzliche Glättung der Werte extreme Preisausschläge reduziert und verlässlichere Kauf- oder Verkaufsignale liefert
Small und Mid Caps Die börsennotierten Unternehmen mit geringer bis mittlerer Marktkapitalisierung, die oft ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial aufweisen, jedoch höhere Kursschwankungen zeigen
Small Cap Die Aktiengesellschaft mit geringem Börsenwert, die aufgrund ihres kleinen Marktanteils oft dynamische Wachstumsfaktoren besitzt, jedoch auch eine geringere Liquidität aufweist
Small-Cap-Fonds Ein Investmentvermögen, das gezielt in Aktien von Unternehmen mit geringem Börsenwert investiert, um von deren hohem Wachstumspotenzial bei erhöhtem Risiko zu profitieren
SDAX Der Aktienindex der Deutschen Börse der die Performance der kleineren Unternehmen im Prime Standard Segment abbildet und als Benchmark für Small Caps dient
Swiss Options and Financial Futures Exchange (SOFFEX) Eine Pionierbörse im Bereich des vollelektronischen Handels mit Optionen und Futures, die eine entscheidende Rolle bei der Modernisierung des europäischen Terminmarktes spielte
Soft Landing (Wirtschaft) Die geldpolitische Strategie einer Zentralbank, die Konjunktur durch Zinserhöhungen so zu bremsen, dass die Inflation sinkt, ohne eine Rezession auszulösen
Solidaritätszuschlag Die steuerliche Ergänzungsabgabe auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer, die als Zuschlag erhoben wird, um spezifische gesamtstaatliche Aufgaben zu finanzieren
Sonderverwahrung Die Form der Wertpapierdepotführung, bei der die hinterlegten Urkunden für den Kunden getrennt von den Beständen anderer Anleger verwahrt und im Original zurückgegeben werden
Spanne im Börsenhandel Die Differenz zwischen dem höchsten Kaufangebot und dem niedrigsten Verkaufsangebot für ein Finanzinstrument, welche die Kosten für den sofortigen Handel widerspiegelt
Sparplan Eine langfristige Anlageform, bei der ein Anleger in regelmäßigen Zeitabständen einen festen Geldbetrag in Wertpapiere einzahlt, um kontinuierlich Vermögen aufzubauen
Sparquote Der Anteil des verfügbaren Einkommens eines privaten Haushalts, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht für den Konsum verwendet, sondern für die Zukunft zurückgelegt wird
SPDRs (Spiders, ETFs) Die börsennotierten Indexfonds, die die Wertentwicklung des marktbreiten amerikanischen Aktienindex S&P 500 abbilden und Anlegern den liquiden Handel dieses Korbs ermöglichen
Spekulant Ein Marktteilnehmer, der gezielt hohe Risiken eingeht und Vermögenswerte kauft oder verkauft, um von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren
Spekulationsfrist Der gesetzlich definierte Zeitraum zwischen dem Kauf und Verkauf eines Vermögenswerts, innerhalb dessen erzielte Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften voll steuerpflichtig sind
Spekulationsgewinne Die finanziellen Erträge, die durch den zeitnahen Kauf und Verkauf von Vermögenswerten erzielt werden, wobei der Profit ausschließlich auf der Ausnutzung von Marktpreisschwankungen beruht
Spekulationssteuer Die gesetzliche Abgabe auf Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften, die anfällt, wenn Vermögenswerte innerhalb einer bestimmten Frist mit Gewinn weiterverkauft werden
Spekulative Anlagestrategien Eine risikoreiche Methode des Kapitalanbaus, bei der Marktteilnehmer gezielt auf kurzfristige Preisänderungen setzen, um überproportionale Gewinne zu erzielen
Spekulative Geldanlage Eine Form des Investments, bei der Kapital in Anlageklassen mit hohem Risiko eingebracht wird, um in kurzer Zeit überdurchschnittliche Gewinne durch Marktschwankungen zu erzielen
Spekulieren Der risikoorientierte Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten in der Erwartung, von zukünftigen Preisänderungen zu profitieren und kurzfristige Gewinne zu erzielen
Sperrfrist Ein festgelegter Zeitraum, in dem bestimmte Marktteilnehmer (wie Unternehmensinsider, Großaktionäre oder Mitarbeiter) ihre Aktien nicht verkaufen dürfen, meist nach einem Börsengang (IPO) oder einer Fusion, um den Aktienkurs vor plötzlichem Verkaufsdruck zu schützen
Sperrminorität Die Mindestanzahl an Stimmrechten bei einer Abstimmung, die es einem Anteilseigner oder einer Gruppe erlaubt, wichtige Beschlüsse in Unternehmen zu blockieren
Spesen im Finanzwesen Gebühren, Provisionen oder Nebenkosten, die Finanzdienstleister (wie Banken oder Broker) für die Abwicklung von Wertpapiergeschäften, Kontoführung oder andere Finanztransaktionen erheben
Spezialfonds Ein institutionellen Anlegern vorbehaltenes Investmentvermögen, das nicht öffentlich vertrieben wird und maßgeschneiderte Anlagestrategien für Großinvestoren umsetzt
Spezialitätenfonds Ein Investmentvermögen, das gezielt in eine bestimmte Branche, Region oder Anlageklasse investiert, um durch starke Fokussierung überdurchschnittliche Renditen zu erzielen