Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z

4515 Begriffe
Begriff Thema
Nieuwe Markt (NMAX) Ein ehemaliges Segment der niederländischen Wertpapierbörse das wachstumsstarken innovativen und vor allem technologieorientierten Unternehmen mit erhöhten Transparenz- und Publizitätsanforderungen vorbehalten war und höhere Liquidität für Anleger anziehen sollte
"Nifty Fifty" - US-Wachstumsaktien der 1960er und 1970er Eine Gruppe von 50 extrem beliebten US-amerikanischen Blue-Chip-Aktien, die aufgrund ihres stetigen Wachstums und ihrer soliden Bilanzen als "sichere Bank" galten
Nigeria-Connection Ein weitverbreitetes Betrugsschema, bei dem Täter per E-Mail oder anderen Kanälen falsche Versprechungen über Erbschaften, Lotteriegewinne oder Geschäfte machen, um Vorauszahlungen von Opfern zu erlangen
Net Income Group Share (NIGS) Der auf die Anteilseigner der Konzernmutter entfallende Nettogewinn eines Unternehmensverbunds nach Abzug aller Aufwendungen Steuern und Minderheitsanteile anderer Gesellschafter
Nikkei 225 Ein Index, der die Wertentwicklung der 225 größten und liquidesten Unternehmen an der Tokyo Stock Exchange abbildet, um als Benchmark für den japanischen Aktienmarkt zu dienen
Omega Ein Maß zur Bewertung der Rendite einer Anlage im Verhältnis zu ihrem Risiko, berechnet als Quotient der kumulierten Erträge oberhalb einer Mindestrendite geteilt durch die Verluste unterhalb dieser Schwelle
Onion Warrant Ein strukturiertes Finanzinstrument, das dem Inhaber das Recht einräumt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, wobei mehrere Ausübungsschwellen in mehreren Stufen gestaffelte Auszahlungen auslösen
Online Banking Ein Dienstleistungsangebot von Banken, das Kunden über das Internet den Zugriff auf Konten, Überweisungen, Zahlungen und Kontoinformationen in Echtzeit ermöglicht und Transaktionen ohne Filialbesuch abwickelt
Online-Broker Ein Wertpapierhändler, der Aufträge zum Kauf und Verkauf von Aktien, Fonds und anderen Finanzinstrumenten primär über Internetplattformen oder Apps entgegennimmt und ausführt
Eröffnungskurs (Open) Ein erster festgestellter Preis eines Wertpapiers zu Beginn einer Handelssitzung an einer Börse, der aus dem Zusammentreffen von Kauf- und Verkaufsaufträgen in der Eröffnungsauktion resultiert
Open Contract (offener Kontrakt) Ein noch nicht geschlossener oder erfüllter Derivatkontrakt an einer Börse, bei dem Käufer und Verkäufer ihre jeweiligen Verpflichtungen aus dem Geschäft weiterhin halten und das Risiko bis zur Fälligkeit tragen
Open-End-Zertifikate Ein Wertpapier ohne festes Laufzeitende, das die Wertentwicklung eines Basiswerts wie Indizes oder Rohstoffe abbildet und jederzeit vom Emittenten zurückgekauft oder vom Anleger verkauft werden kann
Open Interest Ein Maß für die Anzahl der noch nicht geschlossenen oder erfüllten Derivatkontrakte wie Futures und Optionen an einer Börse, das das bestehende Marktrisiko und das Interesse der Teilnehmer widerspiegelt
Open Order Ein noch nicht ausgeführter oder stornierter Auftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers an einer Börse, der bis zur Erfüllung, zum Ablauf oder zur manuellen Aufhebung gültig bleibt
Open Outcry Ein Handelssystem an Börsen, bei dem Händler physisch auf dem Parkett durch laute Rufe („Outcry“) und Handzeichen Preise und Mengen aushandeln und Orders ausführen
OHLC-Balkendiagramm (Open-High-Low-Close) Ein Balkendiagramm in der technischen Analyse, das für jeden Zeitabschnitt den Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs eines Wertpapiers visualisiert und so die Kursbewegungen innerhalb der Periode darstellt
Opening Ein wesentlicher Aspekt des Handels an Finanzmärkten, der den Beginn der täglichen Handelsaktivitäten markiert
Opening-Periode (Eröffnungsauktion) Ein Verfahren zu Beginn des Börsenhandels, bei dem Angebot und Nachfrage für Wertpapiere gesammelt und abgeglichen werden, um einen initialen Gleichgewichtskurs zu ermitteln und den anschließenden kontinuierlichen Handel zu starten
Opening Transaction (Eröffnungstransaktion) Ein Geschäft zu Handelsbeginn das eine neue Position in einem Wertpapier oder Derivat begründet indem es entweder einen Kauf oder Verkauf initiiert und so die Ausgangslage für weitere Transaktionen schafft
Opération blanche Ein Verfahren bei einer Kapitalerhöhung bei dem ein Aktionär einen Teil seiner Bezugsrechte verkauft um mit dem Erlös die verbleibenden Rechte auszuüben und so neue Aktien ohne zusätzlichen Kapitaleinsatz zu erwerben
Operativer Cashflow Ein Indikator der die aus der laufenden Geschäftstätigkeit eines Unternehmens innerhalb eines Zeitraums erwirtschafteten liquiden Mittel nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen ohne Investitions- oder Finanzierungsaktivitäten darstellt
Operatives Ergebnis Ein Indikator der den aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens erzielten Gewinn oder Verlust innerhalb eines Zeitraums nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen aber vor Zinsen Steuern und außergewöhnlichen Posten widerspiegelt
Operationelles Risiko Ein Risiko das aus unzureichenden internen Prozessen menschlichen Fehlern Systemausfällen oder externen Ereignissen resultiert und die Fähigkeit eines Unternehmens beeinträchtigt seine operativen Ziele zu erreichen oder finanzielle Verluste verursachen kann
OPEX (Operating Expenses) Eine Vielzahl von Ausgaben, die notwendig sind, um die Geschäftsaktivitäten aufrechtzuerhalten
Opportunitätskosten Ein Konzept das den entgangenen Nutzen oder Gewinn beschreibt der durch die Wahl einer bestimmten Alternative anstelle der besten verfügbaren anderen Handlungsoption entsteht und bei Entscheidungen berücksichtigt werden sollte
Optionsrecht Ein vertragliches Recht, aber keine Verpflichtung, einen bestimmten Vermögenswert zu einem festgelegten Preis innerhalb einer vereinbarten Frist zu kaufen oder zu verkaufen
Optionsschein, gedeckt Ein Finanzinstrument, bei dem der Aussteller den zugrunde liegenden Vermögenswert physisch hält oder absichert, um die Erfüllung der Kauf- oder Verkaufsrechte bei Ausübung ohne zusätzliches Ausfallrisiko zu gewährleisten
Optionsserie Eine Gruppe standardisierter Derivate mit gleichem Basiswert, Ausübungspreis und Verfallsdatum, die an einer Börse gehandelt und als einheitliche Klasse betrachtet werden
Optionstyp Die Einteilung eines Derivats in eine Kaufvariante, die dem Inhaber das Recht zum Erwerb eines Basiswerts zu einem festen Preis verleiht, oder in eine Verkaufsvariante, die das Recht zum Veräußern gewährt
Optionsverhältnis Das Verhältnis, das festlegt, wie viele Einheiten eines Derivats benötigt werden, um eine Einheit des zugrunde liegenden Vermögenswerts bei Ausübung zu erhalten oder zu liefern
Ordinary Shares (ORD) Ein Standardaktientyp, der dem Inhaber Stimmrechte sowie anteilige Ansprüche auf Gewinnausschüttungen und Unternehmensvermögen bei einer Liquidation gewährt
Ordentliche Kapitalerhöhung Ein wichtiges Instrument zur Kapitalbeschaffung, das es Unternehmen ermöglicht, durch die Ausgabe neuer Aktien ihre Eigenkapitalbasis zu stärken und Wachstum zu finanzieren
Order Eine Anweisung an einen Broker oder eine Börse, ein Finanzinstrument zu einem bestimmten Preis oder zu Marktkonditionen zu kaufen oder zu verkaufen
Order Taking Period Die Zeitspanne, in der Anleger ihre Kauf- oder Zeichnungsaufträge für ein neu emittiertes Finanzinstrument bei einer Bank oder Börse einreichen können
Original Margin Die anfängliche Sicherheitsleistung, die ein Anleger bei Eröffnung einer Termin- oder Derivatposition bei einem Broker oder einer Clearingstelle hinterlegen muss
Physische Lieferung Die Erfüllung eines Derivatekontrakts durch tatsächliche Übergabe des zugrunde liegenden Assets oder Rohstoffs anstelle einer reinen finanziellen Abrechnung
Portfolioanalyse Ein Verfahren zur Bewertung der Zusammensetzung, Rendite und Risikostruktur eines Anlageportfolios, um Optimierungspotenziale zu erkennen und gezielte Anpassungen vorzunehmen
Power of Attorney (POA) Eine Vollmachtsurkunde, die eine Person ermächtigt, im Namen einer anderen rechtliche oder finanzielle Handlungen vorzunehmen und Entscheidungen zu treffen
Prämie im Finanzwesen Der Preis, den der Käufer einer Option für das Recht zahlt, den zugrunde liegenden Wert zu einem festgelegten Kurs innerhalb oder am Ende einer bestimmten Frist zu handeln
Prämiensparen Eine Sonderform des Sparens, ähnlich dem klassischen Sparbuch, mit einer zusätzlich zu den Zinsen festgelegten Prämie
Präsenzbörse Eine Handelsform an Wertpapierbörsen, bei der Käufer und Verkäufer persönlich auf einem physischen Parkett zusammenkommen, um Orders mündlich oder per Handzeichen in Echtzeit auszuführen und Kurse direkt zu bilden
Preiselastizität Die Sensitivität der nachgefragten oder angebotenen Menge eines Gutes gegenüber Preisänderungen, gemessen als Verhältnis der prozentualen Mengenänderung zur prozentualen Preisänderung