1000 Jobs betroffen

Zeiss kündigt drastischen Umbau an 12.05.2026, 20:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Carl Zeiss Meditec 28,54 EUR +9,64 % Lang & Schwarz

Gewinn bricht im ersten Halbjahr deutlich ein

Im ersten Halbjahr 2025/26 sank der Umsatz von Carl Zeiss Meditec auf 991,0 Millionen Euro nach 1,05 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang von 5,7 Prozent. Währungsbereinigt lag das Minus bei 1,0 Prozent. Besonders belastend wirkten schwächere Geschäfte mit Intraokularlinsen sowie ein schwaches Investitionsumfeld in Nord- und Südamerika. Das bereinigte operative Ergebnis EBITA fiel von 112,6 Millionen Euro auf 60,5 Millionen Euro. Die bereinigte EBITA-Marge sackte von 10,7 Prozent auf 6,1 Prozent ab. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen je Aktie nur noch 0,17 Euro nach 0,70 Euro im Vorjahr.

China und Amerika werden zum Problem

Vor allem in der Region APAC geriet der Konzern unter Druck. Dort sank der Umsatz um 10 Prozent auf 397,9 Millionen Euro. Während Indien weiter wuchs, entwickelten sich China, Japan, Südkorea und Südostasien schwächer. Auch in Amerika lief das Geschäft deutlich schlechter. Der Umsatz fiel dort um 11,1 Prozent auf 247,1 Millionen Euro. Hintergrund sei laut Unternehmen eine zunehmende Investitionszurückhaltung bei kleineren Kliniken und Arztpraxen. Besonders betroffen war der Bereich Diagnostikgeräte. Stabil entwickelte sich dagegen die Region EMEA. Dort stieg der Umsatz um 4,8 Prozent auf 345,9 Millionen Euro.

Radikales Sparprogramm bis 2029 geplant

Um die Profitabilität wieder zu steigern, kündigte Carl Zeiss Meditec ein umfassendes Maßnahmenpaket an. Bis zum Geschäftsjahr 2028/29 sollen Ergebnisverbesserungen von mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr erreicht werden. Geplant sind Einsparungen bei Verwaltung, Forschung und Entwicklung sowie in den Lieferketten. Außerdem will das Unternehmen weniger profitable Produkte aus dem Portfolio streichen und Teile der Produktion in kostengünstigere Länder verlagern. Bis zu 1.000 Stellen weltweit könnten dadurch betroffen sein. Zusätzlich rechnet der Konzern mit Einmalaufwendungen und Investitionen von bis zu 150 Millionen Euro bis 2028/29.

Analysten sehen Chancen trotz schwacher Prognose

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Carl Zeiss Meditec einen Umsatz zwischen 2,15 und 2,20 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITA-Marge soll zwischen 8 und 10 Prozent liegen. Damit bleibt der Ausblick unter den früheren Erwartungen. An der Börse kamen die angekündigten Sparmaßnahmen dennoch gut an. Die Aktie legte zeitweise um mehr als 7 Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im SDax. UBS-Analyst Graham Doyle sprach von bahnbrechenden Einsparmaßnahmen mit Potenzial für mittelfristige Fantasie. Auch Barclays und MWB Research sehen die Restrukturierung inzwischen als entscheidenden Faktor für die weitere Entwicklung der Carl-Zeiss-Meditec-Aktie.

Bn-Redaktion/tb
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