Trotz Rekordzahlen unter Druck

Die brisante Lage bei RENK 12.05.2026, 18:44 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Panzer
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RENK Group 44,71 EUR -3,40 % Lang & Schwarz

Schwacher Kurs trotz voller Auftragsbücher

Eigentlich liefert der Rüstungskonzern weiter starke Wachstumszahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Auftragseingang auf 582 Millionen Euro, während der Umsatz bei 272,6 Millionen Euro lag und damit um 4 Prozent zulegte. Bereits 2025 hatte RENK mit 1,57 Milliarden Euro beim Auftragseingang einen Rekordwert erreicht. Der Konzern profitiert weiterhin von den steigenden Verteidigungsausgaben in Europa und der NATO. Dennoch reagierte die Börse enttäuscht. Die Aktie verlor mehrere Tage in Folge und fiel zeitweise unter wichtige charttechnische Unterstützungen. Nach der Rallye über 90 Euro im vergangenen Jahr hat sich die Korrektur zuletzt deutlich beschleunigt.

Analysten bleiben überraschend optimistisch

Während der Markt nervös reagiert, halten zahlreiche Analysten an ihren Kaufempfehlungen fest. Die Deutsche Bank bestätigte ihr Buy-Rating mit einem Kursziel von 73 Euro. Jefferies sieht die Aktie sogar bei 78 Euro. Auch Berenberg bleibt optimistisch und verweist auf einen Auftragseingang auf Rekordniveau sowie ein operatives Ergebnis über den Erwartungen. Die DZ Bank sieht den fairen Wert bei 65 Euro. Besonders hervorgehoben wird dort die neue modulare Produktionslinie in Augsburg, die künftig erhebliche Produktivitätsfortschritte ermöglichen soll. Warburg Research hält ebenfalls an seiner Kaufempfehlung fest und sieht die Jahresziele weiterhin erreichbar.

Wachstum kostet Zeit und Geld

Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch auch die Grenzen des schnellen Wachstums. Das bereinigte EBIT legte im ersten Quartal um 10,4 Prozent zu. Gleichzeitig verbesserte sich die EBIT-Marge von 14,1 auf 15 Prozent. Viele Investoren hatten allerdings offenbar deutlich stärkere Gewinnsprünge erwartet. Der Hintergrund ist klar. RENK muss Produktionskapazitäten erst ausbauen, um die hohe Nachfrage langfristig bedienen zu können. Das bindet Kapital und benötigt Zeit. Trotz des starken Auftragsbestands schlagen sich die Milliarden aus dem Rüstungsboom daher bislang noch nicht vollständig in den Gewinnen nieder.

Neue Unsicherheit im Chartbild

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Die frühere Unterstützungszone zwischen 46 und 48 Euro wurde zuletzt unterschritten. Sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen, rückt das Tief aus dem April 2025 bei 31,16 Euro als mögliche nächste Unterstützung in den Fokus. Allerdings erscheint die Bewertung inzwischen deutlich attraktiver. Auf Basis der durchschnittlichen Gewinnschätzungen für 2026 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis aktuell bei knapp 27. Angesichts des hohen Auftragsbestands und der langfristigen Wachstumsaussichten gilt das unter vielen Analysten nicht als teuer.

Vorstand verlängert Vertrag in Wachstumsphase

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt zuletzt auch die vorzeitige Vertragsverlängerung von Vorstandschef Alexander Sagel bis 2032. Der Aufsichtsrat begründete die Entscheidung mit der starken Entwicklung des Unternehmens in einer Phase außergewöhnlichen Wachstums. Unter Sagel konnte RENK die Lieferfähigkeit trotz stark steigender Nachfrage aus Bundeswehr, NATO und internationalen Streitkräften sichern. Gleichzeitig soll der Ausbau der Produktion die Grundlage für weiteres profitables Wachstum schaffen. Für die Aktie bleibt nun entscheidend, ob sich operative Stärke und Rekordaufträge bald wieder stärker im Kurs widerspiegeln.

Bn-Redaktion/tb
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