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1400 Euro Absturz

Stürzt Gold jetzt weiter? 26.06.2026, 17:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold
© Bild: iStock.com/alfexe
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Gold 4.084,43 USD +1,43 % L&S Exchange

Rekordhoch liegt weit zurück

Gold notiert aktuell bei rund 3.550 Euro je Feinunze. Anfang 2026 hatte der Preis noch ein Rekordhoch von rund 4.930 Euro erreicht. Damit ist ein erheblicher Teil der vorherigen Rally wieder verschwunden. Trotz einer leichten Erholung bleibt der Markt angeschlagen, denn der Preis liegt deutlich unter den Höchstständen aus dem Januar.

Zinsen belasten den Goldpreis

Der wichtigste Belastungsfaktor sind die Zinserwartungen in den USA. Höhere Anleiherenditen machen Gold weniger attraktiv, weil das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft. Gleichzeitig stützt ein stärkerer US Dollar den Druck auf Rohstoffe. Besonders kritisch ist, dass Anleger wieder stärker mit einer strafferen Geldpolitik der Federal Reserve rechnen.

Banken senken die Erwartungen

Mehrere große Banken haben ihre Prognosen bereits angepasst. ING erwartet für das dritte Quartal nun rund 3.780 Euroje Feinunze und für das vierte Quartal rund 4.050 Euro. Goldman Sachs senkte das Jahresendziel auf etwa 4.310 Euro. Die Bank of America hält ein früheres Ziel von rund 5.280 Euro inzwischen für schwer erreichbar.

Nachfrage zeigt Schwächen

Neben den Zinsen belastet auch die nachlassende Nachfrage. Aus wichtigen Märkten wie China und Indien kommen schwächere Signale. Zudem stehen börsengehandelte Goldprodukte unter Druck, wenn Anleger Kapital abziehen. Die Deutsche Bank sieht daher sogar ein mögliches Rückschlagsrisiko bis etwa 3.340 Euro je Feinunze.

Schutz bleibt umstritten

Gold bleibt für viele Anleger ein Baustein zur Absicherung gegen Krisen, Inflation und Währungsrisiken. Kurzfristig ist die Lage jedoch deutlich schwieriger geworden. Entscheidend wird sein, ob der Markt die Marke von rund 3.500 Euro stabil verteidigt. Gelingt das nicht, könnte aus der Korrektur eine längere Belastungsphase für Gold, Gold ETF und Minenaktien werden.

Bn-Redaktion/tb
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