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Adidas zündet Brawl-Stars-Hype

Das steckt dahinter 19.06.2026, 12:15 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Digiales Fußballspiel
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adidas 173,95 EUR -2,03 % Lang & Schwarz

Vom Stadion aufs Smartphone: Adidas startet den Starr Cup

Adidas erweitert sein Spielfeld und setzt dabei nicht auf klassischen Rasen, sondern auf digitale Arenen. Seit gestern können Spieler im Mobile Game Brawl Stars um virtuelle Tore kämpfen. Mit der neuen Partnerschaft verbindet der Sportartikelhersteller digitales Gameplay mit realen Fan-Artikeln und rückt damit eine junge, gamingaffine Zielgruppe stärker in den Mittelpunkt.

Im Zentrum der Kooperation steht der „Adidas Starr Cup“. Das zweiwöchige In-Game-Turnier läuft bis Anfang Juli und bringt einen neuen Fußball-Modus in das Spiel. Die Charaktere treten dabei mit exklusiven Adidas-Skins an. Für Brawl Stars ist es die erste Bekleidungs-Kollaboration dieser Art. Adidas nutzt damit eine Plattform, die weit über klassische Sportfans hinausreicht und im Alltag vieler junger Nutzer fest verankert ist.

Digitale Skins, reale Kollektion: So will Adidas Gaming in Umsatz verwandeln

Die Kooperation bleibt nicht auf das Smartphone beschränkt. Adidas überträgt die digitale Kampagne auch in seine Filialen und verbindet virtuelle Markenpräsenz mit greifbaren Produkten. Ab dem 1. August soll eine spezielle Junioren-Kollektion erhältlich sein. Dazu zählen T-Shirts, Trainingsanzüge sowie angepasste Versionen der bekannten Schuhmodelle Samba und Superstar.

Damit schafft Adidas eine direkte Brücke zwischen Spielwelt und Verkaufsgeschäft. Wer im Game mit Adidas-Skins in Berührung kommt, soll die Marke anschließend auch im echten Leben wiederfinden. Besonders für jüngere Käufer kann diese Verbindung aus Gaming, Mode und Sport einen starken Wiedererkennungswert erzeugen. Der Konzern positioniert sich damit nicht nur als Sportmarke, sondern auch als Teil digitaler Jugendkultur.

Strategisch passt der Schritt in das Ziel, Wachstum jenseits klassischer Sportmärkte zu suchen. Mobile Games bieten Adidas einen direkten Zugang zu einer Zielgruppe, die stark digital geprägt ist und Marken oft über soziale Medien, Streams, Spiele und Community-Erlebnisse wahrnimmt. Die Partnerschaft mit Brawl Stars ist deshalb mehr als eine reine Werbeaktion. Sie ist ein Versuch, die Marke dort zu platzieren, wo junge Konsumenten täglich aktiv sind.

Börse schaut hin: Aktie mit starkem Lauf vor dem Kollektionstest im August

Auch am Aktienmarkt wird der Vorstoß aufmerksam verfolgt. Die Adidas-Aktie schloss am Donnerstag bei 176,20 Euro. In den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs um über 18 Prozent zu. Der Relative Strength Index liegt aktuell bei 70,2 und zeigt damit ein sehr hohes kurzfristiges Kursniveau an.

Zugleich notiert die Aktie rund 15 Prozent über der 50-Tage-Linie. Das alte Jahreshoch von etwa 212 Euro bleibt damit eine wichtige Marke, die Anleger im Blick behalten dürften. Entscheidend für die Bewertung der Gaming-Offensive werden jedoch nicht nur virtuelle Turniere sein, sondern auch handfeste Verkaufszahlen. Mit dem Start der Junioren-Kollektion am 1. August erhält Adidas den ersten realen Test dafür, ob sich die digitale Aufmerksamkeit aus Brawl Stars in Nachfrage nach T-Shirts, Trainingsanzügen, Samba- und Superstar-Modellen übertragen lässt.

Bn-Redaktion/aw
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