Anzeige
++++++ Silicon Valley greift nach Uran: Myriad explodiert um 30 %! ++++++
Deutsche Telekom

Glasfaser-Deal sorgt für Machtfrage 19.06.2026, 12:21 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Telekom
© Symbolbild von Mika Baumeister auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Telekom 26,41 EUR -2,00 % Tradegate

Telekom bekommt Rückenwind beim Glasfaserausbau

Operativ zeigt sich die Deutsche Telekom weiterhin robust, zugleich liefert die Politik neue Impulse für den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Dennoch bleibt die Stimmung an der Börse angespannt: Anleger trennen sich von Telekom-Papieren, obwohl die jüngste Reform des Telekommunikationsgesetzes dem Konzern strategisch in die Karten spielen könnte.

Das Bundeskabinett hat die Novelle des Telekommunikationsgesetzes beschlossen. Im Mittelpunkt steht das sogenannte „Recht auf Vollausbau“. Netzbetreiber erhalten damit die Möglichkeit, Gebäude vollständig mit Glasfaser zu erschließen. Das gilt auch dann, wenn Wettbewerber dort bereits eigene Anschlüsse verlegt haben. Für die Telekom eröffnet diese Regelung neue Spielräume beim Ausbau schneller Netze und befeuert zugleich Spekulationen über eine noch stärkere Marktstellung des Bonner Konzerns.

Kritik kommt vor allem von konkurrierenden Anbietern. Sie warnen davor, dass der frühere Monopolist kleinere Marktteilnehmer verdrängen könnte, wenn er bereits erschlossene Gebäude zusätzlich mit eigener Glasfaser ausstattet. Das Telekom-Management hält dagegen und sieht den Schritt als notwendig an, um flächendeckende Gigabit-Netze voranzubringen. Die Debatte dürfte damit nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich an Schärfe gewinnen. Denn ein zentrales Hindernis bleibt bestehen: Die Baukosten für Glasfasernetze liegen in Deutschland weiterhin deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Milliarden für eigene Aktien: Rückkäufe stoppen den Kursrutsch nicht

Während die regulatorischen Rahmenbedingungen neue Chancen schaffen, sendet die Börse ein anderes Signal. Die Telekom versucht, den Aktienkurs mit umfangreichen Rückkäufen zu stabilisieren. Für das Jahr 2026 ist ein Gesamtvolumen von bis zu zwei Milliarden Euro vorgesehen. Die aktuell laufende Tranche umfasst maximal 550 Millionen Euro und soll noch bis Ende Juni abgeschlossen werden.

Bislang bleibt der gewünschte Effekt jedoch begrenzt. In den ersten Juniwochen zahlte der Konzern durchschnittlich 28,49 Euro je Anteilsschein. Gestern ging die Aktie dagegen deutlich tiefer bei 26,99 Euro aus dem Handel. Damit zeigt sich: Selbst millionenschwere Käufe eigener Papiere konnten den Abwärtstrend zuletzt nicht bremsen. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf gut drei Prozent.

Für Anleger entsteht dadurch ein auffälliger Gegensatz. Auf der einen Seite stärkt die Politik die Position der Netzbetreiber beim Glasfaserausbau, wovon die Telekom als großer Infrastrukturkonzern profitieren könnte. Auf der anderen Seite reagiert der Markt kühl und bewertet offenbar die Risiken höher als die neuen Chancen. Dazu zählen vor allem die hohen Investitionskosten, der Wettbewerbsdruck und die Frage, wie schnell sich zusätzliche Glasfaseranschlüsse tatsächlich in Erträge verwandeln lassen.

Starke Kasse, hohe Ziele: Der 6. August wird zum Belastungstest

Fundamental präsentiert sich die Deutsche Telekom deutlich stabiler, als es der Kursverlauf vermuten lässt. Die Ratingagentur S&P hob die Bonität des Konzerns im Mai auf „A-“ an und verwies dabei ausdrücklich auf die starke Kassenlage. Diese Einschätzung unterstreicht, dass das Unternehmen finanziell solide aufgestellt ist, auch wenn der Ausbau der Netze erhebliche Mittel bindet.

Das Management hält bislang an seinen Jahreszielen fest. Der freie Cashflow soll im laufenden Jahr auf über 19,8 Milliarden Euro steigen. Beim bereinigten operativen Ergebnis peilt der Vorstand rund 47,5 Milliarden Euro an. Damit setzt die Telekom ein klares Signal: Trotz hoher Ausbaukosten, politischer Debatten und schwächerer Kursentwicklung will der Konzern seine operative Stärke behaupten.

Ob diese Zuversicht gerechtfertigt ist, wird sich am 6. August zeigen. Dann legt die Deutsche Telekom ihre Zahlen für das zweite Quartal vor. Besonders im Fokus dürften die Entwicklung des freien Cashflows, die Belastungen durch den Netzausbau und mögliche Hinweise auf die Auswirkungen der neuen Glasfaser-Regeln stehen. Bis dahin bleibt die Aktie in einem Spannungsfeld aus politischem Rückenwind, milliardenschweren Rückkäufen und skeptischen Investoren gefangen.

Bn-Redaktion/aw
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,51
Hebel: 19,53
mit starkem Hebel
Ask: 5,70
Hebel: 5,22
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA54D8 UQ9LCA. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

13:17 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

12:48 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

12:47 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

12:15 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

10:43 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 21:48 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 21:28 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer