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Milliarden sind nicht genug 07.02.2025, 10:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Amazon warnt: Künstliche Intelligenz sprengt Cloud-Kapazitäten – Aktie unter Druck

Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und Chips

Amazon steht vor einer massiven Herausforderung: Die Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) wächst schneller, als das Unternehmen ausbauen kann. Trotz geplanter Investitionen von rund 100 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und Hardware für 2025 könnte es zu Engpässen kommen.

CEO Andy Jassy hat sich das Ziel gesetzt, Amazon als führenden Anbieter von KI-Cloud-Diensten zu etablieren. Doch er räumte ein, dass Lieferverzögerungen bei Hardware und unzureichende Stromkapazitäten das Wachstum bremsen könnten. „Es ist wahr, dass wir schneller wachsen könnten, wenn wir nicht durch Kapazitätsgrenzen eingeschränkt wären“, erklärte Jassy bei der Präsentation der Quartalszahlen.

Cloud-Sparte AWS wächst, aber Engpässe bremsen das Tempo

Die Sorgen von Amazon erinnern an Microsoft: Auch der Konkurrent hatte zuletzt erklärt, dass das Wachstum der Cloud-Sparte durch fehlende Rechenzentren gebremst wird. Jassy betonte, dass sowohl die Verfügbarkeit von Chips – sowohl von Drittanbietern als auch aus der eigenen Chipentwicklung – als auch die Stromversorgung die Expansion von Amazon Web Services (AWS) behindern. Eine Entspannung sei frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2025 zu erwarten.

Im vierten Quartal 2024 investierte Amazon 26,3 Milliarden US-Dollar in neue Kapazitäten, der Großteil davon für KI-Projekte. Der Umsatz der Cloud-Sparte stieg um 19 % auf 28,8 Milliarden US-Dollar – zum dritten Mal in Folge mit dieser Wachstumsrate. Das operative Ergebnis lag mit 10,6 Milliarden US-Dollar über den Erwartungen von Analysten.

Aktie fällt nach enttäuschendem Ausblick

Trotz starker Zahlen für das Weihnachtsquartal belastet der verhaltene Ausblick die Amazon-Aktie. Der Umsatz stieg insgesamt um 10 % auf 187,8 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn verdoppelte sich fast auf 20 Milliarden US-Dollar. Doch für das laufende Quartal erwartet Amazon einen Umsatz zwischen 151 und 155,5 Milliarden US-Dollar – weniger als die von Analysten erwarteten 158,6 Milliarden US-Dollar.

Die Aktie verlor nachbörslich rund 4 % und schloss zuletzt bei 238,83 US-Dollar. Analysten von Goldman Sachs und UBS halten dennoch an ihren Kaufempfehlungen fest. Während Goldman das Kursziel bei 240 US-Dollar belässt, sieht UBS mit 275 US-Dollar weiteres Potenzial.

Der KI-Boom bringt Amazon also enorme Chancen – aber auch neue Herausforderungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen die Kapazitätsprobleme in den Griff bekommt und seinen Platz an der Spitze der KI-Revolution sichern kann.

Bn-Redaktion/ts
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