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AstraZeneca stoppt wichtige Krebsstudie 17.08.2026, 18:00 Uhr Jetzt kommentieren: 0

AstraZeneca: AstraZeneca stoppt wichtige Krebsstudie
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Hoffnungsträger gegen Lungenkrebs enttäuscht

Volrustomig ist ein experimentelles Krebsmedikament von AstraZeneca, das derzeit in mehreren Krebsarten untersucht wird. In der nun gestoppten Studie wurde der Wirkstoff bei Patienten mit metastasiertem nichtkleinzelligem Lungenkrebs getestet. Dabei ging es um Patienten, deren Tumore nur geringe Mengen des Proteins PD-L1 bilden. Volrustomig wurde zusammen mit einer Chemotherapie verabreicht. Die Ergebnisse zeigten jedoch voraussichtlich keinen größeren Nutzen als die Behandlung mit dem bereits etablierten Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co in Kombination mit Chemotherapie.

Expertengremium empfiehlt Studienabbruch

Nach Auswertung der bisherigen Daten empfahl ein unabhängiges Expertengremium, die fortgeschrittene Studie zu beenden. Damit erleidet AstraZeneca einen Rückschlag bei einem Wirkstoff, dem langfristig erhebliche Umsätze zugetraut worden waren. Analysten hatten für Volrustomig bis 2032 Erlöse von rund 1,3 Milliarden Dollar erwartet. Das entspricht umgerechnet ungefähr 1,1 Milliarden Euro. 

AstraZeneca forscht mit Volrustomig weiter

Ganz abschreiben will AstraZeneca den Wirkstoff dennoch nicht. Volrustomig soll weiterhin bei anderen Krebsarten untersucht werden. Dazu zählen Mesotheliom und Gebärmutterhalskrebs. Der Konzern gehört zu den führenden Anbietern von Krebsmedikamenten und hat in den vergangenen Jahren mehrere umsatzstarke Präparate auf den Markt gebracht. Zu den wichtigsten Produkten zählen Tagrisso und Imfinzi.

Tagrisso und Enhertu liefern bessere Nachrichten

Parallel zum Rückschlag bei Volrustomig meldete AstraZeneca zwei positive Ergebnisse aus Spätphasenstudien. In einer Untersuchung wurde Tagrisso gemeinsam mit Orpathys bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs eingesetzt. Die Kombination verlängerte das Überleben im Vergleich zu einer Chemotherapie. Orpathys wird zusammen mit Hutchmed entwickelt und ist in China bereits zugelassen. Auch Enhertu zeigte positive Ergebnisse und konnte bei bestimmten Patienten mit einer Mutation des HER2-Proteins das Fortschreiten der Erkrankung verzögern.

AstraZeneca-Aktie steigt trotz Rückschlag

Die positiven Studiendaten zu Tagrisso und Enhertu halfen der AstraZeneca-Aktie im frühen Handel in London. Das Papier legte trotz des Studienabbruchs bei Volrustomig um 1,4 Prozent zu. AstraZeneca steht zugleich unter Druck, nachdem Investoren negativ auf Berichte über Fusionsgespräche mit Bristol-Myers Squibb reagiert hatten. In den vorliegenden Börsendaten wird die Aktie mit 134,95 EUR ausgewiesen. Die Marktkapitalisierung liegt bei 209,1 Mrd. EUR, die Dividendenrendite bei 1,69 Prozent und das KGV bei 18,17.

Bn-Redaktion/ar
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