Batterie-Aus, neue Wege

Porsche sucht Zukunft abseits der E-Batterie 26.08.2025, 13:54 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Batterie-Aus, neue Wege: Porsche sucht Zukunft abseits der E-Batterie
© Symbolbild von Antti auf Flickr
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Porsche AG 37,74 EUR +0,64 % Lang & Schwarz
Porsche Holding SE 39,51 USD +1,37 % Nasdaq OTC

Aus für die Batterietochter Cellforce

Ein Paukenschlag kam mit der Ankündigung, dass Porsche seine Tochterfirma Cellforce Group aus dem Bereich der Batteriezellenproduktion zurückzieht. Geplant war ursprünglich eine Kapazität von mehreren Gigawattstunden, um eigene E-Autos mit High-Performance-Batterien auszustatten. Doch steigende Kosten und technische Hürden haben das Projekt unrentabel gemacht. Rund 200 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Experten sprechen von einer Kurskorrektur, die zeigt, wie schwierig es selbst für Premiumhersteller ist, eine wettbewerbsfähige Batteriefertigung aufzubauen.

Schwäche im Kerngeschäft

Hinzu kommen rückläufige Verkaufszahlen: Porsche musste im ersten Halbjahr 2025 weltweit ein Absatzminus von 7 % verkraften. Vor allem die Nachfrage nach Elektro- und Hybridmodellen bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Marge sank im Vergleich zum Vorjahr von 18 % auf 15 %, was angesichts hoher Investitionskosten für neue Plattformen schmerzt. Analysten verweisen zudem auf Lieferkettenprobleme, die weiterhin die Produktion belasten.

Strategische Neuausrichtung

Um sich breiter aufzustellen, prüft die Porsche Beteiligungen im Bereich Rüstung und Verteidigungstechnologie. Hintergrund sind steigende staatliche Budgets in Europa, die nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine enorme Wachstumschancen versprechen. Medienberichten zufolge denkt das Unternehmen über ein Engagement in einem geplanten 500-Millionen-Euro-Fonds für europäische Defense-Tech-Startups nach. Kritiker bemängeln, dass dies ein riskanter Schritt fernab des Kerngeschäfts sei, Befürworter sehen darin eine sinnvolle Diversifikation.

Kursentwicklung und Bewertung

Die Aktie notiert derzeit bei 46,61 EUR und liegt damit rund 12 % unter dem Jahreshoch. Anleger reagieren verhalten: Während einige den Rückzug aus der verlustreichen Batteriefertigung als rationalen Schritt werten, überwiegt die Sorge, dass Porsche an Innovationskraft verliert. Das KGV der Aktie liegt bei etwa 9, was auf den ersten Blick günstig erscheint – allerdings nur, wenn die Margen im Automobilgeschäft stabil bleiben.

Chancen und Risiken

Die kommenden Quartale dürften zeigen, ob die Porsche den Spagat zwischen Automobiltradition, neuer Industrieausrichtung und Aktionärsinteressen meistern kann. Gelingt es, im Autogeschäft die Nachfrage zu stabilisieren und gleichzeitig durch neue Beteiligungen zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, könnte sich der aktuelle Kurs als Einstiegsgelegenheit erweisen. Scheitern diese Pläne, droht die Aktie länger in der Seitwärtsbewegung zu verharren.

Community-Stimmung

Im Forum zeigt sich ein gespaltenes Bild. Einige Nutzer sehen den Schritt, Cellforce zu schließen, als überfällige Entscheidung: „Lieber jetzt den Stecker ziehen, als Milliarden zu verbrennen.“ Andere sorgen sich, dass Porsche damit seine Innovationsführerschaft im E-Mobilitätssektor verspielt. Besonders kontrovers wird die mögliche Hinwendung zur Rüstungsindustrie diskutiert: Während Optimisten Diversifikation begrüßen, sehen Kritiker einen „Ausverkauf der DNA“.
Insgesamt herrscht Unsicherheit, ob der Kurs von 46 EUR eher ein Boden oder eine Durchgangsstation nach unten ist.

Bn-Redaktion/pl
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