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Bayer vor Milliardenboom?

Neue Kerendia-Zulassung ist da 14.07.2025, 16:10 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Neue Indikation eröffnet Milliardenpotenzial

Der DAX-Konzern Bayer hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für eine bedeutende Erweiterung der Anwendung seines Medikaments Kerendia erhalten. Das Präparat mit dem Wirkstoff Finerenon darf nun in den USA auch zur Behandlung von Erwachsenen mit einer Herzinsuffizienz bei erhaltener Auswurffraktion (mindestens 40 Prozent) eingesetzt werden. Diese Indikation betrifft eine große Patientengruppe, die bisher nur begrenzte Therapiemöglichkeiten hatte. Der Schritt der FDA war von Experten erwartet worden, gilt jedoch als strategisch wichtiger Meilenstein für Bayer.

Zulassungsanträge in weiteren wichtigen Märkten wie der Europäischen Union, China und Japan laufen derzeit. Schon bisher ist Kerendia weltweit zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Das Medikament zielt darauf ab, das Fortschreiten der Nierenerkrankung zu verlangsamen und gleichzeitig schwerwiegende kardiovaskuläre Komplikationen wie Herzinfarkt oder Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen zu verhindern.

Umsatzsprung mit Perspektive

Obwohl Kerendia noch ein vergleichsweise neues Produkt im Portfolio ist, zeigt sich bereits ein beachtlicher kommerzieller Erfolg: Im Jahr 2024 kletterte der Umsatz um über 70 Prozent auf 463 Millionen Euro. Im Verhältnis zum Gesamtumsatz der Pharmasparte ist das zwar noch überschaubar, doch das langfristige Potenzial ist enorm. Bayer prognostiziert für das Medikament einen jährlichen Spitzenumsatz von bis zu drei Milliarden Euro. Diese Perspektive ist nicht zuletzt deshalb bedeutend, weil sie helfen könnte, drohende Umsatzeinbrüche durch ablaufende Patente bei Kassenschlagern wie dem Blutverdünner Xarelto und dem Augenmedikament Eylea abzufedern.

Bei Xarelto hat die Konkurrenz durch günstigere Generika bereits deutliche Spuren in den Erlösen hinterlassen. Auch bei Eylea steht Bayer mittelfristig vor vergleichbaren Herausforderungen. Kerendia könnte daher zum entscheidenden Baustein im künftigen Wachstumskurs des Pharmageschäfts werden.

Kursplus trotz schwachem Gesamtmarkt

Die Nachricht der FDA-Zulassung wirkte sich auch direkt auf den Aktienkurs aus: In einem insgesamt schwachen Marktumfeld legte die Bayer-Aktie am Montag zeitweise um 0,9 Prozent auf 27,59 Euro zu. Seit Jahresbeginn konnte sich das Papier damit um über 42 Prozent erholen – ein bemerkenswerter Aufwärtstrend, der nicht zuletzt durch neue Hoffnungen im Pharmasegment befeuert wird. Analysten werten Kerendia zunehmend als strategischen Hoffnungsträger für Bayer. Die positive Reaktion an der Börse signalisiert, dass Investoren in dem Medikament ein erhebliches Ertragspotenzial sehen.

Bn-Redaktion/aw
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