BMW wächst in den USA

Trotz Quartals-Schock 06.01.2026, 14:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Absatzboom in den USA trotz schwächerem Quartal

BMW hat 2025 in den USA so viele Fahrzeuge verkauft wie nie zuvor: Insgesamt 388.897 Autos fanden im vergangenen Jahr einen Käufer, was einem Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Damit erzielt der Münchner Konzern zum dritten Mal in Folge einen neuen Absatzrekord auf dem amerikanischen Markt. Im vierten Quartal 2025 gingen die Verkaufszahlen zwar leicht zurück – 113.512 Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – doch das mindert die starke Jahresbilanz kaum.

Ein zentraler Faktor für den anhaltenden Erfolg ist die Produktionsstrategie in den USA. Während andere Hersteller mit Importzöllen und politischen Unsicherheiten kämpfen, profitiert BMW von seiner lokalen Fertigung. Das Werk in Spartanburg, South Carolina, ist das größte innerhalb des weltweiten BMW-Produktionsnetzwerks. Diese geografische Nähe zum US-Markt verschafft dem Konzern nicht nur Kostenvorteile, sondern reduziert auch das Risiko politischer Handelsbarrieren.

Digitale Plattform statt Modellpflege - die Neue Klasse kommt

Parallel zur Absatzentwicklung stellt BMW die Weichen für eine neue technologische Ära. Am 6. Januar 2025 gab die BlackBerry-Tochter QNX bekannt, dass ihre Software-Plattform künftig die technische Basis für BMWs neue Fahrzeuggeneration "Neue Klasse" bildet. Diese neue Architektur markiert einen fundamentalen Umbruch in der Strategie des Konzerns.

Im Zentrum der "Neuen Klasse" stehen vier leistungsstarke Steuergeräte, intern als "Superbrains" bezeichnet. Diese Hochleistungsrechner übernehmen jeweils eigene Fahrzeugfunktionen: automatisiertes Fahren, Infotainment, Fahrdynamik und den Betrieb zentraler Systeme. Die neue Elektronikarchitektur liefert laut BMW die 20-fache Prozessorleistung früherer Generationen. QNX stellt dafür ein Echtzeit-Betriebssystem und Hypervisor-Technologien zur Verfügung, die bereits in über 275 Millionen Fahrzeugen weltweit im Einsatz sind.

Chris Salzmann, Vice President Software Platforms bei BMW, betont: "Die Neue Klasse ist keine bloße Modellvariante, sondern eine komplette Neudefinition der Produkt- und Technologiestrategie." Die Plattform entkoppelt Software von Hardware und schafft so die Voraussetzung für KI-Integration, Over-the-Air-Updates und fortschrittliche Sicherheitssysteme.

Rückschritte bei Audi, Fortschritte bei BMW

Während BMW operative Stärke mit langfristiger Technologieplanung kombiniert, gerät die Konkurrenz unter Druck. Audi, die Premium-Tochter von Volkswagen, musste im US-Markt 2025 deutliche Rückgänge verkraften: Der Absatz sank um 16 Prozent auf 164.942 Fahrzeuge. Besonders drastisch fiel das vierte Quartal aus – hier brach der Verkauf um 36 Prozent auf 36.233 Einheiten ein.

BMW hingegen scheint die Balance aus kurzfristigem Markterfolg und strategischer Zukunftsausrichtung zu beherrschen. Die Zusammenarbeit mit QNX, die 2021 begann, hat sich von einem Projekt für Fahrerassistenzsysteme zu einem zentralen Bestandteil der gesamten Fahrzeugarchitektur entwickelt. Während viele Hersteller noch an der digitalen Transformation arbeiten, baut BMW bereits konkret an der Software- und Elektronikplattform der kommenden Fahrzeuggeneration. Damit positionieren sich die Münchner nicht nur als führender Premiumanbieter, sondern auch als technologischer Taktgeber der Branche.

Bn-Redaktion/aw
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