Boeing

Retten die Russen jetzt Boeing? 17.04.2025, 16:18 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Flugzeug
© Bild von 宅-KEN auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Airbus 168,39 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
Boeing 183,84 EUR +0,23 % Lang & Schwarz

Geheime Gespräche: Russland will Boeing-Jets mit eingefrorenen US-Vermögen kaufen

Russlands brisanter Wunsch an Washington

Russland hat inoffiziell bei den USA angefragt, ob es nach einem Waffenstillstand in der Ukraine wieder Boeing-Flugzeuge kaufen darf – bezahlt mit Mitteln aus eingefrorenen Staatsvermögen. Das berichtet eine mit dem Vorgang vertraute Person aus Moskau. Demnach sei die Bitte nicht an einen Friedensschluss gekoppelt, aber ohne Waffenruhe dürften die eingefrorenen Gelder ohnehin nicht verwendet werden.

Ein möglicher Deal könnte im Rahmen einer Lockerung der Sanktionen im Falle eines Kriegsendes stehen. Aktuell jedoch betont der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Brian Hughes: „Die USA werden keine wirtschaftlichen Zusagen machen, bevor nicht ein Waffenstillstand erreicht ist.“

Milliardensummen auf Eis – und Aeroflot im Visier

Schätzungen zufolge liegen rund 5 Milliarden US-Dollar russischer Vermögenswerte in den USA. Insgesamt wurden weltweit etwa 280 Milliarden Dollar an russischen Zentralbankreserven eingefroren – zwei Drittel davon in der EU. Auch Russlands Forderung, die Sanktionen gegen Aeroflot aufzuheben und Direktflüge zwischen beiden Ländern wieder zuzulassen, wurde bislang nicht öffentlich beantwortet.

Boeing selbst verweigert jeglichen Kommentar zu der Angelegenheit, ebenso wie das US-Außenministerium. Der Kreml ließ eine Stellungnahme unbeantwortet. Die Boeing-Aktie stabilisierte sich unterdessen nach dem Bericht und notierte vor Handelsbeginn in New York nur noch 0,3 % im Minus.

Kritische Lage bei russischen Airlines – und Hoffnung auf Neustart

Nach Beginn des Ukraine-Kriegs beendete Boeing seine Geschäfte in Russland, einschließlich eines großen Ingenieurzentrums. Die Sanktionen untersagen nicht nur den Kauf neuer Boeing- und Airbus-Jets, sondern auch den Erwerb von Ersatzteilen und Wartungsdienstleistungen.

In der Folge mussten russische Fluggesellschaften Flugzeuge kannibalisieren, um Ersatzteile zu gewinnen. Das könnte mittelfristig die Sicherheitsstandards gefährden. Zuletzt hatte Russland 400 ausländische, geleaste Flugzeuge beschlagnahmt. Um die Ansprüche der Leasinggeber zu begleichen, wurden rund 300 Milliarden Rubel (etwa 3,7 Milliarden US-Dollar) aus dem Nationalen Wohlstandsfonds bereitgestellt.

Laut dem Nachrichtendienst RBC verfügten russische Airlines Anfang 2024 über rund 165 Boeing- und Airbus-Flugzeuge – das entspricht etwa 40 % der Flotte.

China verschärft Druck auf Boeing – Auswirkungen auf globale Märkte

Zeitgleich zum russischen Vorstoß wächst der Druck auf Boeing auch aus China. Laut einem Bericht von Bloomberg wurden chinesische Fluggesellschaften angewiesen, keine US-Flugzeuge mehr anzunehmen und keine US-Ersatzteile mehr zu kaufen. China Southern Airlines stoppte den Verkauf von zehn gebrauchten Boeing 787-8 Dreamlinern, nachdem der eskalierende Handelskrieg mit den USA die Flugzeuglieferungen gefährdete.

Hintergrund sind US-Zölle von bis zu 145 % auf chinesische Produkte und Pekings Gegenzölle von 125 %. Diese Entwicklungen treffen nicht nur Neugeschäfte, sondern auch den Gebrauchtflugzeughandel. China Southern begründete den Verkaufsstopp mit „Ereignissen, die sich auf die Transaktion auswirken“. Das Unternehmen betreibt aktuell 932 Flugzeuge und beförderte 2024 rund 165 Millionen Passagiere.

Bn-Redaktion/ts
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,84
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 4,01
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VJ8QDG VJ3WWT. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 17:28 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:21 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:13 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:29 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:17 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:09 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer