Cashflow im Minus

Meta-Aktie sackt trotz Umsatzsprung ab 22.10.2026, 11:33 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Cashflow im Minus: Meta-Aktie sackt trotz Umsatzsprung ab
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© BörsenNEWS.de
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Meta Platforms (A) 574,95 EUR -11,37 % Lang & Schwarz
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Nachbörslich in New York ging es zunächst sogar leicht aufwärts. Am Donnerstagvormittag ist von dieser ersten Reaktion auf die Quartalszahlen von Meta nichts mehr übrig: Die Aktie des Facebook-Konzerns fällt hierzulande auf 610,85 Euro und liegt damit rund 5,4 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag – obwohl Umsatz und Ausblick die Erwartungen übertroffen haben. Unter Aktionären macht sich Ernüchterung breit.

Umsatz springt um 26 Prozent, Cashflow kippt ins Minus

Im dritten Quartal steigerte Meta den Umsatz um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar, Analysten hatten mit rund 63,4 Milliarden gerechnet. Unter dem Strich blieben 9,86 Milliarden Dollar Gewinn nach 2,7 Milliarden ein Jahr zuvor. Getragen wird das Wachstum vom Werbegeschäft: Die Zahl der ausgespielten Anzeigen stieg um zehn Prozent, der durchschnittliche Anzeigenpreis um 14 Prozent. Für das Schlussquartal stellt der Konzern 73 bis 76 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht.

Die Kehrseite zeigt die Kapitalflussrechnung: Weil die Investitionen mit knapp 35 Milliarden Dollar höher ausfielen als der operative Mittelzufluss, fiel der freie Cashflow auf minus 2,1 Milliarden Dollar – nach plus 10,6 Milliarden im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr plant Meta nun 135 bis 145 Milliarden Dollar an Investitionen ein – vor allem für KI-Rechenzentren.

Aus Anlegersicht ist das der wunde Punkt. Skeptisch beäugt wird zudem die Qualität des Wachstums: Wenn der Umsatz vor allem über höhere Anzeigenpreise steige, sei das nicht nachhaltig. Die Zahlen geben diesem Einwand nur zum Teil recht – auch die Zahl der Anzeigen wuchs zweistellig.

Ja die Anleger wollen langsam mehr sehen… nur Erwartungen übertreffen reicht bald nicht mehr … da muss schon deutlich mehr kommen

Einen konkreten Investitionsrahmen für 2027 nennt Meta bislang nicht, angekündigt ist lediglich, weiter kräftig zu investieren. Der Ton unter Aktionären bleibt kritisch.

Neue Angriffe am Golf drücken Tech-Werte weltweit

Neue Angriffe auf Saudi-Arabien haben die Sorge vor Lieferausfällen am Ölmarkt verschärft, die Nordseesorte Brent kostet mehr als 110 Dollar je Barrel. Technologiewerte stehen weltweit unter Druck: Der Nasdaq 100 wird vorbörslich rund 1,9 Prozent tiefer gesehen, in Südkorea brachen die Kurse um gut 3 Prozent ein, der DAX gibt rund 1 Prozent nach. Auch Tesla verliert nach eigenen Quartalszahlen gut 5 Prozent.

Mehrere Anleger sehen das Minus deshalb weniger als Urteil über Meta denn als Folge der Gesamtlage: Ob die Zahlen gut oder schlecht ausfielen, spiele derzeit kaum eine Rolle, der ganze Sektor werde pauschal verkauft. Ganz so einfach sei es nicht, lautet der Widerspruch: Amazon, Apple und Microsoft hielten sich bislang vergleichsweise gut – allerdings stehen deren Zahlen noch aus. Die Stimmung bleibt gereizt.

JPMorgan erhöht Ziel, Zuckerberg sichert seine Macht

Die US-Bank JPMorgan hob ihr Kursziel nach den Zahlen von 920 auf 940 Dollar an und bleibt bei „Overweight“. Erstmals zahlten sich die Investitionen in KI-Infrastruktur auch bei den KI-Produkten aus, etwa beim neuen Assistenten Muse, hieß es zur Begründung – eine externe Einschätzung, die keine redaktionelle Empfehlung darstellt.

Parallel stellt Meta seine Aktionärsstruktur um: Je Aktie erhalten Anteilseigner ein neues Papier ohne Stimmrecht, wirksam werden soll die Änderung am 19. Januar 2027. Gründer Mark Zuckerberg kann so bei Bedarf Aktien verkaufen, ohne seine Stimmrechtsmehrheit von rund 60 Prozent einzubüßen. Hintergrund ist eine mögliche Abgabe auf Milliardärsvermögen in Kalifornien, über die im November abgestimmt werden könnte.

Auf Aktionärsseite fällt der Blick über den Tag hinaus gelassener aus. Nach Quartalszahlen sei schon oft abverkauft worden, bevor die Aktie wenige Monate später neue Hochs erreicht habe, wird erinnert. Wachse Meta im bisherigen Tempo weiter, verdopple sich das Geschäft rechnerisch etwa alle drei Jahre – und die hohen KI-Ausgaben könnten das Wachstum sogar beschleunigen. Binnen eines Jahres pendelte die Aktie zwischen gut 457 und gut 687 Euro. Kurzfristiger Frust und langfristige Zuversicht liegen damit eng beieinander.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 18:44 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 16:50 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 15:47 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 15:02 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:36 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:29 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:07 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:50 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer