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China schwächelt

Wird Mercedes-Benz eine riskante Aktie? 12.02.2026, 11:55 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Mercedes-Benz
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Name Aktuell Diff. Börse
Mercedes-Benz Group 44,68 EUR -0,61 % Lang & Schwarz

Mercedes-Aktie unter Druck: Gewinne brechen um 40 % ein – Dividende gekürzt, China schwächelt

Mercedes-Benz steht vor einem anspruchsvollen Geschäftsjahr. Der Stuttgarter Autobauer sieht seine Margen durch US-Zölle, Währungseffekte und die anhaltende Schwäche in China belastet. Für Aktionäre rücken Profitabilität, Dividende und strategische Weichenstellungen stärker in den Fokus.

Margenrückgang und Gewinneinbruch setzen Aktie unter Druck

Mercedes-Benz musste im vergangenen Jahr deutliche Ergebnisrückgänge verkraften. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz verringerte sich um 9,2 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro, während das Konzernergebnis nahezu halbiert wurde und bei 5,3 Milliarden Euro lag.

Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Pkw-Sparte aus. Die bereinigte operative Marge sank um 3,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Analysten hatten mit 4,8 Prozent gerechnet. Für das laufende Jahr stellt der Konzern lediglich eine bereinigte Umsatzrendite im Pkw-Geschäft von 3 bis 5 Prozent in Aussicht – ein klares Signal für anhaltenden Druck auf die Profitabilität.

Parallel dazu reduzierte Mercedes den Fahrzeugabsatz um 9,2 Prozent auf 1,8 Millionen Einheiten. Auch an der Börse spiegelte sich die Entwicklung wider: Die Aktie verlor zeitweise bis zu 5,7 Prozent und liegt seit Jahresbeginn rund 8 Prozent im Minus.

China-Schwäche und Strategiewechsel erhöhen das Risiko

Ein zentraler Belastungsfaktor bleibt China. Dort gingen die Auslieferungen um etwa ein Fünftel zurück. Die Nachfrage nach hochpreisigen Fahrzeugen bleibt gedämpft, während heimische Hersteller mit wettbewerbsfähigen Elektroautos Marktanteile gewinnen. Der verschärfte Wettbewerb drückt branchenweit auf die Margen.

Die strategische Neuausrichtung hin zu höherpreisigen Modellen hat zwar den Umsatz pro Fahrzeug gesteigert, macht den Konzern jedoch anfälliger für eine schwächere Nachfrage im Premiumsegment. Besonders im Bereich Elektromobilität ist der Wettbewerb intensiv.

Noch mehr Kostensenkungen

Um gegenzusteuern, plant Mercedes eine Reduktion der globalen Produktionskapazität um mehr als 10 Prozent auf 2,2 Millionen Fahrzeuge. Zudem sollen Kosten gesenkt und Strukturen verschlankt werden. In China will der Konzern bis 2027 Material-, Produktions- und Fixkosten reduzieren sowie neue Modelle einführen, darunter eine Langversion der elektrischen CLA-Limousine, ein überarbeiteter GLB und eine modernisierte S-Klasse.

Auch die Dividende wird angepasst: Vorgeschlagen sind 3,50 Euro je Aktie nach 4,30 Euro im Vorjahr. Zur Finanzierung der Ausschüttung und eines angekündigten Aktienrückkaufs plant das Management, einen Teil der Daimler-Truck-Beteiligung zu veräußern. Der Konzern hält direkt rund 30 Prozent der Anteile, weitere etwa 5 Prozent liegen in einem Pensionsfonds. Insgesamt sollen durch Beteiligungsverkäufe rund 2 Milliarden Euro erlöst werden.

Bn-Redaktion/ts
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