Rheinmetall im Ausverkauf

Das steckt hinter dem Absturz 14.05.2026, 12:13 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Soldaten unter Hubschrauber
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Schwacher Jahresstart belastet die Aktie

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz lag vorläufig bei rund 1,9 Milliarden Euro. Experten hatten im Vorfeld mit etwa 2,3 Milliarden Euro gerechnet. Auch beim operativen Ergebnis blieb das Unternehmen mit 224 Millionen Euro hinter den Prognosen von rund 240 Millionen Euro zurück. An der Börse sorgten die Zahlen für neue Unsicherheit. Mehrere Analysten reduzierten ihre Kursziele. Bernstein Research senkte das Ziel von 2.050 auf 1.900 Euro, hält aber weiterhin an der Einstufung Outperform fest. Belastet wurde die Stimmung zusätzlich durch Diskussionen über die Bedeutung moderner Drohnenkriege und die Frage, wie stark klassische Wehrtechnik künftig gefragt bleibt.

Kursrutsch unter wichtige Marken

Die Rheinmetall-Aktie ist inzwischen unter die Marke von 1.200 Euro gefallen. Charttechnisch sehen Marktbeobachter weiterhin Risiken. Vor allem offene Kurslücken aus dem Jahr 2025 könnten eine starke Anziehungskraft entwickeln. Im negativen Szenario wäre sogar ein Rückfall unter 1.000 Euro möglich. Gleichzeitig verweisen Analysten auf eine aktuelle Unterstützungszone, die kurzfristig stabilisierend wirken könnte. Das Sentiment rund um europäische Rüstungswerte bleibt dennoch angespannt. Besonders Unternehmen mit Fokus auf Munition, Panzer und Landsysteme stehen derzeit unter Druck.

Milliarden-Aufträge sorgen weiter für Fantasie

Trotz der schwachen Entwicklung hält Rheinmetall an seiner Jahresprognose fest. Für 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Bereits im zweiten Quartal soll sich das Wachstum deutlich beschleunigen. Als entscheidender Faktor gilt der massive Auftragsbestand. Dieser stieg zum 31. März 2026 auf 73 Milliarden Euro nach 56 Milliarden Euro im Vorjahr. Erstmals enthalten sind dabei auch rund 5,5 Milliarden Euro aus dem Marinegeschäft Naval Systems. Branchenkenner sehen darin eine außergewöhnlich hohe Visibilität für die kommenden Jahre.

Neue Expansion bei Marine und Drohnen

Rheinmetall baut sein Verteidigungsgeschäft konsequent aus. Der Konzern kündigte zuletzt ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Destinus Group für Raketensysteme an und erhielt zudem eine Rahmenvereinbarung der Bundeswehr für Loitering Munition. Zusätzlich arbeitet Rheinmetall gemeinsam mit der Deutschen Telekom an Technologien zur Drohnenabwehr. Parallel dazu expandiert der Konzern im Marinegeschäft. Rheinmetall übernahm den Kriegsschiffhersteller Naval Vessels Lürssen und prüft zudem eine Übernahme von German Naval Yards Kiel. Außerdem läuft das Rennen um neue Großaufträge wie die Lieferung von F126-Fregatten für die Bundeswehr.

Analysten sehen weiter großes Potenzial

Trotz der aktuellen Schwäche rechnen viele Experten langfristig weiter mit steigenden Verteidigungsausgaben weltweit. Die geopolitischen Spannungen, die Aufrüstung in Europa und die hohe Nachfrage nach moderner Militärtechnik gelten weiterhin als starke Wachstumstreiber. Mehrere Analysten sehen deshalb trotz des Kurssturzes ein mögliches Aufwärtspotenzial von 30 Prozent oder mehr. Neben Rheinmetall stehen auch Aktien wie Renk, Hensoldt, Thyssenkrupp Marine Systems sowie Rohstoff- und Silberwerte weiter im Fokus vieler Anleger.

Bn-Redaktion/tb
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