SAP und Nvidia bauen KI-Allianz aus

Autonome Agenten im Fokus 13.05.2026, 17:32 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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SAP und Nvidia bauen ihre KI-Allianz massiv aus

Nvidia und SAP vertiefen ihre Zusammenarbeit und setzen dabei klar auf den nächsten großen Trend im KI-Markt: autonome Agentensysteme. Auf der SAP-Sapphire-Konferenz kündigten beide Konzerne an, zentrale Nvidia-Technologien direkt in die SAP Business AI Platform zu integrieren. Ziel ist es, KI-Agenten künftig tief in globale Unternehmensprozesse einzubinden und Abläufe weitgehend automatisiert ausführen zu lassen.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei neue Technologiebausteine. Zum einen integriert SAP die Open-Source-Laufzeitumgebung „OpenShell“ von Nvidia in die eigene KI-Plattform. Unternehmen sollen damit spezialisierte KI-Agenten sicher und kontrolliert in sensiblen Bereichen wie Finanzwesen, Einkauf oder Lieferkettenmanagement einsetzen können. Laut den Unternehmen stehen dabei Governance- und Sicherheitsmechanismen im Vordergrund, damit die autonomen Systeme innerhalb klar definierter Regeln arbeiten.

Zusätzlich bringt Nvidia mit „NemoClaw“ einen Referenz-Blueprint in SAPs Joule Studio ein. Dieser soll Entwicklerteams dabei helfen, autonome Agenten schneller produktionsreif zu machen. Der Ansatz reicht vom ersten Prototyp bis zum Live-Betrieb und soll insbesondere die komplexe Sicherheitsarchitektur vereinfachen. Unternehmen müssen entsprechende Systeme dadurch nicht mehr vollständig selbst entwickeln.

Jensen Huang sieht einen Wendepunkt bei Unternehmens-KI

Nvidia-CEO Jensen Huang war per Video zur Keynote von SAP-Chef Christian Klein zugeschaltet. Beide Manager zeichneten dabei das Bild eines grundlegenden Wandels im KI-Markt. Besonders die Nachfrage nach sogenannter Inferenz-Rechenleistung steige stark an. Hintergrund sei der zunehmende Einsatz autonomer Agentensysteme, die direkt mit Unternehmensdaten arbeiten und Prozesse selbstständig ausführen.

Diese Entwicklung spielt Nvidia strategisch in die Karten. Während bislang vor allem das Training großer KI-Modelle im Fokus stand, rückt nun zunehmend der operative Einsatz der Systeme im Unternehmensalltag in den Mittelpunkt. Genau dort setzen SAP und Nvidia mit ihrer neuen Partnerschaft an.

Die Aufgabenverteilung zwischen beiden Plattformen wurde dabei klar definiert: SAPs Joule Studio entscheidet, welche Aktionen ein KI-Agent durchführen darf. Nvidias OpenShell sorgt anschließend für die sichere Ausführung innerhalb der Unternehmenssysteme. Nach Angaben der Unternehmen sollen dadurch Sicherheitslücken auf Anwendungsebene geschlossen werden.

Nvidia-Aktie vor den Quartalszahlen im Fokus

An der Börse bleibt Nvidia ohnehin eines der dominierenden KI-Themen. Die Aktie notiert derzeit bei 193,22 Euro und damit auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Kursplus von rund 66 Prozent. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte das Papier um mehr als 20 Prozent zu.

Besonders gespannt richtet sich der Blick nun auf den 20. Mai. Dann veröffentlicht Nvidia die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027. Der Konzern hat einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Auffällig dabei: Die Prognose berücksichtigt das China-Rechenzentrumsgeschäft ausdrücklich nicht. Damit verweist Nvidia indirekt auf die zunehmenden Auswirkungen der Handelsbeschränkungen zwischen den USA und China.

Trotz dieser Belastungsfaktoren bleibt die Erwartungshaltung am Markt hoch. Entscheidend wird sein, ob Nvidia seine ambitionierten Umsatzprognosen auch ohne das China-Geschäft erreichen oder sogar übertreffen kann.

Bn-Redaktion/aw
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