Trumps Peking-Deal

Droht jetzt der große China-Schwenk? 13.05.2026, 12:49 Uhr Jetzt kommentieren: 0

USA und China
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Milliardenpoker zwischen Washington und Peking

Das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping gilt als eines der wichtigsten geopolitischen Ereignisse des Jahres. Beide Seiten stehen unter Druck, wirtschaftliche Stabilität zu sichern und gleichzeitig strategische Interessen durchzusetzen. Vor allem die Verlängerung des Handelsfriedens dürfte für die Finanzmärkte entscheidend werden. Trump braucht innenpolitisch Erfolge und hofft offenbar auf neue Kaufzusagen aus China. Im Fokus stehen zusätzliche Boeing-Flugzeuge sowie größere Agrarimporte aus den USA. Für Konzerne wie Boeing, Caterpillar oder Deere könnte das positive Impulse liefern. Gleichzeitig würde eine Entspannung im Zollstreit auch exportabhängigen Unternehmen wie Volkswagen, BASF oder Siemens helfen.

China zwischen Iran und Taiwan

Ein besonders sensibles Thema bleibt der Iran-Konflikt. China spielte hinter den Kulissen bereits eine wichtige Rolle bei der Waffenruhe Anfang April. Für Peking geht es dabei auch um die eigenen Energieinteressen, denn steigende Ölpreise belasten die chinesische Wirtschaft massiv. Trump dürfte versuchen, Chinas Einfluss auf Teheran stärker einzubinden. Experten erwarten allerdings keine offene Unterstützung Pekings für die USA. Stattdessen könnte China wirtschaftliche Zugeständnisse verlangen. Beobachter halten vor allem Änderungen in der Taiwan-Rhetorik für möglich. Bereits kleine sprachliche Anpassungen aus Washington könnten an den Börsen als geopolitisches Signal gewertet werden.

KI-Rennen und Tech-Wettbewerb verschärfen sich

Parallel zum Gipfel wächst der wirtschaftliche Konkurrenzkampf im Technologiesektor weiter. Alibaba kämpft trotz milliardenschwerer Investitionen in künstliche Intelligenz mit schwächeren Umsätzen. Der Konzern investiert rund 53 Milliarden Dollar in KI und Cloud-Technologien und will die Erlöse in diesem Bereich massiv steigern. Auch Xiaomi setzt verstärkt auf Zukunftsmärkte. Elektroautos, KI-Modelle und neue Europa-Strategien sollen Wachstum bringen. Analysten sehen trotz schwacher Kursentwicklung Chancen auf eine Stabilisierung der Aktie. Die kommenden Quartalszahlen könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.

BYD und Volkswagen im Fokus

Besonders deutlich zeigt sich die wirtschaftliche Verschiebung im Automarkt. BYD profitiert weiterhin vom Boom bei Elektroautos und konnte zuletzt einen Großauftrag über 100.000 Fahrzeuge melden. Gleichzeitig suchen chinesische Hersteller verstärkt Produktionsstandorte in Europa, um mögliche EU-Zölle zu umgehen. Volkswagen könnte davon profitieren. In Deutschland wird bereits über Joint Ventures mit chinesischen Autobauern diskutiert. Das Werk in Zwickau gilt dabei als möglicher Kandidat. Für Investoren könnte das mittelfristig neue Chancen eröffnen, auch wenn die Unsicherheit hoch bleibt.

Grüne Milliarden geraten unter Druck

Unter Trump verschärft sich zugleich der Druck auf chinesische Investitionen in den USA. Besonders Unternehmen aus der Solar-, Batterie- und Elektroautoindustrie ziehen sich zunehmend zurück. Laut aktuellen Berechnungen wurden bereits Projekte im Wert von rund 2,8 Milliarden Dollar gestoppt oder verschoben. Davon betroffen sind Unternehmen wie Jinko Solar oder Trina Solar. Hintergrund sind strengere Regeln für chinesische Firmen sowie mögliche Einschränkungen bei US-Subventionen. Für amerikanische Konzerne wie First Solar könnte das dagegen Vorteile bringen. Das Treffen zwischen Trump und Xi dürfte deshalb auch für die Zukunft der globalen Energiewende ein wichtiges Signal senden.

Bn-Redaktion/tb
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